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Bericht für den 26. Mai 2010 Gold & Gesellschaft: Der gute Hirte Deutschland
sucht den Superstar (zur Erklärung der Finanzkrise) –
und unsere Medien sind mit Hermann-Josef Tenhagen von
FINANZTEST anscheinend fündig geworden. Es gibt fast keine Krisen-Sendung der
öffentlich-rechtlichen Anstalten, keine Beruhigungs-Artikel in der
System-Presse, bei der Tenhagen nicht als Experte
präsentiert wird. Denn als Chef-Redakteur von der Zeitschrift FINANZTEST
profitiert er von dem fast grenzenlosen Ruf, welche die STIFTUNG WARENTEST in
Deutschland genießt. Kurz vor Gott kommen nur noch die Warentester, die mit Stiftungsgelder der Bundesregierung und den
Verkaufserlösen der Hefte finanziert werden, so lautet landauf landab die
gängige Meinung. Stiftungsgelder
der Bundesregierung? Nachtigall, ick hör Dir trapsen. Ist
Hermann-Josef Tenhagen wirklich der in der Bibel
erwähnte gute Hirte, der die
Investoren-Schafe auf die grünen Auen der Riester-Renten führt? Beispielsweise
im Plasberg-Talk Hart
aber Fair diesen Monat mit dem Namensvater der Riester-Rente. Dort ließ
sich Tenhagen zu folgender Aussage hinreißen: Die Riester-Rente
sei für Menschen ohne Vermögen das Beste. Und: Der Staat schafft vieles nicht, aber die
Garantien für diese Versicherungen hält er ein. Er warnte
dringlich vor den Pharisäern, die zum Kauf des barbarischen Relikts der Vergangenheit, Gold, raten: 1979 war der Preis extrem hoch. Doch es dauerte
zwanzig Jahre, bis diese Marke wieder erreicht wurde, so begründete
der neue Messias seine Ablehnung des Tanzes um das goldene Kalb. Das
zweite Lieblingsthema von Tenhagen: Immobilien. Sind
diese wirklich der sprichwörtliche Ruheplatz am Wasser für das Volk der
Investoren? Und
wandern wir auch in finsterer Schlucht – wir fürchten kein Unheil, denn
Hermann-Josef Tenhagen von FINANZTEST gibt uns
Zuversicht. So auch in der ARD-Sendung Euro-Angst: Wie sicher ist unser Geld? vom 3.
Mai. Dort seien die Sorgen der Bürger nicht berechtigt, sondern nach Auffassung
von Tenhagen nur verständlich. Die Altersvorsorge müsse
man langfristig sehen, Priorität habe die staatliche Förderung wie
beispielsweise bei Riester-Renten und betrieblicher Altersvorsorge. Und
Immobilien machen Sinn, denn wenn eine Inflation käme, dann freue man sich über
den Schuldenabbau. Auch wieder die Warnung vor dem Metall der Ungläubigen: Das
sei nur reine Spekulation und bei ganz großer Inflation könne man Gold nicht
essen, sondern nur damit nach Usbekistan auswandern. Tenhagen
empfiehlt seinen Jüngern, lieber Schrebergärten zu kaufen: Dort könne man
zumindest Erdbeeren und Kartoffeln anbauen. Wenn
solche Aussagen vor einem Tribunal in der Zukunft nicht als Beweis für eine
Kreuzigung Tenhagens gereichen. Denn wenn sich die
grünen Auen der Riester-Renten als karge Wüsten herausstellen sollten und Immobilien
als Ruheplatz am Wasser zukünftig mit Hypotheken-Gewinnabgaben und
Vermögenssteuern vergiftet werden, dann entpuppt sich
der gute Hirte als das, was er wirklich ist: Ein staatlich alimentierter
Ruhigsteller des Volkes. Im
Übrigen werden in diesem Fall gleich mehrere Kreuzigungen gleichzeitig
stattfinden: Das mittlere Kreuz ist für unsere
deutsche Statthalterin reserviert. Auf ihrem Leidensweg werden sie die Opfer
ihres brüderlichen Kampfes für die Zerstörung der katholisch-konservativen
Wurzeln der CDU durch Peitschenhiebe zu größerer Kraftanstrengung ermutigen.
