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Bericht für den 21. Mai 2010 Gold & Gesellschaft: Der Euro ist tot – es lebe der xxx Wieder
einmal kann man nur in der britischen Presse kritische Stimmen über den Zustand
des Euros lesen – dort aber messerscharf und treffsicher platziert. Nicht
weil auf der Insel eine Hetzkampagne gegen die europäische Währung geführt
wird, sondern weil unsere europahörigen Eliten auch in den Chef-Etagen der
meinungsbildenden Medien die Probleme der Gemeinschafts-Währung einfach totschweigen.
Ob die Herausgeber, Chefredakteure oder die von der Politik in ihre
Intendanten-Posten gehievten öffentlich-rechtlichen Medienvertreter nun
persönlich vom Kanzleramt instruiert werden oder im vorauseilenden Gehorsam das
Thema tabuisieren, sei dahingestellt. Egal was Deutschland auch tun mag,
der Euro wie wir ihn heute kennen ist tot – titelte der
Londoner Telegraph seinen gestrigen Beitrag. The euro has many flaws,
but its weakest
link is Greece, whose fundamental problem is that for
years it spent too much,
earned too little and plugged the gap by
borrowing in order to enjoy
a rich mans lifestyle. It flouted
EU rules on the limits to budget deficits; its national accounts were a moussaka of minced statistics, topped with a cheesy
sauce of jiggery-pokery.
Das schwächte Element, in diesem Fall der Euro, bestimmt die Zugkraft einer
Kette. Und das schwächste Element dieser Euro-Kette heißt eben Griechenland. Da
hilft es nicht, wenn man die Kräfte, die derzeit an dieser Kette reißen,
publikumswirksam verleumdet. Es hilft auch nicht, wenn man die Kette unter
Quarantäne stellt. Eine Währung muss auch Krisen verdauen könnten, ohne gleich
in existenzielle Nöte zu geraten. Die
fundamentalen Probleme der Euro-Zone werden durch die ergriffenen Maßnahmen
überhaupt nicht gelöst. Sie werden nur kaschiert. Die Gewerkschaften in
Griechenland haben kurz nach der Auszahlung des ersten zweistelligen
Milliarden-Betrages durch den IWF und die Euro-Partner mit einem Generalstreik
begonnen. Man möchte nicht sparen und wird auch nicht sparen. The game is up for a monetary
union that was meant to bolt together
work-and-save citizens in northern Europe with the party animals of Club Med. No
amount of pit props from Berlin can save the euro
from collapsing under the weight
of its structural dysfunctionality. Während die Nordeuropäer hart
arbeiten und sparen, lief die letzten Jahre mit deren Spareinlagen im Süden
eine Party. Diese Party kommt nun in der ersten Phase zum Ende, weil man den
Südstaaten ihre Kredit-Karte nicht mehr akzeptieren will. Wenn die fleißigen Sparer
im Norden in einer zweiten Phase erst feststellen werden, dass der Süden seine
angehäuften Rechnungen nicht bezahlen kann, dann droht ein Aufstand. Denn dann
werden die Nordeuropäer merken, dass sie nicht für ihr Alter gespart haben,
sondern für das Lebensgefühl der Bürger am Mittelmeer. Vor
diesem Tag der Abrechnung haben unsere Politiker natürlich Angst. So versucht
man mit allerhand Hilfen noch den Anschein zu wahren, dass die mühsam
erarbeiteten Ersparnisse doch noch vorhanden seien. What was once
deemed unthinkable is now, I believe,
inevitable: withdrawal from the eurozone
of one or more of its member
countries. At the bottom end, Greece and Portugal are favourites to be forced out through
weakness. At the top end, proposals are already being
floated in the Frankfurt
press for a new hard currency zone,
led by Germany, Austria and the Benelux countries. Either way, rich and poor are
heading in opposite directions. Der Sieg,
den der französisch angeführte Block der mediterranen Party Animals
über Angela Merkel vor knapp zwei Wochen erringen konnte, wird von den Briten
als Pyrrhussieg tituliert. Mag heißen, dass man Deutschland letztlich dazu
zwingt, den Euro zu verlassen und damit auch der Idee eines gemeinschaftlichen
Europas den Rücken zu kehren. Wenn das passieren sollte, dann wird das
Wirtschafts- und Konsum-Wonderland im Süden schnell
Geschichte sein und in eine schwere Depression abgleiten. Man
braucht dann auch nicht auf mehr die vielbeschworene Achse zwischen Paris und
Berlin zu hoffen: Die Chemie zwischen Nicolas Sarkozy
und Angela Merkel stimmte schon von Anfang an nicht. Das war bei Helmut Kohl,
Helmut Schmidt und Konrad Adenauer ganz anders. Dort pflegte man fast
freundschaftliche Beziehungen zu den Präsidenten seines großen Nachbarn. Je
schneller sich das Rettungs-Rad in der Euro-Zone dreht, desto stärker werden
die Zentrifugal-Kräfte, die an dem Euro reißen und ihn letztlich aus der Bahn
heben werden. Ein Bruch der Euro-Zone ist nicht mehr zu verhindern – der
französische Pyrrhussieg deutet darauf hin, dass die Stärkeren den Euroraum
verlassen werden. Dann wird es heißen: Der Euro ist tot, es lebe der XXX. XXX wird
dann die neue, nationale Währung des jeweiligen Landes sein. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Das Gold
Kartell kämpft weiter. Obwohl sich deren Kräfte gestern in der Drückungs-Front
festgefahren haben. Zu groß ist deren Angst, dass die Anleger aus den rapide
sinkenden Aktien-Märkten in stabilere Anlage-Klassen wechseln könnten. Gold ist
der Feind. Heute hat
man wohl wieder eine größere Menge 400oz-Barren im Londoner Nachmittags-Handel
platziert. Der P.M. Fix mit $1.179,75 (EUR 937,80) zeigt es an. Man hat sich
heute früh Hoffnung gemacht, mit dem erneuten Bruch der Marke von $1.180 eine
Reihe von spekulativen Positionen in Gold zur Kapitulation zu bewegen. Das hat
aber nicht funktioniert. Die
Aktionen des Gold Kartells werden insgesamt immer kläglicher. Da hat man sich
nun eine ganze Woche abgerackert, um Gold zu bekämpfen. Und am Ende der Woche
steht ein Rückgang von lediglich $57 (P.M. Fix). Das hat man früher an einem
oder zwei Handelstagen zustande gebracht. Jede
Drückungs-Welle wurde heute mit einer Stabilisierungs-Phase beantwortet. Die
letzten Reserven des Gold Kartells zerreiben sich in verlustreichen Kämpfen.
Dabei steht das Ergebnis dieses Krieges schon fest – die Bösen werden
verlieren und die Guten gewinnen. Darüber kann auch nicht die Tatsache
hinwegtäuschen, dass Gold zum COMEX Schluss doch noch auf unter $1.180 gedrückt
werden konnte: $1.175,70 lautete der Schluss-Stand. Der Dow
Jones konnte seine anfänglichen Verluste, die ihn unter die Marke von 10.000
beförderten, schnell wieder wettmachen. Das PPT passt eben gut auf. Von den
weißen Edelmetallen konnte sich allein Palladium leicht erholen. Kein Wunder
bei den massiven Kursverlusten der letzten Tage. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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