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Bericht für den 11. August 2010 Gold & Gesellschaft: Anschauungs-Unterricht aus Frankreich Die WELT berichtet in ihrem heutigen Artikel unter
dem Titel Mit
Rechts-Rhetorik gewinnt Sarkozy neue Mitglieder
darüber, dass die harschen Töne von Frankreichs Präsidenten zwar Wut bei dem
politischen Gegner auslöse, aber ihm auch eine Eintrittswelle in seine Partei
UMP ermögliche. Dabei hat Sarkozy nicht
nur scharfe Töne gegen die brandschatzenden Zigeuner angeschlagen, sondern dem
auch Taten folgen lassen: Ein Teil der illegal errichteten Zigeuner-Siedlungen
musste auf Druck des Staates geräumt werden. Wenn 50 Zigeuner mit Äxten und
Schlagstöcken die örtliche Polizeistation attackierten, dann ist dies ein
bürgerkriegsähnlicher Angriff auf die Staatsmacht. Wenn in dieser Situation die
Politiker nicht ihren Sicherheitskräften beistehen, dann ist die fünfte
Republik so gut wie verloren. Sarkozy
hatte daraufhin am 30. Juli in Grenoble eine deftige Rede zur inneren
Sicherheit gehalten, in der er unter anderem die Ausweisung von Zigeunern und
den Entzug der Staatsbürgerschaft für naturalisierte Zuwanderer angekündigt
hatte, die schwere Straftaten begangen haben. Seit dieser Rede explodiert die Zahl der Neuanmeldungen, behauptet Meslot (Anmerkung: der
für Neuanmeldungen zuständige Sekretär der UMP) und
sieht darin einen Beleg für die Zustimmung – so jedenfalls
nach Aussage des Artikels in der WELT. Was für eine Überraschung: Die Bürger mögen
randalierende und kriminelle Zuwanderer nicht, die von den Steuerzahlern leben
und aus Dank für diese Alimentierung öffentliche Einrichtungen demontieren und
das Land nebst Menschen ausplündern. Die Menschen leben eben nicht in der
multikulturellen Phantasie-Welt, die uns ein Großteil unserer Politiker und vor
allen Dingen die selbst ernannten Moralhüter unserer Gesellschaft – die
sogenannten Gutmenschen – als einziges Lebensmodell der Zukunft
vorschreiben möchten. Und dabei über alle Verfehlungen der zum Teil eklatanten
Rechtsbrüche dieser Zuwanderer hinwegsehen. Zum großen Teil werden sogar die
Kriminal-Statistiken geschönt, damit die um Faktoren größere Gewaltbereitschaft
ihrer Schützlinge bloß nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangt. Ein Blick auf die Entwicklung in Frankreich gibt
uns Anschauungs-Unterricht, was jederzeit auch in Deutschland passieren könnte.
Die Politiker und ihre Parteien sind darüber hinaus noch in höchstem Maße
unbeliebt. Kurz nach seiner Wahl hatte Sarkozys
Partei UMP noch 370.000 Mitglieder, zuletzt war die Zahl auf unter 195.000
abgesunken. Nun liegt sie wieder wegen der Neueintritte bei über 210.000
– ein Zuwachs von knapp acht Prozent – nur wegen einer Rede. Natürliche finden die politischen Gegner in
Frankreich immer wieder die historischen Weichteile der eher rechts gerichteten
Parteien. Was bei uns das Totschlag-Argument des Nationalsozialismus ist
– der von den Linken aber fälschlicherweise immer wieder als Faschismus
bezeichnet wird, weil Sozialismus in deren Augen etwas erstrebenswertes sei
– das ist in Frankreich das Kollaborations-Regime (Vichy-Regime) unter
der Führung des Erste Weltkrieg Marschalls Philippe Petain. So ist es nicht
verwunderlich, wenn Vergleiche von Sarkozy mit Petain
oder beim Verhalten mit dem Vichy-Regime gezogen werden. Aber diese Strategie der politischen Gegner scheint
in Frankreich nicht mehr aufzugehen. Sarkozy lässt
seinen harten Worten auch Taten folgen. Es ist für die weitere Entwicklung
einer neuen rechten Bewegung in Deutschland entscheidend, wie stark sich die
bislang unter Druck der rechtsextremen Front Nationale von Jean-Marie Le Pen
agierenden UMP ihrer Fesseln der Unfähigkeit zu entledigen traut. Aber in Frankreich agiert eben mit Nicolas Sarkozy ein anderer Herrscher-Typ wie Angela Merkel für
Deutschland. Merkel ist immer noch dabei, aus der CDU eine neue Linkspartei zu
basteln. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Was haben wir denn da? Ein Devisen Carry Trade Unwinding. Der US-Dollar ist nach dem gestrigen Einbruch
nach Verkündung der Ergebnisse des FED-Meetings heute wieder kräftig gestiegen.
