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Bericht für den 21. Juli 2010 Gold & Gesellschaft: Grundschuldsklaventum Des Deutschen
liebstes Kind neben dem Auto ist es, sich selbst Eigentümer der eigenen vier
Wände nennen zu dürfen. Die Argumentation klingt dabei auch ganz schlüssig:
Anstatt jahrzehntelang Miete seinem Wohnungs- beziehungsweise Hausbesitzer
abführen zu müssen, könnte man dieses Geld doch viel besser in eine
selbsterworbene Immobilie stecken. Zuerst
muss man sich jedoch im Klaren sein, dass man mit dem Erwerb einer Immobilie zu
einem Investor nebst Konsumenten wird. Als Mieter ist man schließlich zwar auch
Konsument, denn das Wohnbedürfnis gehört neben der Ernährung zu den elementaren
Konsum-Bedürfnissen des Bürgers. Aber als Investor obliegen einem besondere
Pflichten, über deren Risiken man sich im Vorfeld informieren muss. Den
ersten Fehler, den Viele dabei begehen ist, die Zinslast aus dem Kredit der
eigenen vier Wände mit der derzeit bezahlten Miete zu vergleichen. Vielfach
wird nicht berücksichtigt, dass man nur die Netto-Miete (ohne Nebenkosten) mit
der Zinslast des Eigenheims aufrechnen kann. Hinzu kommen für den Eigentümer
aber noch Zusatzkosten wie Verwalter-Vergütungen und Rücklagen für
Renovierungen. Diese Beträge können monatlich um mehr als 100 Euro über den
derzeitigen Nebenkosten als Mieter liegen. Hinzukommt
das Risiko einer besonders ausgabefreundlichen Eigentümer-Gemeinschaft.
Vielfach gibt es dort die Prestige-Tussis, selbst meist nicht arbeitend und
kinderlos und deshalb sehr auf Konsum und Außenwirkung der Wohnanlage
fokussiert. Da muss die Außenanlage schon standesgemäß wie der Botanische
Garten bestückt und gepflegt werden. Natürlich möchte man sich beim
Schneeschippen und beim Mülleimerherausstellen nicht die frisch manikürten
Finger schmutzig machen – also muss man hierfür einen Hausmeisterdienst
verpflichten. Da man sich selbst meist in dieser Gemeinschaft nicht die Blöße
des Sparschweins geben möchte, stimmt man zähneknirschend zu. Man ist ja
schließlich selbst Eigentümer – Opportunitätskosten nennt man solche im
Prinzip sinnlosen Ausgaben. Also kalkulieren Sie pro Monat noch einmal 50 Euro
für die besonderen Wünsche der Prestige-Tussis mit ein. Aus Ihren
derzeitigen Mietzahlungen von 1.200 Euro werden so eigentlich nur 1.000 Euro
netto und nach Abzug der Opportunitäts-Kosten als Eigentümer 850 Euro. Jetzt
kommt der nächste große Fehler, den Viele begehen: Man rechnet sich auf Basis
dieser 850 Euro aus, welches Objekt es nun sein darf. Bei 4 Prozent reicht es
zu einem Kredit von 255.000 Euro. Vor etlichen Jahren musste man noch das
Doppelte zahlen: Bei 8 Prozent Zinsen darf das Objekt dann nur noch die Hälfte
kosten. Nun muss
man als Investor eine Risiko-Abschätzung vornehmen. Auf welchen Stand wird das
Zins-Niveau in der Zukunft steigen. Geht es wieder in Richtung 8 Prozent, dann
wird sich zukünftig die Zins-Belastung verdoppeln. Und da sich
Immobilien-Preise immer invers zu dem Zins-Niveau
entwickeln, würde auch der Preis des eigenen Objektes mit den stark steigenden
Zinsen kräftig fallen. Oder es tritt ein Effekt ein, den wir in Südeuropa, den
USA und Großbritannien beobachten konnten: Das niedrige Zinsniveau hat zu einer
massiven Immobilien-Blase geführt, die trotz weiterhin niedriger Zinsen zu
stark fallenden Preisen führt. Es besteht also das Risiko, dass das eigene
Objekt nun weniger wert wird, als der ausstehende Kredit. In diesem Fall wird
die Bank wohl eine Nachschuss-Pflicht anordnen. Kann man dem nicht nachkommen,
dann muss das Objekt zwangsverkauft werden. Bislang
hat der Eigentümer keine wirtschaftlichen Vorteile gegenüber dem Mieter. Aber
eine Reihe von Risiken. Denn wir haben bislang nur die Zinslasten betrachtet.
