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Bericht für den 7. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Phase IV Für die System-Presse scheint das bisher für
undenkbar gehaltene Thema Staatspleite in den Mittelpunkt der Berichterstattung
gerückt zu sein. Die WELT AM SONNTAG titelt ihren Leitbericht Wirtschaft mit
der Überschrift Wer
fällt als Nächstes? Und DER SPIEGEL hat eine Zeitbombe für den Euro
identifiziert. Rollt nun eine weitere Krisen-Welle auf die
Welt-Wirtschaft zu? Egal - die Bürger wollen es nicht wahrnehmen. Die Subprime-Krise (Phase I) hat doch trotz des
Gezeters bestimmter Kommentatoren bis auf eine Vielzahl von US-Hausbesitzern
keinen Bürger bei uns getroffen. Und in der dann folgenden Banken-Krise (Phase II)
haben nur die medial sowieso verhassten Reichen und Superreichen ein Teil ihres
Vermögens verloren. Andere nahmen sich das Leben. Tenor bei den Bürgern war
allerdings: Wir haben unser Geld ja auf den Sparkonten und in Lebensversicherungen.
Deshalb sind wir von dem Crash verschont geblieben. Die dann folgende Wirtschafts-Krise (Phase III) hat
zwar zu einem massiven Einbruch der Wirtschaft weltweit geführt. Aber wo ist
hier das Problem, solange Renten, Löhne, Gehälter und die Hartz IV Leistungen
weiterbezahlt werden. Wenn der Wirtschafts-Aufschwung schon nicht bei den
Bürgern angekommen ist, dann scheint es der Wirtschafts-Abschwung auch nicht zu
tun. Wir nähern uns nun der Phase IV, der Staaten-Krise.
Warum soll sich der Bürger nun Sorge machen, nachdem die ersten drei Phasen
ohne Blessuren durchlaufen worden zu sein schienen? Es wird sicherlich wieder
eine Lösung für dieses Problem geben. Hier irrt der Bürger. Mit Erreichen der Phase IV
ist endgültig Game Over.
Die Staaten haben sich massiv verschuldet und ihr ganzes Gewicht in die
Waagschale geworfen, um die Wirtschafts- und Finanz-Krise in den Griff zu
bekommen. In Wirklichkeit haben sie die Krise gar nicht gemeistert, sondern mit
Schulden und frisch gedrucktem Geld zugekleistert. Nach den Staaten existiert
keine Institution mehr, die rettend tätig werden könnte. Die Angst vor einer Staatspleite mitten im Euro-Raum kehrt zurück: Die Verschuldung Griechenlands hat dramatische Dimensionen
erreicht. Die europäischen Finanzminister und Notenbanker sind alarmiert - und
hilflos, schreibt DER SPIEGEL. Griechenland
scheint sich hier auch besonders dreister Wahrheitsministerien zu bedienen: Das
Staatsdefizit des Landes wird in diesem Jahr 12,7 Prozent, statt der
prognostizierten 6 Prozent des Bruttoinlands-Produkts erreichen. Die 270 Milliarden Euro, mit denen sich der Staat
bislang verschuldet hat, seien nach einer von der WELT AM SONNTAG zitierten
Aussage von Wolfgang Münchau ein Taschengeld für die EU. Das
nährt die Vorstellung der Griechen, dass sie sich alles erlauben können. Im
Zweifelsfall würden sie von den anderen EU-Staaten, vor
allem Deutschland und Frankreich gerettet werden. Auch DER SPIEGEL stößt in
dasselbe Horn: Die
in einigen Ländern wie Spanien, Italien und Irland verbreitete Unbekümmertheit
in puncto Haushaltsdisziplin würde quer über den Kontigent um sich greifen. Die Botschaft wäre klar: Warum
sparen - wenn andere am Ende die Rechnung bezahlen? Nachdem die Vereinigten Staaten und Großbritannien
vorgemacht haben, dass man mit maßloser Staatsverschuldung anscheinend ohne
Probleme überleben kann, nehmen es neben den Griechen, Italienern, Irländern
und Spaniern nun auch die Franzosen und Deutschen nicht mehr so genau: Hier
wird nun auch kräftig aufgeschuldet. Die Regierungen in Paris und Berlin
bemühen sich noch nicht einmal mehr, die Defizite in den Griff zu bekommen. Phase IV steht kurz bevor. Nicht wie in dem
gleichnamigen Rache-der-Natur Film: Aber das erste
Land, das Bankrott anmelden muss, wird die Staaten-Domino-Kette in Gang setzen.
Das wissen alle und deshalb werden sie mit allen Mittel versuchen, es zu
verhindern. Länder wie Griechenland werden deshalb auch weiterhin
Narren-Freiheit genießen können. Zumal sie theoretisch, ohne sich mit der EZB
abzustimmen, selbst Euros drucken können.
Dass Theorie schnell zur Praxis werden kann, haben
wir in dieser Krise schon an vielen Stellen erleben dürfen. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Wer auf eine schnelle Erholung beim Gold-Preis
gehofft hatte wurde heute erwartungsgemäß enttäuscht. Zu klar war die
Handschrift des Gold-Kartells im Access Handel am letzten Freitag erkennbar.