Wie gut, das die Sendung vom 3. Mai auch ihre Schuld für die Nachwelt unmissverständlich
dokumentiert. Wer ist
dieser Tenhagen eigentlich – ein ehemaliger
Banker, der sich vom Saulus zum Paulus gewandelt hat? Oder ein Finanz-Experte,
der mit beispielslosem Samaritertum seine
Erkenntnisse an das gemeine Volk weitergeben möchte? Mitnichten:
Hermann-Josef Tenhagen ist ein diplomierter
Politwissenschafter der Freien Universität Berlin, der von 1991 bis 1998 mit
Unterbrechungen für das linksextreme Kampfblatt der damaligen grünen Bewegung
in Berlin (West), die TAZ, als Redakteur gearbeitet hatte. Der gute
Hirte ist nicht unser Messias, der die Schafe zu grünen Weiden führen wird.
Sondern Tenhagen betreibt das Geschäft der
Volksverdummung und der Verschleierung vor der unmittelbar bevorstehenden Schur
oder sogar Schlachtung der ihm folgenden Schafe. Deshalb ist er so beliebt in
Presse, Funk und Fernsehen. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Ihr
Völker der Welt – schaut auf diesen Euro-Goldpreis: Der ist inzwischen
nämlich nur noch knapp zehn Euro von der Marke von 1.000 Euro entfernt. Und Tenhagen-Klone in Internet fühlen sich als das Imperium,
das nun gegen Eichelburg & Co zurückschlage: Die Goldpreis-Drückung der
letzte Woche wird schlichtweg als Verschwörungs-Theorie wegdiskutiert. Was für
einen großen Lottogewinn muss ich da ja wohl gezogen haben, weil mir genau
diese Situation einen Wochengewinn von 150 Prozent beschert hatte. Der Platin-Investor
vermehrt mit solchen Geschäften institutionell sein eigenes Gold und das der
anderen Investoren permanent. Ist er vielleicht die Inkarnation von Gustav
Gans, der mit der Gabe des permanenten Glücks gesegnet ist? Natürlich
nicht. Denn derjenige, der noch an das freie Spiel der Marktkräfte glaubt, wird
sich schnell dort wiederfinden, wo auch viele andere Wellenreiter-Theoretiker
ihr Glück versucht haben: Ohne Geld und Vermögen. Die
Notenbanken müssen in dem derzeitigen deflationären Umfeld die Märkte mit
Liquidität fluten. Das stabilisiert die Aktienmärkte weltweit. Und es führt
auch dazu, dass ein Teil dieser Gelder in den Goldmarkt strömt. Die
Drückungs-Aktion der letzten Woche wurde heute mit dem massiven Anstieg über
die Marke von $1.200 nun auch noch offiziell beendet. Ansonsten
gibt es vom heutigen Geschehen an den Gold-Märkten nichts Signifikantes zu
berichten. Gold stieg im asiatischen Handel heute früh auf $1.205 an und
bestätigte so den positiven Trend. Zum Londoner Vormittags-Handel wurde dann
schnell die Marke von $1.210 überschritten. Ein Versuch, die Marke von $1.215
zu nehmen, scheiterte jedoch heute. Der A.M. Fix kam mit $1.212,50 (EUR 983,29)
dreiundzwanzig Dollar stärker zustande als noch am gestrigen Tage. Im
weiteren Handelsverlauf trat Gold dann in den engen Korridor zwischen $1.210
und $1.215 ein. Der P.M. Fix bestätigte mit $1.212,00 (EUR 989,23) diese
Entwicklung. Nur der erneut verfallende Euro führte noch zu einem nennenswerten
Anstieg von Euro-Gold. Es ist
jetzt 19:30 Uhr MEZ und der Schlusskurs an der COMEX lautet: $1.213,80. Der Euro-Preis ist jetzt nur
noch acht Euros von der 1.000er-Marke entfernt. Der Euro
musste heute ein Teil seiner durch den gestrigen V-förmigen Verlauf wieder
gewonnenen Stärke abgeben: Minus ein Prozent lautete um 19:30 Uhr MEZ der
Euro-Verlust gegenüber dem US-Dollar. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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