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Bericht für den 31.
August 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Die
gestrigen Wahlen in drei Bundesländern haben zwei Dinge offensichtlich gemacht:
Trotz der fortschreitenden Sozialdemokratisierung der CDU/CSU geht der
Linksruck in der bundesdeutschen Gesellschaft weiter. Dabei
wollten uns die Demoskopen noch vor wenigen Tagen weismachen, dass es in
Deutschland eine bürgerliche Mehrheit gebe. Anscheinend wird hier nach gleichem
Muster wie bei der Darstellung der Wirtschaftsdaten vorgegangen: Die
präsentierten Zahlen haben wohl wenig mit der Realität zu tun. Der vor kurzem
gemeldete Anstieg des Bruttoinlands-Produktes im zweiten Quartal im Vergleich
zum ersten Quartal von 0,3 Prozent stellt sich bei näherer Betrachtung als ein
weiterer Rückgang dar. Dadurch, dass die preisbereinigten Importe mit minus 5,1
Prozent erheblich stärker zurückgegangen sind als die Exporte (Anmerkung: hier
lag der Rückgang bei minus 1,2 Prozent), trug der daraus resultierende
Exportüberschuss (Außenbeitrag) mit 1,6 Prozentpunkten zum Wachstum des
Bruttoinlands-Produktes bei. Während sich also hinter positiven Zahlen der
Wirtschaftsentwicklung eine weitere Phase des Niedergangs abzeichnet, resultiert
plötzlich aus einer demoskopisch ermittelten bürgerlichen Mehrheit eine scharfe
Verschiebung der Wählerschaft in Richtung Links-Parteien. Der
bisherige Wahlkampf ist inhaltlich profillos kritisierte Josef Schlarmann,
Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung die Haltung von Angela Merkel.
Schlarmann weiter: Bisher sei es nicht gelungen, den
Menschen klarzumachen, wie die Union das Land schnell aus der Krise führen
wolle. Er vermute aber, Merkel werde strittige Sachfragen weiterhin aussparen. Das
klingt bereits nach einer Kapitulation und einem vorgezogenen
Wunden lecken nach dem 27. September. DIE
LINKE, die sich mit über 20 Prozent bei allen drei Landstagswahlen noch vor der
SPD positionieren konnte, fordert Reichtum für Alle. So plakatiert sie
es zumindestens. Dabei spricht sie davon, die
Umverteilung von Oben nach Unten stoppen zu wollen. Aber was kann denn von
Unten nach Oben umverteilt werden, wenn Unten gar nichts erwirtschaftet wird.
Keine Einkommenssteuern auf der Haben-Seite und
vielfach Hartz IV und andere Transferleistungen auf
der Soll-Seite. Wo
nichts ist, kann auch nichts umverteilt werden. In Wirklichkeit gibt es nur eine
massive Umverteilung aus dem Mittelstand nach Unten. Wer zahlt denn de facto
die Transfer-Leistungen des Staates ? Der mehr oder
weniger gut verdienende Arbeiter, Angestellte oder Selbständige des sogenannten Mittelstandes. Wir
treten in eine immer gefährlich werdende Entwicklung unseres Systems ein: Dass
die Transfer-Empfänger zunehmens merken, dass die
strategische Mehrheit in Deutschland nun bei ihnen liegt. Und dass sie durch
Wahl der entsprechenden Links-Partei (seien es nun die LINKE, die SPD oder die
GRÜNE) sich einen größeren Anteil am erwirtschafteten Volkseinkommens sichern
können. Natürlich im Wesentlichen in Form von Transfer-Leistungen von dem
verbliebenen Mittelstand, der ein Großteil des Volkseinkommen erwirtschaftet. Das
Problem ist, dass das Volkseinkommen in Zukunft schon fast gar nicht mehr höher
besteuert werden kann als es heute der Fall ist. Man wird sich also nach neuen
Geld-Quellen für den Staat umsehen müssen. Hier kommt nun das ersparte
Volksvermögen ins Spiel. Selbständige legen Geld für ihre Altersvorsorge zur
Seite und auch immer mehr Angestellte oder Arbeiter tun dies. Nach Daten der
Deutschen Bundesbank verfügen Private Haushalte über ein Brutto-Vermögen von
4.400 Mrd Euro. Nach Abzug der Verbindlichkeiten i.H.v. 1.500 Mrd Euro verbleibt
ein Netto-Vermögen von 2.900 Mrd Euro. Dass dieses
Vermögen wirklich zum großen Teil der Altersvorsorge dient, kann man daran
ablesen, dass fast 50 Prozent des Netto-Vermögens in Versicherungen und
Pensionsrückstellungen geparkt sind. Hier