Die dort ausgelöste Drückung um zeitweise weitere $20 ließ keinen Zweifel
aufkommen, wie man am Montag weiter agieren möchte. Und dass diese Aktion generalstabsmäßig ablaufen
würde, konnte man wieder einmal am Verhalten des US-Dollars ablesen: Dieser wurde heute früh plötzlich über die Marke (USDX)
von 76 gehoben. Frustrierend ist, dass keiner eine sinnvolle
Erklärung abgeben kann. Derzeit gibt es anscheinend nur zwei Sorten von Kommentatoren: ·
Die Dümmsten, welche die Arbeitslosen-Zahlen des
Novembers für diese Preis-Entwicklung verantwortlich machen. ·
Und die Dummen, die vermuten,
dass eine Reihe von Spekulanten die Drohung von Ben Bernanke,
Asset-Blasen notfalls auch platzen zu lassen, ernst
nehmen und deshalb in Panik ihre Positionen verkauften. Eine andere
dumme Theorie ist, dass die Spekulanten so beeindruckt von den
Arbeitslosen-Zahlen waren, dass sie lieber ihre Positionen auflösten. Wir scheinen es hier aber mit einer Staaten-Krise
zutun zu haben. Dubai ist der Auslöser und viele große europäische Banken sind
hier mit sehr großen Geldbeträgen investiert. Letztendlich geht es darum, den
Lostritt der Phase IV Domino-Kette zu verhindern. Bereits im frühen Vormittags-Handel stand Gold
erneut unter Druck. Gold schwankte im Bereich $1.150 bis $1.160. Um 9:00 Uhr
MEZ fiel Gold plötzlich unter die Marke von $1.150 und der US-Dollar Index
schnellte um 0,5 Punkte nach oben. Kurz nach Eröffnung des Handels in London
wurde Gold kurzzeitig unter die Marke von $1.140 gedrückt. Die physischen Käufer hielten sich am Vormittag
zurück. Entweder war das auch Bestandteil der geplanten Aktion, mit China als
Hauptakteur, oder in Erwartung eines günstigen Einstiegs-Zeitpunkts. Der A.M. Fix kam mit $1.147,50 (EUR
773,98) um $56 niedriger als noch zum A.M. Fix letzten Freitag zustande. Ich
vermute, dass europäische und vielleicht auch asiatische Zentralbanken in
größerem Umfang mit physischem Gold ausgeholfen haben. Das nährt die Vermutung,
dass die Krise wohl ihren Ursprung in Dubai mit Auswirkungen auf das
Banken-System in Europa und Asien hat. Ist der britische Vertreter des Gold-Kartells, die
HSBC, in größeren Schwierigkeiten? Der starke Fokus auf den chinesischen
Finanzraum steckt bereits im Namen (Hongkong and Shanghai Banking Corporation) dieser Großbank. Wie sieht es mit der Deutschen Bank, dem
deutschen Vertreter aus? Diesem wurde ja in der Vergangenheit schon mit
EZB-Gold ausgeholfen, wenn er sich in Schwierigkeiten befand. Price Action Makes Market
Commentary. Bloomberg wechselt rapide die Fronten mit
ihrem heutigen Bericht Gold Cant Beat Checking Accounts
30 Years After Peak: Investors who paid
$850 an ounce back then earned 44 percent as gold reached a record $1,226.56 on
Dec. 3 in London. The Standard & Poors 500 stock index produced a 22-fold return
with dividends reinvested,
Treasuries rose 11-fold and cash in the average U.S. checking account rose at
least 92 percent. On an inflation-adjusted basis,
gold investors are still 79 percent away from getting their money back. Danke Bloomberg ! Entweder
Gold ist wirklich ein miserables Investment-Vehikel, so wie es die Anti-Gold
Kommentatoren um Jon Nadler permanent behaupten. Oder
die Performance von Gold der letzten 30 Jahre ist ein direkter Beweis dafür,
dass der Gold-Preis in massiver Weise von den Zentralbanken und ihren
Ausführungs-Gehilfen nach unten manipuliert worden ist. Wenn Gold beim Stand
von $1.226,56 inflationsbereinigt immer noch 79 Prozent vom seinem Höchststand
vor 30 Jahren entfernt ist, dann muss der Preis bei $2.000
und höher liegen. Allein um die offiziell gemeldeten Inflationsraten
auszugleichen. Berücksichtigt man, dass das Finanz-System die nächsten Jahre
nicht überleben wird, dann ist Gold nicht nur ein gutes Investment zum Schutz
des Vermögens, sondern auch noch extrem billig zu heutigen
Preisen. Zwischen den Zeilen gelesen ist dies eine
Aufforderung, Gold zu kaufen. Der heutige P.M. Fix kam mit $1.142,50 (EUR 771,44)
weitere fünf Dollar schwächer noch als der A.M. Fix zustande. Interessanterweise liegt der Rückgang von $50 in
der Größenordnung, die wir am Freitag der vorletzten Woche im Vormittags-Handel
beobachten durften. Zu der Zeit kam das Thema Dubai erstmalig auf die Agenda. Die verbliebenen 3,5 Stunden Handels-Zeit zwischen
P.M. Fix und Schluss des Handels an der COMEX geben oftmals eine interessante
Indikation zur weiteren Preisentwicklung. Das Gold-Kartell muss irgendwann
einmal seine Short-Positionen wieder glätten. Und das passiert im Allgemeinen
nach einem P.M. Fix, der durch physisches Gold nach
unten geprügelt worden ist. Das scheint heute der Fall gewesen zu sein. Gold
konnte sich bis zum Schluss des Handels um $20 erholen und ging mit $1.162,10
aus dem Handel an der New Yorker COMEX. Der US-Dollar musste seine anfänglichen Gewinne,
die ihn in der Spitze bis auf 76,1 (USDX) getrieben haben, wieder abgeben. Am
Schluss war sogar ein Minus von 0,2 Punkten zu verzeichnen gewesen. Der USDX
stand zum Zeitpunkt dieses Kommentars bei 75,6. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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