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Bericht für den 10. März 2010 Gold & Gesellschaft: Der europäische Verzweifelungsfond Die
Zeitbombe beim Euro tickt: Anstatt eine florierende Gemeinschaft der
europäischen Staaten mit einem Binnenmarkt so groß wie in den Vereinigten
Staaten zu schaffen, hat man ein Paradies für Faule und Lahme geschaffen
– Hartz IV für die europäischen Südstaaten. Und wie
wir das vom Sozialstaat her kennen, wird die Zahl und das Anspruchsdenken der
hungrigen Mäuler immer größer. Die zahlenden Völker merken dabei überhaupt
nicht, wie ihnen systematisch das Fell über die Ohren gezogen wird. Sei es über
die Anhäufung innereuropäischer Schulden bei den Notenbanken der
Überschuss-Länder oder in den Alters- und Vorsorgeprodukten der verbliebenen
Produktiven, die mit Staatsanleihen der PIIGS-Staaten
kontaminiert sind. Anstatt
mit dem Euro eine Seilschaft zu schaffen, bei der man zusammen unter gleich
hohem Aufwand aufsteigt und sich gegenseitig absichert, ähnelt die
Staaten-Gruppe eher einer aufgebauten Domino-Kette. Dabei können selbst die
kleinsten Elemente die Kette zum Umfallen bringen und auch die großen Staaten
mitreißen. Mit der
Gründung unseres derzeitigen Währungssystems nach dem Zweiten Weltkrieg wurde
für in Not geratene Staaten der Internationale Währungsfond (IWF) geschaffen.
Im Prinzip funktioniert der IWF wie ein Feuerwehrfond, welcher in
Zahlungsschwierigkeiten geratenen Staaten Überbrückungs-Kredite gibt, damit
diese zahlungsfähig bleiben. Denn in einer sich die letzten Jahre und
Jahrzehnte globalisierenden Welt sind Staaten von
bestimmten Vorprodukten wie Rohstoffen und Lebensmitteln abhängig. Können die
Staaten diese wegen Zahlungsunfähigkeit nicht mehr beschaffen, dann bricht
gegebenenfalls die Industrie und die Landwirtschaft zusammen und es kommt zu
Hungersnöten. In den
IWF haben die großen Industrienationen einen Teil ihrer Devisenreserven in Form
von Gold oder ihren konvertierbaren Währungen eingelegt. Die Summe dieser
Einlagen bildet einen Fond, aus dem Kredite an die betroffenen Staaten vergeben
werden können. Dieser
Fond hatte aber immer nur das Ziel, das betroffene Land aus einer temporären
Notlage zu retten. Der IWF stellte deshalb harte Auflagen, den Konsum (zu
Lasten fremder Länder) stark zu reduzieren; das heißt Importe runter und
Exporte rauf. Mit dem sich dann entwickelnden Export-Überschuss kann das Land
seine Kredite an den IWF zurückzahlen. Das
gefällt natürlich keiner Regierung. Denn Importe zu reduzieren heißt,
Lebensstandard aufzugeben. Und Exporte rauf heißt mehr und härter zu arbeiten.
Das kann Demonstrationen oder Unruhen hervorrufen. Aber die Alternative dazu
war, dass es überhaupt keine Importe mehr gab. So waren die Vertreter des IWF
immer in einer starken Verhandlungsposition. Natürlich
gefällt dies den weltweit operierenden Gutmenschen nicht, die in jedem
erreichten Lebensstandard eine nicht mehr verhandelbare Errungenschaft sahen.
