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Bericht für den 16. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Zu viele industrielle Komplexe Die Verflechtung von industriellen Interessen mit
der Politik wird langläufig als industrieller Komplex bezeichnet. Als erstes hat der Soziologe Charles Wright Mills
im Jahre 1956 den Begriff militärisch-industrieller Komplex geprägt.
Auslöser war die gegenseitige Verflechtung von Politik, Militär und
Rüstungs-Industrie zu Zeiten der Präsidentschaft von Eisenhauer. Eisenhauer war
ja selbst ein hoher Vertreter des Militärs während des Zweiten Weltkrieges
gewesen. Diese Verflechtung machte sind in Deutschland mit der
Starfighter-Affäre unter dem damaligen Verteidigungs-Minister Franz-Josef
Strauß zum ersten Mal bemerkbar. Die terroristische Baader-Meinhof-Bande begründete
ihre Terror- und Mordanschläge auf Vertreter von Politik, Justiz, Industrie und
Bankenwelt mit dem Kampf gegen den militärisch-industriellen Komplex. Als nächstes prägte DER SPIEGEL den Begriff des medizinisch-industriellen
Komplexes, um die gegenseitige Verflechtung zwischen Politik,
Ärzteschaft, gesetzlichen Krankenversicherungen und der Pharma-Industrie zu
kritisieren. Dieses Kartell hat es über Jahrzehnte geschafft, einen immer
größeren Anteil des Bruttoinlands-Produkts für seine Zwecke zu konsumieren, ohne
dass die Qualität und Effizienz der Gesundheits-Versorgung verbessert wurde. Dem medizinisch-industriellen Komplex sehen wir uns
jetzt wieder verstärkt bei künstlich hervorgerufen Hysterien wie der
Schweine-Grippe ausgesetzt. Dieses Vorgehen ist typisch für industrielle
Komplexe, um ihre Machtbasis weiter auszudehnen und Kritik an ihrem
Gesamt-Geflecht im Keim zu ersticken. Den Begriff sozialpolitisch-industriellen Komplex habe ich im
Rahmen meiner Berichte geprägt, um auf die meines Erachtens bereits mächtigste
Verflechtung von Politik, Sozialverbänden, Gewerkschaften und sogenannten
Minderheiten-Vertretern aufmerksam zu machen. Der sozialpolitisch-industrielle
Komplex hat es die letzten Jahre geschafft, den medizinisch-industriellen
Komplex vom Platz eins des Anteils am Bruttoinlands-Produkts auf den zweiten
Rang zu verdrängen. Beide Bereiche konsumieren inzwischen die Hälfte
des deutschen Bruttoinlands-Produkts für ihre Zwecke. Während der medizinisch-industrielle Komplex jedoch
pseudo-wissenschaftliche Gründe für seine Ausdehnung erfindet, die schwerlich
für Laien widerlegbar sind, muss sich der sozialpolitisch-industrielle Komplex bereits
wegen der erkennbaren Ungerechtigkeit seines Vorgehens faschistischer
Repressalien bedienen. Das Repertoire umfasst Denk- und Redeverbote im Form der
sogenannten Political Correctness,
die Bespitzelung und Ausraubung der Leistungs-Träger der Gesellschaft, sowie
die unter Quarantäne-Stellung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, um diese
vor berechtigter Kritik zu schützen. Einen neuen Begriff muss man nun für die verstärkt
verbreitete Klima Hysterie prägen. Auch hier gibt es massive Verflechtungen
zwischen Politik, Umwelt-Lobby Gruppen wie Greenpeace und deren Industrien. Das
Magazin ef hat hierfür den Begriff des ökologisch-industriellen
Komplexes geprägt. Auch dieser Gruppe geht es um nichts anderes, als
einen immer größer werdenden Anteil an dem Bruttoinlands-Produkt zu konsumieren.
