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Bericht für den 11. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Finanz-Stabilitätsbericht Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht jährlich
ihren Finanz-Stabilitätsbericht. Für den am 19. November abgeschlossenen
Bericht für das Jahr 2009 ist natürlich die Finanz-Krise das Hauptthema. Der
Bericht beginnt auch mit einer realistischen Schilderung der Situation vom
letzten Herbst: Im Spätsommer 2008 befand sich das internationale Finanzsystem
am Rande des Zusammenbruchs. Die Bundesbank sieht trotz anderer Stimmen aus Politik
und den Medien die Finanzkrise aber noch nicht als überwunden an: Dennoch kann die
Finanz- und die damit eng verknüpfte Wirtschaftskrise keineswegs als überwunden
angesehen werden. ... Zudem sind weitere erhebliche Belastungen des
Finanzsystems bereits jetzt absehbar. Es überwiegen nach wie vor die
Abwärtsrisiken. Im Klartext heißt dies, dass
die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Rückschlag größer ist, als die
Fortsetzung der derzeit beobachteten Erholung. Man mahnt auch vor den Risiken der im Zusammenhang
mit der Finanz-Krise ausgelösten Explosion der Staatsschulden:
Die außergewöhnlichen
stützenden und stimulierenden Maßnahmen haben als unvermeidliche Nebenfolge zu
Lasten geführt, die das Gemeinwesen künftig zu tragen hat. ... Dies gilt in
erster Linie für die in vielen Industrieländern rapide gestiegene
Staatsverschuldung – sowohl die in den Haushalten ausgewiesene als auch
die implizite Verschuldung. Implizite Verschuldung ist ein Hinweis auf die
immer größer werdenden Schatten-Haushalte, mit denen man die Schuldenhöhe
schönfärben möchte. Dahinter können sich aber auch zukünftige Verpflichtungen
verbergen, die jetzt schon absehbar sind, aber für die derzeit keine Schulden
aufgehäuft werden. Beispielsweise Lasten für die Altersversorgung unserer
Beamten. Die Bundesbank sieht das deutsche Bankensystem
durch die staatlichen Interventionen stabilisiert, befürchtet allerdings, dass Abschreibungen bei
Krediten an Unternehmen und private Haushalte noch einmal die Ertragslage
beeinträchtigen können. Dass die Notenbanken mir ihrer Geld-Politik
die Zins-Arbitrage der Banken bevorzugen, gibt man mit folgender Aussage zu: Die steiler
gewordene Zinsstrukturkurve stützt derzeit die Zinserträge aus der
Fristentransformation. Zu gut deutsch: Die Banken leihen sich bei
den Notenbanken zu quasi Null Zinsen kurzfristig Geld aus und investieren diese
Gelder dann in (aus Sicht des Papier-Geldsystems) risikolose lang laufende
Staatsanleihen. Diese Staatsanleihen können dann wieder der Notenbank für quasi
Null Zinsen verkauft werden und das Spiel beginnt erneut. Mit dieser Maßnahme monetarisieren die Notenbanken praktisch die Verschuldung
des Staates und gleichzeitig wird den Banken über diese Zins-Arbitragegeschäfte
eine sprudelnde Geld-Quelle eröffnet. Wenn man einen Schritt weiterdenkt, dann wird man
zu der Erkenntnis geraten, dass die Notenbanken ihre Zinsen in absehbarer Zeit
gar nicht stark nach oben treiben können. In diesem Fall würde die
Zins-Arbitrage zusammenbrechen und mit ihr der aktuelle Kurs der angekauften
Staatsanleihen. Man würde mit dieser Maßnahme erneut das Banken-System
gefährden. Bezüglich der finanziellen Lage der privaten
Haushalte ist das Verhältnis der Wohnimmobilien-Preise zum verfügbaren
Haushaltseinkommen bezogen auf das Jahr 1999 für die drei Boom-Länder USA,
Großbritannien und Spanien interessant: Während in den USA der Wert Ende 2006
20 Prozent über den Stand von 1999 lag, ist er in Spanien in 2007 um 50 Prozent
gestiegen und in Großbritannien sogar zum Anfang des Jahres 2008 um 75 Prozent.
In der Zwischenzeit sehen wir eine besonders scharfe Korrektur in
Großbritannien und auch in den USA. Aber nur für die USA scheint sich die Kurve
wieder langsam dem Wert des Jahres 1999 anzunähern. Die Entwicklung der Immobilien-Kredite in den USA
gibt immer noch Anlass zur Sorge. Am Anfang dieses Jahres sind bereits 25
Prozent aller Subprime-Kredite mit mindestens 30 Tagen im Zahlungsverzug. Aber
auch die Rate bei den Prime-Krediten hat sich innerhalb der letzten Jahre auf
knapp 7 Prozent mehr als verdreifacht. Der deutsche Immobilien-Markt verläuft demgegenüber
(noch) in ruhigen Bahnen. Die Preise für gebrauchte Immobilien haben sich
innerhalb der letzten acht Jahre um durchschnittlich sieben Prozent verringert.