lauert die Gefahr einer Vermögens-Besteuerung durch den Block der sozialtransfer-hungrigen Linksparteien. Eine Möglichkeit
ist die Wiedereinführung der Vermögenssteuer in Deutschland. Mit hohen
Freibeträgen (z.B. EUR 500.000) und erheblichen Verwaltungs-Aufwand versehen
war der Aufwand zum Eintreiben der Steuer aber bereits in der Vergangenheit
höher, als die Einnahmen, die sie gebracht hat. Viel
gefährlicher ist eine Vermögens-Abgabe. Bei dieser werden alle Vermögen mit
einem Pauschal-Steuersatz von beispielsweise 50 Prozent belastet. Der Staat
streckt die Steuerzahlung jedoch über einen längeren Zeitraum, beispielsweise
zehn oder zwanzig Jahre. Der Aufwand wäre am Anfang zwar auch hoch, aber über
den langen Zeitraum würde der Staat kontinuierlich Einnahmen erzielen. Bei
der Vermögens-Besteuerung könnte der Investor seine Gelder noch nach deren
Beschluss abziehen (z.B. ausgeben oder in Gold umtauschen und damit
anonymisieren). Bei einer Vermögens-Abgabe ist das Geld jedoch weg. Bei einer
Veräußerung oder Auflösung müsste der Steuersatz dann wohl auf einmal gezahlt
werden. Ein Ausweichen wird damit unmöglich. Die
Uhr tickt: Es bleiben nur noch 4 Wochen, sein hart erarbeitetes und erspartes
Vermögen vor dem Zugriff des Staats-Krakens in
Sicherheit zu bringen.
Wer nach den gestrigen Wahlergebnissen weiterhin auf ein schwarz-gelbes Wunder am
27. September 2009 hofft, der sollte nunmehr desillusioniert sein. Die
Rangfolge, warum man Gold jetzt kaufen sollte, hat sich mit den gestrigen
Wahlergebnissen verändert: An erster Stelle steht jetzt die Anonymisierung des Vermögens, d.h.
die Verhinderung des Zugriffs des Staates in Form von Vermögensabgaben. An zweiter Stelle steht weiterhin der Schutz des Vermögens vor Inflationierung des Papier-Geldes. Es kommt weiterhin
massenweise ungedecktes Papier-Geld durch die
Notenbanken in Umlauf. Und an dritter Stelle dient Gold als Versicherung vor einen
System-Kollaps. Erst an letzter Stelle steht die Erwartung auf einen explodierenden
Gold-Preis durch den Zusammenbruch der Goldpreis-Drückung. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Wegen
eines Feiertages in Großbritannien ist der physische Markt in London heute
geschlossen. Der
Aktien-Markt in China ist heute um mehr als 6,7 Prozent eingebrochen. Seit dem
Höchststand vor wenigen Wochen hat der Index in Shanghai mehr als 23 Prozent
verloren. Im letzten Jahr war China der erste Aktien-Markt, der gecrasht ist. Die
seit mehr als 50 Jahre regierenden LDP musste bei den Parlaments-Wahlen in
Japan ihre Macht an die Oppositions-Partei DPJ abgeben müssen. Die DPJ plant,
die US-freundliche Politik seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs aufzugeben. Das
könnte insbesondere Rückwirkungen auf das Ankaufs-Programm für
US-Staatsanleihen haben. Bisher ist Japan neben China und Großbritannien einer
der wenigen verbliebenen Staaten, die Treasuries noch
in größerem Umfang netto kaufen. Gold
startete die Woche heute früh im asiatischen Markt unverändert gegenüber dem
Freitags-Schlusskurs in New York. Die folgenden Handels-Stunden verliefen dann
ohne größere Preis-Ausschläge, da einer der beiden Hauptmärkte für Gold wegen
eines Feiertags in Großbritannien geschlossen war. Die
heute Situation, dass kein physisches Gold gehandelt wurde, hat mit Beginn des
Handels an der New Yorker COMEX das Gold-Kartell beflügelt, den Gold-Preis
quasi ohne Widerstand kräftig zu drücken. Innerhalb weniger Minuten wurde Gold
von $954 auf $944 gedrückt. Im
Laufe des Handels konnte sich Gold wieder erholen und ging mit $952,00 aus den Handel an der COMEX. Der
US-Dollar verlor nach einer anfänglichen Rallye wieder komplett seine Gewinne
und drehte sogar mit 78,2 leicht ins Minus. Dafür konnten aber die 10-jährigen
Treasury Notes zulegen: Deren Real-Rendite sank leicht auf 3,4 %. Der Quotient
aus dem USDX und den Renditen stieg heute auf 23,0 (Freitag: 22,4) an. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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