Vor allen gegen den Euro, der mehr als 2,1 Prozent verlor. Gleichzeitig stieg
aber der japanische Yen gegen den US-Dollar um über 0,4 Prozent. Auch der
japanische Aktienindex NIKKEI gab heute früh 260 Punkte auf knapp 9.300 Punkte
ab. War die Entscheidung der FED, keine neue
Quantitative Easing (QE) Runde zumindest offiziell
einzuleiten, der Grund für die heutigen Ausschläge. Was aus Beobachtung der
Devisen-Kurse herauszulesen ist, deutet eher auf Deflation als auf Inflation
hin: Die bislang im US-Dollarraum in Aktien und Rohstoffen Investierten mussten
ihre Carry Trades zum Yen abbauen. Und das heißt
US-Dollaranlagen auflösen, um kurzfristige Ausleihungen im Yen-Raum
zurückzahlen zu können. Wahrscheinlich mussten die Notenbanken heute bei
der Frage, ob Pest oder Cholera gewählt werden solle, sich für die Pest
entscheiden. Denn der Ölpreis stand zwischenzeitlich bei über 80 US-Dollar und
die Agrar-Rohstoffe scheinen auch eine massive Güterpreis-Inflation zu
signalisieren. Bevor man jedoch zu solchen drastischen Maßnahmen wie der
kontrollierten Lehman Brothers – Pleite im Herbst 2008 greift, um die
seinerzeit ausufernde Inflation in den Griff zu bekommen, versucht man es heute
lieber mit den Liquiditäts-Spielchen in den Haupt-Währungsräumen. Der Rückgang
der Aktienmärkte ist dabei nur ein Kollateral-Schaden,
den man im Hinblick auf die übergeordnete Sache verkraften kann. Der Dow Jones
Aktienindex ist durch das Plunge Protection
Team (PPT) die letzten Tage und Wochen so stark über die Marke von 10.000
Punkten getrieben worden, dass man Rückgänge von wenigen hunderten Punkten gut
abfedern kann. Zu voreilig waren auch die Day Trader,
die im Hinblick auf die Entscheidungs-Formel der FED mit einem massiv
steigenden Gold-Preis gerechnet haben. Der wird zwar trotzdem wieder kräftig
steigen, aber für heute griffen erst einmal die Maßnahmen der
Liquiditäts-Verengung nebst den begleitenden Maßnahmen des Gold Kartells. Um den COMEX-Schlusskurs
wurde heftig gekämpft. Nachdem im reinen COMEX-Handel
zum späten Nachmittag Gold bis unter die Marke von $1.195 gedrückt wurde,
erholte sich das gelbe Metall zum Handelsschluss auf $1.200. Aber man wollte
diese Marke dem Gold wegen des sonst stark negativen Umfelds nicht zugestehen,
also drückte man Gold auf einen Schlusskurs von $1.197,20 (EUR 929,40). KITCO
schreibt, dass Gold allein durch den massiven Preisanstieg beim US-Dollar um
$21,45 hätte sinken müssen. Bei einem Verlust von $6,60 im Vergleich zum
gestrigen New Yorker Schlusskurs bedeutet dies einen Zuwachs von $14,85 durch predominant buying. Euro-Gold
Inhaber konnten sich so über einen Preissprung auf fast 930 Euro freuen. Der US-Dollarindex (USDX) ist heute
rekordverdächtig um 1,5 Punkte auf 82,3 gestiegen. Die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes sind weiter auf 2,7 Prozent gefallen. Dadurch explodierte der
von mir ermittelte Quotient aus USDX und den Renditen um 1,6 Punkte auf 30,5.
An Werte oberhalb der Marke von 30 kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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