Eine mächtige Negativ-Rendite, denn man muss die Inflations-Rate der letzten
acht Jahre in diese Betrachtung noch integrieren. Wir sprechen hier realistisch
von einer Negativ-Rendite von 25 bis 30 Prozent. Das Engagement deutscher Banken im ehemaligen
Ostblock summiert sich nach Angaben des Berichts auf knapp $130 Mrd. Das ist
zwar vergleichsweise wenig, wenn man dies in Relation zu Ländern wie Österreich
setzt, deren Banken vergleichsweise noch stärker engagiert sind. Wenn man diese
Zahl aber auf die deutschen Haushalte herunterrechnet, dann stecken
Vermögenswerte von EUR 4.000 pro Haushalt im Ostblock. Ob die Haushalte dieses
Geld jemals wieder sehen werden, bleibt fraglich. Die Problem-Papiere des letzten Jahres, wie Commercial/Residential Mortgage Backed Securities (CMBS/RMBS) und
CDOs sind aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit wieder
verschwunden. Obwohl laut Zahlen der Bundesbank die MBS-Papiere
seit Januar 2007 knapp 35 Prozent ihres Marktwertes verloren haben und die CDOs sogar knapp 55 Prozent. Derzeit stützen die
Notenbanken mit dem Ankauf dieser Papiere den Markt und damit auch das Banken-
und Versicherungs-System. Die Probleme sind allerdings nicht verschwunden. Der Stabilitätsbericht schließt mit einer Chronik
der Finanzkrise, die bereits Ende des Jahres 2006 mit dem Einbruch des US-Immobilienmarkts mit deutlich
steigenden Ausfallraten bei Subprime-Hypotheken und fallenden Wertpapierpreisen
(insbesondere Asset Backed Securities) begonnen hatte. Das letzte
verzeichnete Ereignis war die Insolvenz des US-Mittelstandsfinanzierers CIT
nebst einer weiteren Kapitalzuführung an die HRE i.H.v.
EUR 3 Mrd durch den deutschen Banken-Rettungsfonds.
Diese Chronik muss wohl im nächsten Bericht fortgeschrieben werden. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Wenn das Gold-Kartell mit ausreichend 400oz-Barren
ausgestattet ist, dann kann es seine Arbeit auch ordentlich im Interesse der
Auftragsgeber machen. Man sucht sich immer wieder gezielt bestimmte
Zeitpunkte aus, an denen man zuschlagen möchte. Heute waren die besser als
erwarteten Zahlen zum Verbraucher-Vertrauen der Anlass. Dabei sah es am Vormittag noch nach einer kräftigen
Erholung beim Gold-Preis aus. Zum Londoner A.M. Fix stand Gold bei $1.140,00
(EUR 771,73) und damit $14 höher als noch am
Donnerstag. Mit Eröffnung der New Yorker COMEX ging es dann aber
stetig abwärts. Gegen 16:00 Uhr MEZ hatte Gold zum P.M. Fix mit $1.124,00 (EUR
768,07) bereits $16 gegenüber dem Vormittags-Fix
abgeben müssen. Das erfordert eine massive Position an physischem Gold, welche
in den Londoner Markt eingeschleust wurde. Unterstützt wurden diese Aktionen
durch eine massive Dollar-Hebung. Nach dem P.M. Fix wurde Gold handstreichartig um
weitere fünfzehn Dollar gedrückt und hat dabei die Marke von $1.110 berührt. Zum Ende des Handels an der COMEX konnte sich Gold
wieder leicht auf $1.118 befestigen und geht aus dieser Woche mit einem
Gesamtverlust von $51. Legt man den COMEX-Schlusskurs
vom letzten Donnerstag zugrunde, dann beträgt der
Verlust $99. Während über uns ein wahrer Bomben-Teppich an Lügen
und Propaganda von einer sich angeblich erholenden Wirtschaft und dem drohenden
Klima-Kollaps heruntergeht, brennt es in Rom lichterloh. Beispiel Griechenland: Hier geht es um nichts
anderes als um die Verlängerung der Lebensdauer des Euros. Angela Merkel will
die Scheckbuch-Diplomatie seines Vorvorgängers Helmut Kohl fortsetzen und
Griechenland herauskaufen. Aber im Gegensatz zu der Zeit von Helmut Kohl ist
der heutige Deutschland-Scheck nicht mehr gedeckt. Deutschland selbst ist schon
von den Krebsgeschwüren seines maroden Banken-Systems innerlich total
zerfressen. Das will die heutige Riege von Teflon-Politikern allerdings nicht
wahrnehmen. So lassen sie jegliche Kritik an ihrem Vorgehen und an sich abprallen.
Nach der Devise - wer mich nicht aus dem Amt prügeln kann, den werde ich auch
ignorieren. Aber die nächsten kranken Männer warten schon; und sie werden immer
größer und hungriger und schließlich too-big-to-bail:
Erst Griechenland, dann Irland, als nächstes Spanien und dann vielleicht noch
Italien, wenn der Euro solange halten sollte. Das Euro-System ist ein Trümmerhaufen; und das nach
nur wenigen Jahren Währungs-Union. Beispiel Dubai: Hier laufen gerade die letzten
Galeeren des britischen Banken-Imperiums auf den Treibsand der
großmannssüchtigen Wüstensöhne auf. Das Vernichtungs-Potential wird durch eine
Kette von Derivate-Positionen noch um mehrere Zehnerpotenzen
verstärkt. Die Altersvorsorge von hunderttausenden von Europäern geht hier mit
dem neuen Turmbau von Babel den Bach herunter. Dabei ist das britische Pfund
schon jetzt die am meisten von der Regierung unter Mithilfe der Notenbank
gefälschte Währung. Was soll also diese Goldpreis-Drückung? Will man
uns wirklich für so dumm verkaufen, dass wir nicht merken sollen, dass Rom
bereits in Flammen steht. Wo wir Rauch wahrnehmen, muss auch Feuer sein. Der US-Dollar (USDX) hat sich heute um weitere 0,5
Punkte auf 76,6 befestigt. Von den Einzel-Währungen waren der Yen, gefolgt von Euro und
Schweizer Franken am stärksten von dem Rückgang betroffen. Die monetäre
Viererbande, bestehend aus FED, EZB, BoJ und BoE
funktioniert im Falle des drohenden Untergangs immer noch reibungslos. Es gibt
ja auch einen gemeinsamen Feind, den man aufs ärgste bekämpfen muss: Gold. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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