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Bericht für den 11.September
2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Zwanzig Jahre nach der deutschen
Wiedervereinigung kommen Details über den heftigen Widerstand, den unsere
angeblichen Freunde und Bündnispartner Frankreich und Großbritannien der
deutsch-deutschen Vereinigung entgegenbrachten, ans Tageslicht. Insbesondere der damalige
französische Präsident Francois Mitterand und die englische Premier-Ministerin
Margaret Thatcher versuchten mit allen Mitteln, die Wiedervereinigung zu
verhindern. Francois Mitterand warnte Margaret Thatcher in einem privaten
Gespräch nach geheimen Regierungs-Dokumenten, die nach einem Bericht der
Financial Times vom Donnerstag nach 20 Jahren veröffentlicht wurden: A re-united Germany might make even
more ground than had Hitler. Die
wirkliche Motivation von Mitterand
kommentiert die FT jedoch wie folgt: There are indications, meanwhile, that Mr Mitterand may have been playing a wily game, baiting Mrs
Thatcher into her increasingly hostile public statements on reunification that
marginalised Auf gut Deutsch: Mitterand hat Margaret
Thatcher mit ihrer sowieso negativen Haltung zur deutschen Wiedervereinigung instrumentalisiert,
damit Deutschland seine D-Mark zu Gunsten des Euros aufgibt. Wir wissen heute,
dass Mitterand mit diesem Projekt höchst erfolgreich war. Die D-Mark war das
Opfer der deutschen Wiedervereinigung. Die FT kommentiert das auf ihre Art: He persuaded Mr Kohl
to sacrifice the Deutschmark for the euro
Without it, the single currency
might never have happened. In Deutschland war und ist das Euro-Projekt
nicht populär. Eine Volks-Abstimmung hätte wohl zu einem klaren Votum für die
D-Mark geführt. Obwohl die Leute die oben berichteten Hintergründe damals nicht
kannten, hatten sie ein richtiges Gefühl, dass ihr gutes Geld nun schlechtem
Geld weichen musste. Das ist wohl auch der Grund dafür,
dass der SPIEGEL zwar heute ebenfalls über die brisanten Unterlagen berichtet,
aber lediglich Margarat Thatcher für die starke Ablehnung verantwortlicht
macht. In dem Bericht heißt es: Sie teilte auch
nicht Mitterrands Optimismus, die Deutschen durch eine stärkere Einbindung in
europäische Institutionen zähmen zu können. Man muss hier schon
schwer zwischen den Zeilen lesen können, um die von der FT berichtete Opferung
der D-Mark erkennen zu können. Mitterands ablehnende Haltung zur deutschen
Wiedervereinigung wird in dem SPIEGEL-Bericht mit der
o.g. Passage sogar noch verklärt. Der SPIEGEL outet sich damit endgültig als Steigbügelhalter der
europäischen (Zwangs-) Integration. Zu D-Mark Zeiten blieben die
Leistungs-Bilanzüberschüsse in Deutschland und erhöhten so die
Währungsreserven. Nur so konnte Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges
wieder über 3.500 Tonnen Gold akkumulieren. Mit diesem Geld wurden
Investitionen zu Gunsten der deutschen Wirtschaft getätigt. Die Zinsen waren
wegen der Stärke der D-Mark niedrig. Mit Einführung des Euros änderte
sich die Situation schlagartig. Die Überschüsse von Deutschland wurden mit den
Defiziten der anderen Partner in einer gemeinsamen Schüssel verrührt. Die
Überschüsse aus Deutschland strömten in den durch Verschuldung finanzierten
Konsum der anderen Länder in der Euro-Zone. Als Sicherheit hinterlegten diese
Länder ihre Staatsanleihen und Hypotheken. Dieser Schrott steckt nun im
Sparstrumpf des deutschen Michels, seien es nun Lebensversicherungen oder
andere Anlage-Formen. Das niedrige Zins-Niveau in
Deutschland übertrug sich auf die anderen Länder des Euro-Raums und hat so zu
einer massiven Blasen-Bildung bei Immobilien geführt. In Spanien konnte man
sich plötzlich mit dem doppelten Kaufpreis bei gleich bleibenden Kredit-Raten
verschulden. Auch die Finanz-Krise, die im
letzten Jahr eigentlich als eine Dollar-Krise gestartet ist, hat sich schnell
auf das Euro-System übertragen. In Europa waren die Banken noch schlechter aufgestellt
als in den U.S.A. Dabei sind sie noch viel riskantere Geschäfte eingegangen als
ihre amerikanischen Counterparts. Die
Immobilien-Krise in Spanien ist um ein Vielfaches schlimmer als in Amerika. Dem Euro sei Dank. Der Euro hat sich in seiner ersten
Krise als Weichwährung herausgestellt. Nur massive Monetarisierungs-Maßnahmen
der EZB haben einen System-Kollaps verhindern können. Da Alle auf die Maßnahmen
der FED schauen, kann die EZB fast ohne kritische Beobachter in gleichem Maße
wie die FED Geld drucken. Der Euro ist nicht nur eine
schlechte Währung, sondern eine intransparente noch hinzu. Vor zwanzig Jahren gab es gegen
Dollar-Schwäche noch zwei Fluchtwährungen: Den Schweizer Franken und die
D-Mark. Den Schweizer Franken hat man mit der Nazi-Gold Propaganda zwecks
Auflösung der Schweizer Goldreserven sturmreif geschossen. Und die D-Mark wurde
in einem Kuh-Handel für die deutsche Wiedervereinigung gegen den Hilfs-Dollar
Euro geopfert. Heute wissen wir, dass es noch eine
weitere Fluchtwährung gibt: Gold. Leider ist sie die letzte auf der Welt Verbliebene.
