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Bericht für den 27. Januar 2012 Aus der Welt der Elliott-Wellen Idioten Wo stehen wir beim Gold im Wochenvergleich –
trotz eines zweitägigen FED-Meetings: Bei $1.731,30
(EUR 1.312,67) zum COMEX-Schluss. Im Vergleich zum COMEX-Schluss der letzten Woche ($1.663,70 / EUR 1.286,46)
ein Anstieg von $68 beziehungsweise 26 Euro. Wer hätte das gedacht – insbesondere die
relative Stärke des Euros im Vergleich zum US-Dollar. Jedenfalls verstehen die Elliott-Wellen Idioten in
ihren Foren bereits, dass der Kurs des gelben Metalls nicht nur der
Charttechnik gehorcht. Aber deren Vermutung, dass Gold in dieser Woche wegen
des Treffens des Offenmarktausschusses der FED (FOMC) nicht davonlaufen würde,
hat sich auch als Fehlschluss herausgestellt. Der entsprechende Foren-Eintrag
wurde jedenfalls nachträglich gelöscht – nicht dass Zweifel an einer im
Kern für manipulierte Märkte nicht zutreffenden Theorie aufkommen. Der ganze Themen-Komplex Goldpreis-Prognosen ist
einer der schwierigsten der verschiedenen Asset-Klassen.
Er lässt sich nicht so einfach an Kreditgeld-Verfügbarkeit festmachen wie die
Aktien-Märkte. Er ist anders als andere Rohstoffe und Edelmetalle, da relativ
preisstabil im deflationären Umfeld. Es sei denn, die freie Liquidität geht so
weit nach unten, dass Gold gegen Geld (= Liquidität) getauscht werden muss. Der Monetarismus als beherrschende geldpolitische
Doktrin ist immer noch nicht tot: Er schafft es immer wieder, sich durch diese Liquiditäts-Squeeze Bewegungen selbst aus dem Sumpf zu
ziehen. Der Grund ist ganz einfach: Es ist eine Frage überschüssiger
Liquidität, die von den Politbüro-Mitgliedern der Zentralbanken den
Markt-Teilnehmern zur Verfügung gestellt wird. Oder genauso schnell wieder
entzogen wird. Gibt es überschüssige Liquidität, dann werden die Asset-Märkte durch Käufe zu befeuert. Wird die (geborgte)
Liquidität wieder entzogen, dann müssen die Positionen wieder aufgelöst werden.
Je weniger freie Eigenkapital-Liquidität vorhanden ist, desto kleiner ist der
Puffer der Investoren, dieses Spiel der Notenbanken eine zeitlang
durchzustehen. Und es scheint derzeit besonders wenig dieser
Eigenkapital-Liquidität zu geben, die überhaupt nicht abhängig von Geldmengen-
und Zinssatz-Steuerung der Notenbanken ist. Hinzu kommt der Raub des libyschen Staatsgoldes,
immerhin 144 Tonnen nach Angaben des World Gold Councils.
Das ist wohl schon längst zu Schmuck verarbeitet oder steckt als Maple Leaf, Philharmoniker oder
als Goldbarren im Tresor der Investoren. Hinzu kommen mehrere hunderte Tonnen
aus den Goldkellern der südeuropäischen Pleitestaaten – zuletzt wohl auch
aus Frankreich. Wer diese Tatsachen als Verschwörungs-Theorie
verdammt, der muss wohl auch in Zukunft immer wieder damit rechnen, vom
Gold-Kartell auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Denn die Herren (und
Damen?) von JP Morgan, HSBC, Deutsche Bank & Co kennen natürlich auch die
charttechnischen Marken und die Muster, nach denen die Elliott-Sekte entweder short oder long geht. Wichtige Marktdaten im Überblick
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