Das Ziel eines jeden Käufers ist es jedoch, ab einem gewissen Zeitpunkt
mietfrei zu leben. Also muss er seinen Kredit tilgen. Der Mieter dagegen
versucht, auf andere Art und Weise, sein Geld anzusparen und zu vermehren, so
dass er im Alter damit beispielsweise seine Miete bezahlen kann. Für den
Eigentümer sind Ansparleistungen für die nächsten Jahrzehnte entweder schwierig
oder unmöglich – denn er muss ja seinen Kredit irgendwann einmal getilgt
haben. Da kann man auch eine Reihe von Fehlern machen. Könnte
der Eigentümer jährlich zwei Prozent der Kreditsumme von 200.000 Euro ansparen,
also 4.000 Euro pro Jahr oder 333,33 Euro monatlich, dann bräuchte er 50 Jahre,
um den Kredit zurückzuzahlen. Natürlich würde er sich eine Anlageform
aussuchen, die einen höheren Zinssatz als die Zinsen des Kredites
erwirtschaftet. Aber selbst bei 5 Prozent Verzinsung dauert es immer noch 25
Jahre, bis die Kreditsumme erwirtschaftet ist. Berücksichtigt man, dass er
Kapitalertrags-Steuer auf diese Erträge zahlen muss, dann müsste er sogar 6,3
Prozent jährlich erwirtschaften. Vor mehr
als 10 Jahren kamen findige Versicherungs-Vertreter auf die Idee, den Kredit endfällig
mit der Auszahlung einer Lebensversicherung zu verbinden. Wurden beispielsweise
8 Prozent Verzinsung berechnet, so war der Kredit dann nach 20 Jahren getilgt.
Aber es kamen die Probleme der Lebensversicherungen dazwischen und die wahre
Verzinsung lag dann nur noch bei 3 Prozent. Am Ende der 20 Jahre stand dann der
Eigentümer vor einer Deckungslücke von knapp 83.000 Euro. Viel
effektiver ist es, den negativen Zinses-Zinseffekt eines Annuitätendarlehens
auszunutzen. Mit zahlt eine gleichbleibende Rate, bestehend aus Zins- und
Tilgungssatz. Die Tilgungsleistungen reduzieren über die Zeit den ausstehenden
Kredit und nehmen so einen immer größer werdenden Anteil der monatlichen Zins-
und Tilgungsrate in Anspruch. Da die Verrechnung monatlich erfolgt, kann man
auf diese Art den Tilgungszeitraum auf gut 20 Jahre reduzieren. Aber auch hier
gilt: Das ist eine sehr lange Zeit mit sehr großen Risiken, die auf den
Eigentümer warten. Bedenken
Sie auch: Mit der Grundschuldbestellungs-Urkunde besitzt die Bank einen
jederzeit vollstreckbaren Titel gegen Sie – das ist wie ein
rechtsgültiges Urteil. Vielen ist nicht bewusst, dass die Bank selbst andere
Forderungen gegen Sie mit diesem Titel jederzeit vollstrecken kann. Wenn Sie
also Ihr Darlehen abbezahlt haben, löschen Sie die Grundschuld und lassen Sie
sich das Original dieser Urkunde von der Bank aushändigen. Am besten Sie
löschen die Grundschuld bei dem Notar, der diese Urkunde ausgestellt hat und
weisen ihn darauf hin, keinesfalls weitere Exemplare dieser Urkunde
auszustellen. Haben Sie
bislang trotzdem alles richtig gemacht, dann sind Sie mit dem Objekt möglichen
staatlichen Repressalien ausgeliefert. Bevor die Staatsabhängigen Jagd auf den
Staat und seine Repräsentanten wegen ausbleibender Staats-Knete machen, wird
der Staat versuchen, bei denjenigen etwas so holen, die noch Geld haben.
Immobilien-Besitzer sind wegen der Nichtbeweglichkeit ihres Vermögens und der
Registrierung in staatlich kontrollierten Verzeichnissen die ersten, die mit
solchen Repressalien zu rechnen haben. Der Staat wird dabei darauf spekulieren,
dass die Eigentümer zuletzt ihre Immobilie aufgeben werden. Aber viele andere
Vermögens-Werte haben sie sowieso während ihrer langen Grundbuch-Sklavenphase
meist nicht aufbauen können. Immer noch
Lust, selbst ein Grundschuld-Sklave zu werden? Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die
nächste kräftige Aufwärts-Entwicklung beim Gold steht anscheinend bevor. Der
Grund: Dennis Gartman, der vielgeschätzte
Markt-Kenner des Edelmetall-Sektors wechselt von der bullishen
Seite zu den Bears: Dennis Gartman said on CNBC's Fast Money that he made a bad call when he said
that gold is going to make a parabolic move higher. He explained that gold is making
new lows, and the up trend looks
like it's broken. Gold is also falling relatively to euro and British pound. He added that it
looks like the game has changed
and people are worried about deflation.