Wir Deutsche, Österreicher und Schweizer scheinen das kapiert zu haben. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Gold
will sich einfach nicht von der $1.000er-Marke lösen wollen. Gestern Abend
wurde in New York der letzte Preis mit $996,40 festgestellt. Und das trotz der
Drückung im Londoner Handel bis auf unter $990. Im
heutigen asiatischen Handel konnte sich Gold weiter befestigen und die Marke
von $1.000 wieder nach oben durchbrechen. Zum beginnenden Handel in London
geriet Gold aber wieder etwas unter Druck. Der A.M. Fix mit $998,25 (EUR
684,39) ist zwar knapp unter der $1.000er-Marke, konnte auf Tagesbasis aber $10
zulegen. Zum
Nachmittags-Handel stieg Gold dann wieder über diese $1.000er-Marke. Mit Eröffnung
des Handels an der COMEX konnte Gold sogar bis über die Marke von $1.010
zulegen. Die
Informationen der letzten Tage setzen sich nun wie ein Puzzle zusammen. Auf der
einen Seite fordert China seine Bevölkerung dazu auf, Gold und Silber zu
kaufen. China darf nicht offiziell Gold kaufen, um die U.S.A. nicht zu
brüskieren und den Wert ihrer Dollar-Reserven zu gefährden. Aber China scheint
bei einem vom Gold-Kartell ausgelösten Preis-Rückgang derjenige zu sein, der
durch gezielte Käufe den Preis nach unten hin absichert. Auf
der anderen Seite sind eine Reihe von Großanlegern in
Gold mit der Entwicklung des Preises ihrer Anlagen unzufrieden. Die
Gold-Lagerung, Versicherung und Verwaltung verschlingt Geld, ohne dass ein
Rückfluss in Form eines kräftigen Preis-Anstiegs bei Gold sichtbar wird. Wie
die Zentralbanken vor 15 Jahren versuchen diese Anleger, durch virtuelle Verleihgeschäfte
trotzdem Geld für ihr Gold zu erzielen. Dabei bedienen sie sich der
Schatten-Märkte, auch Over-The-Counter (OTC) Märkte
genannt. Sie zeichnen Call (Kauf) Optionen zu einem
hohen Strike-Preis auf ihre Gold-Bestände. Der
Emissions-Preis für die Call Option fließt den
Anlegern zu und dient zur Begleichung der Kosten der Lagerung etc. Der Strike-Preis wird so hoch angesetzt, dass die Gefahr eines
Verlustes aus den Options-Geschäft minimal ist. Diese
Anleger machen jedoch einen entscheidenden Fehler: Wenn ein nicht offiziell
auftretender Gold-Käufer im Verborgenen sich Gold beschaffen möchte, dann kauft
er diese Optionen und verlangt Lieferung, obwohl er damit eigentlich ein
Verlust-Geschäft machen würde. Der Verlust resultiert aus dem höheren Strike-Preis der Optionen im Vergleich zum derzeitigen Marktpreis.
Es gibt nur eine kleine Gruppe von Käufern, die sich auf diese Art und Weise
des Goldes der Anleger bemächtigen können: China mit seinen Dollar-Reserven
oder das Gold-Kartell mit praktisch unbegrenzter Liquidität. Die dritte
Möglichkeit ist eine Zentralbank selbst, die möglichst viel Gold für eine
bevorstehende Währungsreform einsammeln möchte. Allen drei Gruppen ist die Höhe
des Gold-Preises egal, solange man im nicht-offiziellen OTC-Markt
agieren kann. Das
würde auch erklären, warum das Gold-Kartell immer wieder an neue Mengen
physisches Gold herankommt, um den Preis-Anstieg zu verlangsamen. Man plündert
auf diese Art und Weise die Anleger aus, die Gold aus gutem Grunde physisch
lagern. Es
ist inzwischen 16:00 Uhr MEZ und der P.M. Fix ist sehr stark mit $1.008,25 (EUR
690,96) zustande gekommen. Auf 24-Stundenbasis ist das ein Anstieg von $18.
Nach Schluss des Handels in London ist Gold dann wieder auf $1.010 gestiegen.
Danach bröckelte der Gold-Preis zum Wochenende wieder ab. Gold beendete den
Handel an der COMEX bei $1.004,70. Damit konnte Gold zu den beiden wichtigsten
Preis-Marken, den P.M. Fix in London und dem COMEX-Schlusskurs
in New York die Marke von oberhalb $1.000 halten. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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