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Bericht für den 25. August 2010 Gold & Gesellschaft: Dirty Thilo Warum
kann keiner Provokateur Sarrazin stoppen,
fragte heute die WELT unter der Rubrik Markige Sprüche fast schon hilfesuchend. Und SPD-Landeschef Michael Müller
fordert Thilo Sarrazin auf, sein Parteibuch zurückzugeben. Seine Positionen haben absolut nichts mit
sozialdemokratischer Integrationspolitik oder überhaupt mit demokratischer
Politik zu tun, äußerte Müller gegenüber dem Berliner TAGESSPIEGEL. Wieder einmal scheint hier ein Politiker Toleranz
und gegebenenfalls republikanische Grundsätze, die unabhängig von des Volkes
Stimme immer ein Mindestmaß von Rechtssicherheit garantieren sollen, mit
Demokratie zu verwechseln. Denn Demokratie ist schlicht und einfach die
Herrschaft der Mehrheit über eine Minderheit. So wäre es im Sinne des Wortes
Demokratie, wenn die Mehrheit der deutschen Bevölkerung in einem Votum
beschließen würde, dass alle Volksgruppen mit Migrationshintergrund
augenblicklich das Land zu verlassen hätten. Auch die Benes-Dekrete,
die nachträglich von der tschechoslowakischen Nationalversammlung im März 1946
nach rein demokratischen Gesichtpunkten gebilligt wurden, haben mit den
Sudetendeutschen ein Drittel der Bevölkerung des Landes gewaltsam vertrieben
und dessen Eigentum enteignet. Und dass die Mitglieder in den Ortsvereinen der SPD
Sarrazins Positionen vielleicht nicht mit sozialdemokratischer
Integrationspolitik für kompatibel erklären würden, halte ich für eine
unfundierte persönliche Meinung einer kleinen Elite. Vielleicht in den Reichen-Viertel
von Kronberg & Königstein im Taunus, Grünwald bei München und an der Hamburger
Außenalster. Aber nicht in Berlin-Neukölln, Duisburg und vielen anderen
Problem-Wohnvierteln. Gutmenschen wohnen stets in Vierteln, wo man von den Problemen
der gescheiterten Multikulti-Gesellschaft weit
entfernt ist. Selbst Angela Merkel lässt sich zu Gefühlswallungen
bewegen: Äußerst verletzend und diffamierend seien
seine Äußerungen, so Merkel über Sarrazins Äußerungen. Hier erkennt
man, dass die derzeit an der Macht befindliche Politiker-Elite nicht mehr frei
walten und schalten kann, wenn es darum geht, eine bestimmte
Minderheiten-Gruppe mit rein demokratischen Regeln im Circus Maximus den Löwen
unter Beifall des Volkes zum Fraß vorwerfen zu lassen. Plötzlich hat eine
andere Elite die Ränge in einer neuen Arena mit Volkes Massen gefüllt. Das
Mehrheitsvolk der Staatsabhängigen verschmäht plötzlich die
Regierungs-Würstchen des Reichen-Bashings und das
Freibier der sozialen Gerechtigkeit. Zum Fraß werden jetzt die Grundsätze der
abtretenden Politiker-Garde geworfen – und mit ihnen in der nächsten
Phase wohl auch die alte Elite. Die Brot-und-Spiele
Gesellschaft hat sich neben neuen Spielen auch für eine neue Kost entschieden. Demokratie
kann auch aufräumen helfen. Nicht selbst zum Futter möchten gerade die am
meisten heuchelnden Elemente werden, die in der Vergangenheit am häufigsten den
Daumen gesenkt haben. Der SPIEGEL berichtet: Der
Zentralrat der Juden empfiehlt dem Sozialdemokraten den Eintritt in die NPD. Meinen sie damit etwa diejenige Partei, die Verfassungsschutz-geführt – und wahrscheinlich auch
finanziert – uns tagtäglich die fiese Fratze der faschistischen Gefahr
vor Augen führen soll. Was soll denn da ein Intellektueller wie Thilo Sarrazin
ausrichten – Skinheads zur Jagd auf hilflose Ausländer aufstacheln. Dieser
Kommentar ist genauso überflüssig wie dumm. Dabei räumt Dirty Thilo
derzeit nur verbal mit den Problembezirken innerhalb der deutschen Gesellschaft
auf: 40 Prozent der muslimischen Migranten lebten von Transfer-Leistungen. Für die
