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Bericht für den 3. Mai 2010 Gold & Gesellschaft: Ablenkung am Schweine-Trog Euroland, abgebrannt titelt
DER SPIEGEL seine heutige Print-Ausgabe. In dem
Bericht auf Seite 60 wird über Die letzte aller Blasen berichtet: Griechenland ist
erst der Anfang – Seit langem schon leben die Industriestaaten über ihre
Verhältnisse, die Finanzkrise hat die Staatsschulden erneut dramatisch
anschwellen lassen. Jetzt wird die Rechnung für den Wohlstand auf Pump
präsentiert. Nicht alle werden sie zahlen können. Diese Feststellung
kommt 17 Monate zu spät. Mit dem Zusammenbruch von Lehman und den eiligst
ausgelösten Rettungs-Maßnahmen war schon damals dem geübten Beobachter klar,
dass das Weltfinanz-System nun nur noch an einer Anlage-Klasse wie an einem
seidenen Faden hängt – den Staatsanleihen. Wie will
man uns denn nun ernsthaft weismachen, dass diejenigen Länder mit
vergleichsweise noch starken Staatsanleihen die Länder mit den gerade
untergehenden Staatsanleihen wie Griechenland stützen können. Wir sehen den
Effekt ja jetzt bereits: Während Deutschland auf Kommando des Imperiums die
Eurozone retten muss, springen die ersten Schwachen wie Portugal bereits vom
Rettungs-Zug ab. Oder was ist mit Spanien und Italien, für die bald der Ruf,
NEXT, kommen wird. Es ist
doch so einsichtig, dass man hier nicht weitere 17 Monate Zeit kaufen kann,
sondern vielleicht einige Wochen oder maximal wenige Monate. Während
die südeuropäischen Wackel-Kandidaten mit deutschem Kraftfutter am
Schweine-Trog ruhig gestellt werden sollen und die Volksseele des ewigen
Zahlmichels überkocht, werden im Hintergrund nicht nur die Messer für die PIIGS-Schlachtung gewetzt. Und was
soll eigentlich die Nachricht über die Nachfolgedebatte des schwer erkrankten
Wolfgang Schäuble bedeuten – glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass
Roland Koch das sichere Land der Wiesbadener Staatskanzlei verlassen wird,
während die Merkel-Titanic am Sonntag mit voller Kraft auf den NRW-Eisberg
zusteuert. Soll er dann die Kapelle dirigieren, welche die unruhigen
Unions-Passagiere vor dem Besteigen der Rettungsboote hindert? Oder wird er vielleicht
selbst Wasser schöpfen? Was ich
mir noch vorstellen könnte ist, dass er die Unions-Kräfte, die es noch
rechtzeitig in die Rettungsboote geschafft haben, ans sichere Ufer dirigiert.
Ohne Merkel und ihren Offiziersstab. Und auch die antichristlichen,
familienfeindlichen und linkssozialen Kräfte, die noch von dem neuen
CDU-Menschen träumen, werden dann wohl unerwartet von der kalten Flut
weggespült werden. Die
großen Anstrengungen der Griechen bei der Überwindung der Krise werden gelobt.
Mit einem groß angekündigten Sparprogramm, welches sogar noch die brüningschen
Deflations-Politik in den Schatten stellen würde. Wer glaubt denn ernsthaft
diesen Unsinn. Aus der EU wird ab sofort eine Transferunion, wettert
die WELT als Elitenpresse-Organ des Springer-Verlags. Ein einsamer Mahner. Die BILD-Zeitung aus dem gleichen Verlag spricht von den deutschen
Steuerdeppen, die den Schuldenhallodries in
Griechenland nun einen Scheck über 110 Milliarden Euro ausstellen. Was für eine traurige Inszenierung,
kommentiert die WELT. Das
richtig und falsch. Richtig ist, dass uns hier wirklich ein Schauspiel geboten
wird. Falsch, weil wir mit dieser Inszenierung vor etwas viel größerem
abgelenkt werden sollen, was derzeit im Hintergrund läuft. CASHKURS.com
Betreiber Dirk Müller bezweifelte auf dem Kongress der unabhängigen Medien am
letzten Wochenende in Sinzheim, dass eine
Währungsreform auf dem Wege sei. Die Indikationen wie sie bei hartgeld.com
publiziert werden, seien eine reine Ablenkung. Er befürchtet stattdessen einen
erneuten deflationären Kollaps wie zur Lehman-Krise. Um die Besitzer von
Sachvermögen in eine Falle zu locken. Schließlich sind Öl, Silber, Platin,
Kupfer & Aktien durch den deflationären Schock vom Herbst 2008
erdrutschartig eingebrochen. Bis auf Gold, das sich trotz aller
Drückungs-Anstrengungen der Notenbanken als vergleichsweise deflationsstabil