Seien es nun Öko-Steuern oder die Zwangsabgaben auf den Strompreis in Form des
Gesetzes über erneuerbare Energien (EEG). Diese diversen industriellen Komplexe sind wie die
Hydra, das neunköpfige schlangenähnliche Ungeheuer der griechischen Mythologie.
Erschlägt man einen Kopf, dann wachsen zwei neue nach. Konkret heißt das: Nicht nur, dass jede Kritik wie
Teflon an den Vertretern abprallt. Nein, die massive Gegenoffensive gegen die
Kritik Übenden macht das Ungeheuer nur noch stärker. Wie können wir uns nun zur Wehr setzen? Die erste
Phase umfasst, dass ein Großteil der Bürger verstehen muss, dass diese Gruppen
nicht im Interesse der Bürger, sondern lediglich in ihrem eigenen Interesse
agieren. Dazu können wir auf die System-Medien wie Presse, Funk und Fernsehen
nicht bauen, weil die Vertreter der diversen industriellen Komplexe fast ausschließlich
Talk-Shows, Diskussions-Runden, Kommentare und die Berichterstattung
beherrschen. Die System-Medien sind zu Transmissions-Riemen dieser
Interessens-Gruppen verkommen: Die von ihnen veröffentlichte Meinung entspricht
nicht der öffentlichen Meinung. Ein hervorragendes Beispiel, wo dies an die
Oberfläche kam, war die Schweizer Abstimmung zum Minarett-Verbot. Wenn ein Großteil der Bürger das Treiben der
industriellen Komplexe durchschaut hat, dann ist es Zeit für die Phase 2. Die
Gruppen sind wegen ihrer Größe eigentlich nur an einem Punkt tödlich zu
verletzen: Bei ihrer Geld-Versorgung. Es muss also das Ziel sein,
beispielsweise Öko-Steuern und andere Abgaben abzuschaffen. Oder die
Steuer-Quote zu reduzieren, so dass das Sozial-System trockengelegt wird. Ein Staatsbankrott wäre sicherlich die einfachste
Möglichkeit, denn diese Gruppen hängen im Wesentlichen an der Staats-Zitze. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Gold konnte sich heute im Vorfeld der erst nach
Schluss der Märkte anstehenden Entscheidung des Offenmarkt-Ausschusses der FED
(FOMC) befestigen. Während im asiatischen Handel heute früh Gold noch
um den gestrigen New Yorker Schlusskurs schwankte, ging es mit Beginn des
Londoner Vormittags-Handels von nun ab stetig bergauf. Der A.M. Fix wurde mit
$1.134,00 (EUR 778,69) festgestellt. Ein Zuwachs von $19 im
24-Stundenvergleich. Eine halbe Stunde vor Beginn des Handels an der
COMEX wurde Gold wieder auf $1.130 gedrückt und konnte dieses Niveau halten.
Erst der P.M. Fix mit $1.137,50 (EUR 780,18) schien die Markt-Teilnehmer
überrascht zu haben. Ein Versuch, im Anschluss an den starken P.M. Fix
Gold über die Marke von $1.140 zu heben, misslang allerdings. In der Folge
bröckelte Gold wieder leicht ab, und der letzte Kurs an der COMEX wurde mit
$1.134,70 festgestellt. Es ist nun 20:15 Uhr MEZ und die Entscheidung der
FED wurde verkündet: FED: Businesses
are still cutting back on fixed investment FED: Business
remain reluctant to add to payrolls FED: Will
maintain the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent FED: most
of the Federal Reserves special liquidity facilities will expire on February
1, 2010 Nach der Zins-Entscheidung der FED um 20:15 Uhr MEZ
ist Gold zwar von $1.135 auf $1.130 gefallen, konnte sich aber nach dem
Einbruch wieder auf das Ausgangs-Niveau stabilisieren. Der US-Dollar Index ist heute leicht um 0,1 Punkte
auf 77,0 gestiegen. Unverändert blieben dahingegen die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes mit 3,6 Prozent sowie der Quotient aus dem USDX und den Renditen
mit 21,4. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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