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Mythen über Gold Kritikpunkte und falsche Argumente gegen Gold Mit der Einführung des Kredit-Geldsystems sind Banker und Politiker eine Allianz eingegangen: Die Banker erzeugen Geld aus dem Nichts, damit die Politiker ihre Wohltaten ohne Steuererhöhungen an ihr Wahlvolk verteilen können. Und die Banker können mit dieser Macht über das Geld immer größere Teile der Real-Wirtschaft unter ihre Kontrolle bringen. In dieser Konstellation ist es nicht verwunderlich, wenn Gold als natürlicher Feind der Politiker und Banker in der Öffentlichkeit verunglimpft wird. Nachfolgend setzen wir uns mit den häufigsten angeführten Argumenten gegen Gold auseinander.
Mythos
1: Gold erwirtschaftet keine Zinsen
Mythos 3: In einer Deflation ist Gold ein schlechtes Investment In einem Kredit-Geldsystem, wie wir es heute haben, muss Geld Zinsen erwirtschaften. Das heißt die Geldmenge muss kontinuierlich wachsen, da die Zinsen für das bisher ausgegebene Kredit-Geld nur durch neuen Kredit (d.h. weitere Verschuldung) bezahlt werden können. Eine Deflation im Kredit-Geldsystem ist deshalb nicht möglich, weil die für das System erforderlichen Zinszahlungen sonst nicht mehr geleistet werden können. Unter Deflation wird fälschlicherweise heutzutage eine Verringerung des Preis-Niveaus von Gütern (Lebensmittel, Dienstleistungen, Rohstoffe etc) gegenüber dem Kredit-Geld verstanden. Wird in einem Kredit-Geldsystem die zum Warenaustausch zur Verfügung stehende Geld-Menge knapp, dann sinken die Preise der Güter. Das kann z.B. dadurch passieren, dass das eigene Haus oder die besitzten Aktien an Wert verloren haben. Wurden Haus und Aktien auf Kredit finanziert und ist der Wert dieser Assets nun niedriger als der Kredit, dann wird Kredit-Geld vernichtet.Mit der Lehman Brothers Krise im September 2008 wurde eine Situation ausgelöst, wo Kredit-Geld knapp wurde. Die Gold-Preisentwicklung des Jahres 2008 hat jedoch gezeigt, dass Gold trotz der Knappheit des Kredit-Geldes indifferent gegen die Deflation ist. Im Jahre 2008 hat Gold einen Höchstand von $1.000 erreicht, während Gold an keinem Tag des Jahres 2008 das Niveau von $700 unterschritten hat. Wobei Gold schon vor der Bear Stearns Krise auf einem Niveau von unter $900 tendiert hat. Der Unterschied zwischen Gold und anderen Assets liegt in der Art und Weise, wie diese Assets bezahlt wurden. Die anderen Assets waren in großem Maße mit Kredit-Geld finanziert, was plötzlich knapp wurde und deshalb zum massiven Abverkauf der Positionen geführt hat. Gold steigt deshalb auch in einer Deflations-Phase gegenüber den anderen Assets (Aktien, Rohstoffe, Waren/Dienstleistungen) und kann sich gegenüber dem (knapp gewordenen) Papier-Geld behaupten. Da das Kredit-Geldsystem nur mit massiven Gelddrucken vor einer Implosion gerettet werden kann, schützt Gold das Vermögen vor der sich dann anschließenden Inflation. Mythos 4: Gold steigt nur wenn der Dollar fällt und ist deshalb für Euro-Investoren uninteressant Die Korrelation zwischen Goldpreis und US-Dollar im Vergleich zum Euro konnten wir wirklich im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2005 feststellen. Während Gold von unter $300 auf über $450 gestiegen ist, verharrte es in einer Bandbreite von EUR 300 bis EUR 350. Erst der Durchbruch der Marke von EUR 350 im Jahr 2005 hat zu einem nachhaltigen Anstieg des Gold-Preises in Euro gerechnet geführt. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat sich der Preis von Gold in Euro in etwa verdoppelt (unterhalb von EUR 700), während sich der US-Dollar in etwa auch verdoppelt hat. Dass ein Gold-Investment im Euro-Raum uninteressant sei, lässt sich seit dem Jahr 2005 also nicht nachweisen. Vielmehr ist das Gegenteil wahr: Gold steigt in ähnlicher Größenordnung auch in anderen wichtigen Währungen neben dem US-Dollar.
Mythos 5: Gold ist bereits zu teuer Das Merkmal von Gold ist die Kaufkraft-Erhaltung. Um die Frage beantworten zu können, ob Gold nun tendenziell zu teuer sei, muss man die Kaufkraft des US-Dollars heute mit der Kaufkraft vor einigen Jahren in Beziehung setzten. Würde man die vom BLS offiziell ausgewiesene Inflationsrate ansetzen, dann würde heute eine Unze Gold auf Basis des Höchstandes des Jahres 1980 ca 2.300 Dollar kosten. Unabhängige Analysten wie John Williams auf seiner Seite http://www.shadowstats.com bezweifeln die offiziell ausgewiesenen Inflationszahlen des BLS und gehen von wesentlich höheren Inflationsraten seit Mitte der 80er Jahre aus. Würde man diese Zahlen als Grundlage der Berechnung nehmen, dann müsste wohl der heute Gold-Preis im Bereich $7.000 bis $10.000 liegen. Gold ist eher als spottbillig zu bezeichnen und nähert sich erst bei einem Preis von $5.000 der Marke an, wo es vielleicht zu teuer wird. |