erwiesen hat – jedenfalls konnte der seit Mitte 2005 anhaltende
Aufwärtstrend des gelben Metalls von jährlich $150 auch in 2008 nicht
aufgehalten werden. Aber man
muss sich die Gründe ansehen, warum dieser deflationäre Schock ausgelöst wurde:
Weil Öl auf fast $150 pro Barrel angestiegen war und die Weltwirtschaft im
Allgemeinen und die Vereinigten Staaten im Besonderen in allen Lebensbereichen
vom Öl abhängig sind. Es drohte eine Stark-Inflation. Deshalb musste man mit
dem Versagen der Rettungsmittel, die man ein halbes Jahr früher noch Bear Stearns und einen Tag später
in noch viel größerem Umfang der Versicherung AIG bereitgestellt hatte, Lehman
Brothers opfern. Wie ist
die Situation heute: Öl steht bei über $80, aber noch weit weg von den
Höchstständen vom Sommer 2008. Und heute müssen wir Griechenland retten. Es
gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass wir einen erneuten deflationären Schock
bräuchten, noch dass er durch einen fehlenden Bailout
hervorgerufen werden könnte. Im
Gegensatz zu den Zeiten einer statischen Golddeckung können die Notenbanken
jederzeit durch das Anwerfen der Notenbank-Presse beliebig viel
Eigenkapital-Geld drucken, welches die deflationären Löcher beim Kreditgeld
stopft. Und genau das tun sie ja auch dauernd. Ein
weiteres starkes Indiz: Die heutige ARD-Sendung Euro-Angst: Wie sicher ist unser Geld?
hat heute erst einmal Angela Merkel eine exklusive Plattform für die
Selbstdarstellung gegeben. Das war an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten
– eine Mischung aus Aktueller Kamera, bei der die beiden Interviewer in
unterwürfigster Art und Weise der neuen Staatsratsvorsitzenden Angela Merkel gehuldigt
haben und der übelsten Propaganda, die man in Form der Hetzsendung Der Schwarze Kanal
von (und mit) Karl-Eduard von Schnitzler am Montag Abend im
DDR-Fernsehen über sich ergehen lassen musste. Als Bewohner von Berlin (West)
kenne ich beide Sendungen. Und dann hat man den Finanztest-Chef Tenhagen, der schon immer mit seinen Prognosen daneben lag
und als Immobilien-Schuldsklave immer noch an Papierwerte glaubt, einen
Expertenstatus zugewiesen. Sehen Sie selbst diese Sendung an – danach
wird Ihnen klar sein, was uns bevorsteht. Bislang
war ich bezüglich einer unmittelbar bevorstehenden Währungs-Reform eher kritisch
und abwartend. Aber die derzeit laufende Ablenkungs-Maschinerie am
südeuropäischen Schweine-Trog soll uns wohl nur blenden, damit wir genau diesen
gravierenden Schritt eben nicht erkennen. Die
Messer sind nicht nur für die PIIGS-Schlachtung
gewetzt. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Wir haben
heute kurzzeitig einen Goldpreis von EUR 900 gesehen. Kein Wunder bei den
Verwerfungen, die wir derzeit im Euro-Raum sehen. Auch Silber konnte heute gut
zulegen. Die beiden anderen weißen Metalle, Platin und Palladium fielen dagegen
signifikant. Das sind
Indizien dafür, dass es an den Märkten heute eine kräftige Drückung gab. Nur
weil Gold und Silber wegen der Panik so stark nachgefragt sind, war dort der
Anstieg noch relativ moderat. Wahrscheinlich hätten wir sonst Gold-Preise von
weit über $1.200 und EUR 950 gesehen. Die physischen
Edelmetall-Märkte in London waren heute wegen eines Feiertages geschlossen.
Auch in Tokio wurde heute nicht gehandelt. Heute
früh sah es im asiatischen Markt noch gar nicht so gut für Gold & Co aus.
Der Goldpreis in Dollar ist anfangs noch leicht gefallen. Zum Nachmittag ging
es dann aber stetig nach oben. Bei $1.188 war dann gegen 16:00 Uhr MEZ der
Tageshöchststand erreicht. In den
letzten Handelsstunden musste Gold dann wieder einige Dollar seines Gewinnes
abgeben und schloss bei $1.183 um magere vier Dollar im Plus. In Euro gerechnet
war der Anstieg jedoch mit über neun Euro signifikant. Die
Situation der griechischen Staatsanleihen verbesserte sich heute in Anbetracht
der in Aussicht gestellten deutschen Rettungsgelder merklich. Trotzdem
verlor der Euro im Laufe des heutigen Tages fast ein Prozent seines Wertes
gegenüber dem US-Dollar. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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