Inflation is not an issue any more,
and there are signs of the slowing
of the economy and the non-growth of the monetary base.
Dennis Gartman concluded that $1,260 has been the top, and he was wrong when he said
that it is
going to move higher. So wie Robert
Prechter mit seinen Deflations-Thesen und seiner
Elliot-Wellen-Theorie ganze Scharen seiner Anhänger-Schafe auf das
wirtschaftliche Schafott geschickt hat, genauso gehört Dennis Gartmann zu diejenigen, die bestenfalls als guter Kontra-Indikator für die weitere Preisentwicklung der
Edelmetalle herangezogen werden können. Aber
widmen wir uns den wirklichen Gründen für die Goldpreis-Entwicklung der letzten
Wochen zu. Da gibt es derzeit zwei bekannte Gründe, warum die Notenbanken einen
niedrigen Goldpreis benötigen: Über die Beweggründe der EZB habe ich ja bereits
die letzten Tage und Wochen ausführlich berichtet. Deren Handschrift, mit
Goldbarren im Londoner Markt die Preise zu drücken, ist ja fast unübersehbar. Der
zweite Kandidat ist die FED, die den Märkten bereits schon andeutet, dass zur
Rettung der Konjunktur zusätzliche Maßnahmen der Kategorie Quantitative Easing notwendig seien. Man bekommt durch staatlichen
Stimulus, dessen Grenzen der Verschuldung jetzt erreicht sind, einfach keinen
selbstragenden Aufschwung mehr hin. Zu sehr sind die Verbraucher in nicht mehr
tragbaren Verschuldungs-Orgien der Vergangenheit gefangen. Anscheinend möchte
man eine höhere Inflation wagen, nachdem die anderen Methoden nicht den
gewünschten Erfolg gebracht hatten beziehungsweise sich nur als kurzfristiges
Strohfeuer entpuppten. Sollte
die FED wirklich erneut in großem Maße die Geldschleusen öffnen, dann können wir
einen massiven Anstieg des Goldpreises erwarten. Die derzeitigen Aktionen der
EZB könnten also auch wohlwollend von der FED begleitet worden sein. Beide
haben ein vitales Interesse daran, dass der Goldpreis möglichst niedrig
gehalten wird. Der
Goldpreis stand heute früh im asiatischen Handel etwas unter Druck. In der
späten Vormittags-Phase konnte sich das gelbe Metall zwar wieder etwas
befestigen. Mit $1.191,25 (EUR 926,61) stand Gold zwar zehn Dollar höher als
noch zum gestrigen A.M. Fix, konnte aber das gestrige Schluss-Niveau an der
COMEX nicht ganz erreichen. Zum
frühen Nachmittag wurde im Rahmen einer weiteren Aufwärtsentwicklung versucht,
das Metall über die Marke von $1.200 zu heben. Das scheiterte jedoch. Während der
ersten Handelsstunden an der COMEX geriet Gold dann wieder unter Druck und
wurde in Richtung der Marke von $1.190 gedrückt. Der P.M. Fix kam mit $1.191,50
(EUR 930,50) auf diesem Niveau zustande. In den
letzten Handelsstunden der COMEX tat sich nichts Wesentliches mehr, so dass Gold
mit $1.192,60 (EUR 931,00) in etwa auf dem gestrigen Schlussniveau aus dem
Handel ging. Im
Anschluss ging das Gold-Kartell im Access Handel kräftig gegen Gold vor und
drückte das gelbe Metall innerhalb von Minuten um zehn Dollar. Kommentare des FED-Chairman Ben Bernanke vor dem
Kongress mit dem Tenor, dass die FED alles in ihrer Macht nötige tun würde, um
den Aufschwung in den USA aufrechtzuerhalten, wurden von den Finanzmedien als
goldnegativ interpretiert. In Wirklichkeit deuten sie aber in Richtung weiterer
massiver Geldausweitungs-Maßnahmen der FED. Das ist goldfreundlich. Auch der
US-Dollarindex ist daraufhin um 0,6 Punkte auf 83,3 gestiegen mit gleichzeitig
steigenden Kursen (d.h. um 0,1 Prozent fallenden Real-Renditen) der 10-jährigen
Treasury Notes. Der von mir ermittelte Quotient aus beiden Werten stieg stark
auf 28,7 an. Wir
nähern uns langsam der Stunde der Realität. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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