
|
Bericht für den 2. September 2010 Warten auf die morgigen Zahlen Die Märkte verharrten heute in erwartungsvoller
Starre – denn freitags werden kurz nach Eröffnung des Handels an der New
Yorker COMEX die Arbeitsmarktzahlen für den Monat August verkündet. Nun ist es
nicht so, dass die Zahlen bis zur offiziellen Verlautbarung strikt gehütete
Geheimnisse seien. Denn sowohl die US-Regierung als auch die Notenbank kennen
die Ergebnisse bereits. Und damit auch JP Morgan und Goldman Sachs als
Erfüllungsgehilfen des US-Schatzamtes und der FED. Vor diesem Hintergrund ist auch die heutige
Marktentwicklung zu sehen: Ruhe vor dem Sturm so scheint es. Gab es gestern
noch ein liquiditätsgetriebes Feuerwerk, so kehrte
heute etwas Lethargie ein. Sowohl der US-Dollar als auch die Realrenditen der
10-jährigen US-Staatspapiere veränderten sich nicht. Der US-Aktienmarkt trat
praktisch auf der Stelle. Dafür hat es Gold erneut versucht, die Marke von
$1.250 zu nehmen. Nach einigem Auf und Ab gelang dies schließlich mit einem
Schlussstand an der COMEX von $1.252. Auch die Weißen Edelmetalle tendierten im
positiven Terrain. Platin gewann knapp $20, Palladium legte erneut $6 zu und
auch Silber nähert sich mit einem Plus von 30 Cent immer mehr der Marke von
$20. Nachdem Gold gestern Abend im New Yorker Access
Handel leicht unterhalb der Marke von $1.245 schloss, konnten
diese Verluste im heutigen asiatischen Handel wieder wettgemacht werden. Mit
Beginn des Londoner Vormittag-Handels kamen dann noch zwei bis drei US-Dollar
hinzu, so dass der A.M. Fix mit $1.247,75 (EUR 972,22) festgestellt wurde. Ein
leichtes Minus im Vergleich zum gestrigen Tag. Zu Beginn des Handels an der COMEX wurde erneut
erfolglos probiert, die Marke von $1.250 zu nehmen. Der erste Versuch schlug
zumindest fehl. Eine Stunde später erreichten die Händler bereits einen Stand
von $1.253. Der kurz darauf folgende P.M. Fix mit $1.248,50 (EUR 975,16) führte
jedoch wieder zu einem kleinen Einbruch. Man war jedoch der Marke noch immer sehr nahe.
Deshalb probierte man es nun in einem dritten Anlauf, der erneut bei $1.253
gestoppt wurde. In der Folge fiel Gold wieder unter die Marke von $1.250.
Allerdings nur kurzzeitig, da der dann folgende Aufwärtstrend kontinuierlich
bis zum Schluss der COMEX bei $1.252 endete. Die Abwehrschlacht ist heute wegen
der penetranten Angriffe der Händler für das Gold Kartell verloren gegangen. Was morgen drohen wird, wissen wir nicht: Im
Allgemeinen wird Gold bei schlechten Arbeitsmarktdaten gedrückt und es kann morgen
eigentlich nur schlechte Zahlen geben. US-Öl hat sich dem Trend der Weißen Edelmetalle
angeschlossen und ist heute mit $75 um einen Dollar angestiegen. Wichtige Marktdaten im Überblick
©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2010 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||