Gesamtheit der muslimischen Einwanderung in Deutschland gilt die statistische
Wahrheit: In der Summe haben sie uns sozial und auch finanziell wesentlich mehr
gekostet, als sie uns wirtschaftlich gebracht haben. Das ist lediglich eine These – rein
zahlenmäßig kann man diese bestätigen oder widerlegen. Aber kein deutscher
Politiker möchte dieses heiße Eisen anfassen. Denn werden erst einmal die echten
Zahlenkolonnen zu diesem Thema veröffentlich, dann wird sich das ganze Dilemma
um ein vielfaches dramatischer darstellen, als Dirty
Thilo das derzeit in der Öffentlichkeit kundtut. Das ist seine Strategie – nämlich der
getroffene Hund bellt. Und ein übermächtiger Gegner kann mit gezielten
Nadelstichen zu unüberlegten Handlungen provoziert werden. Wenn dann noch die
Stimmung in der Gesellschaft hinweg vom wütenden Goliath zum herausfordernden
David umschlägt, dann kann auch ein kleiner Stein den allmächtigen Riesen zur
Strecke bringen. Ein solcher Goliath frisst und säuft sich derzeit
selbst bewusstlos. Ruhig gleitet die MS Europa in
Richtung Worms. Es gibt Kuchen und Moselriesling. Sigmar
Gabriels Sommertourentag in Rheinland Pfalz ... – so beginnt
der SPIEGEL einen Bericht, wo der neue SPD-Grande Herrn Sarrazin den
SPD-Austritt nahelegt. Selbst die Systempresse zimmert bereits schon den
Sarg, bevor das wirkliche Duell überhaupt stattgefunden hat. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Silber ist derzeit der unbestrittene Superstar.
Heute konnte das weiße Edelmetall erneut kräftig zulegen: 62 Cents und damit
3,4 Prozent mehr an einem Tag. Da ist Gold mit einem Anstieg von lediglich $10
oder 0,8 Prozent eher eine lahme Ente. Dem Palladium stand mit einem Plus von
$7 oder 1,4 Prozent die Silbermedaille zu, während Platin mit einem Anstieg von
$16 oder 1,1 Prozent noch geradeso einen Medaillen-Rang erobern konnte. Erneut war das heutige Marktgeschehen bestimmt
durch den Einbruch des New Yorker Aktienindex DJIA zu Beginn des Handels um
15:30 Uhr MEZ. Die 10.000er-Marke war erneut wieder um 16:00 Uhr nach unten
durchbrochen worden. Um 17:00 Uhr hatte dann das US-Öl mit $70,80 seinen
Tages-Tiefstand. Im Anschluss wurde der Dow Jones wieder über 10.000
Punkte gehoben und Öl sprang um 19:00 Uhr bereits von dem erholten Stand bei
$71,40 auf $72,60 an. Ein-Megaanstieg um $1,80 vom Tiefpunkt gerechnet. Heute war die Rettung des US-Leitaktienindex
wichtiger als die weitere Kontrolle über den Ölpreis. Die Flutung der Märkte
mit Liquidität hat insbesondere den Weißen Edelmetallen geholfen. Die
Silber-Besitzer, bislang noch nicht verwöhnt von historischen Höchstständen,
wird es freuen. Der heutige Goldausbruch manifestierte sich erst
mit Beginn des Londoner Vormittags-Handels. Denn im asiatischen Handel heute
früh schwankte der Preis um den gestrigen New Yorker Schlussstand. Der A.M. Fix
mit $1.237,50 (EUR 975,95) lag um zwanzig Dollar höher als gestern zu der
gleichen Zeit (Anmerkung: allerdings auch vor der gestrigen Trendwende). Zum Nachmittag blieb es ruhig und auch die
versuchte Gold-Anfangsdrückung an der COMEX wurde schnell wieder eingefangen.
Der P.M. Fix mit $1.237,50 (EUR 977,10) markierte dann wieder einen kleinen
Einbruch, der aber in den letzten Handelsstunden den Preis des gelben Metalls
doch auf die Marke von $1.240 hochtrieb. Euro-Gold steht mit knapp 980 nur noch zwanzig Euro
von der 1.000er-Grenze. Ich bin gespannt, was uns die Notenbanker die
nächsten Tage auftischen werden. Gold hat nach dem heutigen Anstieg noch
Potential nach oben – das nächste Ziel lautet $1.300. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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