Deshalb wurde der IWF vielfach auch als Ausbeuterfond beschimpft. Wenn die
EU-Mitgliedsländer nun ein ähnliches Instrument aufbauen wollen wie der IWF, dann
muss man berücksichtigen, dass Deutschland, Frankreich, Holland und andere
Länder schon eine große Menge an ihren Devisenreserven dem IWF zur Verfügung
gestellt haben. Man müsste also zusätzliches Geld in einen solchen europäischen
Fond einschießen. Der
zweite Punkt ist, dass dieser Fond dem betroffenen Land in ähnlich strenger
Auslegung wie beim IWF nur dann helfen könnte, wenn die Importe kräftig
abgesenkt und die Exporte gesteigert würden. Denn das Ziel ist ja,
Exportüberschüsse zu erwirtschaften, um das geliehene Geld zurückzahlen zu
können. Es ist
aber ausdrücklich nicht das Ziel eines solchen Fonds, eine soziale
Errungenschaft wie einen frühen Renteneintritt mit hohen Zahlungen oder einer
großen Zahl von Staatsbediensteten zu erhalten. Aber
genau das scheint die Intention des europäischen Rettungsfonds zu sein, wenn
man zwischen den Zeilen der Politiker-Verlautbarungen lesen kann. Das macht
aber aus einem solchen Fond ein Fass ohne Boden – weil das Geld schnell
vergeben sein wird und die Einzahler immer größere Beträge werden nachschießen
müssen. Dieser
europäische Fond wäre also die Fortsetzung der Alimentierung des
Lebensstandards der Südstaaten zu Lasten der Überschüsse produzierenden Staaten
im Norden. Kein Rettungsfond also, sondern eine weitere
Gelddistributions-Maschine. Die derzeitige Situation würde sich also für die
Spareinlagen der Deutschen und Franzosen nicht verbessern, sondern zunehmens verschlechtern. Weil frisches (gutes) Geld zur
Stabilisierung des alten (schlechten) Geld verwendet würde. Im
Prinzip ist dieser Fond also nichts anderers als ein Bailout durch weitere Geldzahlungen an Griechenland oder
die anderen PIIGS. Insbesondere Angela Merkel muss ihren Bürgern erklären,
warum Kindergärten und Schwimmbäder geschlossen werden müssen und der deutsche
Rentner mit weit weniger als 50 Prozent seines letzten Einkommens erst mit 67
in Rente gehen darf, während in anderen Ländern mit unseren Geldern deren
soziale Errungenschaften verteidigt werden. Es gibt
dafür keine Erklärung – deshalb ist dieser Fond eine weitere
Verzweifelungstat von Merkel & Co, um die schon längst gestorbene
europäische Elitenidee aufrecht zu erhalten. Diese neue Initiative ist genauso
wie ein direkter Bailout gegen das Interesse des
deutschen Volkes gerichtet. Sie wird deshalb genauso wie ein versteckter oder
offener Bailout das Ende dieser unseligen
Bundeskanzlerin einläuten. Da kann
die bankenfinanzierte Systempresse nebst ihren angeblichen
Wirtschaftswissenschaftlern auch noch soviel Pseudo-Argumente anbringen, wie
sie wollen. Der
europäische Rettungsfond ist und bleibt nichts anderes als ein europäischer
Verzweifelungsfond. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Der
heutige Tag verlief aus Sicht des Goldes eigentlich relativ positiv. Bis zu dem
Zeitpunkt, als die New Yorker COMEX ihre Pforten eröffnete. Dann drehte Gold
das erste Mal am heutigen Tag in den negativen Bereich. Der A.M.
Fix kam heute mit $1.124,50 (EUR 827,63) zwar nicht so stark zustande, wie die
Entwicklung im asiatischen Markt es erahnen ließ. Aber Gold war noch wenige
Dollar im Plus. Zum
Nachmittag drehte sich dann die Situation – aber noch relativ langsam.
Zum P.M. Fix mit $1.120,50 (EUR 822,69) stand Gold nun bereits wenige Dollar im
Minus. Innerhalb einer Stunde konnte sich Gold dann um fast sieben Dollar
befestigen, bevor dann plötzlich der Preis innerhalb einer Stunde um $25
absackte. Ein Blick
auf die diversen Devisenkurse – negativ. Der Euro war gegen den US-Dollar
sogar noch stabil. Ein Blick auf andere Rohstoffe wie Öl – negativ. Öl
konnte einen halben Dollar zulegen. Auch Platin stieg trotz eines kräftigen
Rücksetzers um dieselbe Zeit im Tagesverlauf auch noch leicht an. Nur der
kleine Bruder von Gold, das Silber wurde wieder einmal stärker in Mitleidenschaft
gezogen als das Gold selbst. Der Grund
ist wohl in der heutigen Versteigerung der 10-jährigen Treasury Notes zu
suchen. Diese stellen für die gesamte Finanzwirtschaft den Benchmark
dar, zu dem Zinsen für langfristige Darlehen und Investitionen berechnet
werden. Ein schlechter Versteigerungserlös bedeutet einen niedrigen Kurs für
diese Anleihen und demnach eine hohe Realverzinsung. Da alle
anderen Rohstoffe stabil blieben oder sogar im Preis stiegen und die
Aktienmärkte zumindest stabil blieben, kann es sich bei dem heutigen Einbruch
bei Gold nur um eine gezielte Preisdrückung von JP Morgan, HSBC, Deutsche Bank
& Co gehandelt haben. Die Furcht der Vertreter des Papiergeldes vor Gold
scheint doch größer zu sein, als was uns manche weismachen wollen. Gold
beendete den Handel an der COMEX mit $1.107,80 um $14 niedriger als gestern.
Wir haben zwar schon weit intensivere Drückungen des Gold-Kartells gesehen.
Aber die heutige war effektiv, denn sie wurde selbst bei einem sinkenden
Dollar-Kurs durchgeführt. Insoweit erwischte es Gold in Euro gesehen noch
stärker. Der USDX
reduzierte sich heute um 0,1 Punkte auf 80,4. Und die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes verharrten erneut bei 3,7 Prozent. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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