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Bericht für den 20.
August 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Das
fundamentale Umfeld für Gold hat sich durch das neue Abkommen zum Goldverkauf
und die letztlich beobachteten Aktionen der Notenbanken innerhalb des
EZB-System weiter verbessert. Nach dem neuen Abkommen können nun maximal 400
Tonnen Gold pro Jahr von den Zentralbanken verkauft werden. Das alte Abkommen
erlaubte noch 500 Tonnen pro Jahr. Wenn das IWF-Gold von 400 Tonnen wirklich
existieren sollte und sich der IWF zu einem Verkauf durchringern
könnte, dann wird dieses Gold wohl im Rahmen dieses Abkommens auf zwei Jahre
gestaffelt verkauft werden. Ein grosser Problem-Punkt bei dem neuen Abkommen wird sein,
eine Zentralbank zu finden, die überhaupt bereit sein wird, Gold zu verkaufen.
Deutschland verkauft kein Gold, Italien auch nicht. Und die Schweiz hat
mitgeteilt, dass ihre Gold-Verkäufe ebenfalls abgeschlossen seien. Bleibt
eigentlich nur noch Frankreich als letzter grosser
Goldbesitzer übrig. Aber die Franzosen haben in den vergangenen Wochen auch
nicht mehr in grösserem Umfang Gold verkauft. Dass
die Franzosen sich von dem angloamerikanischen Banken-Kartell zum Verkauf ihrer
Goldreserven drängen lassen werden, halte ich für ausgeschlossen: Dort knickt
man nicht bei jedem Wunsch der USA ein, so wie wir es bei der wirbellosen
Schweiz letztlich mehrmals beobachten durften. Bill Murphy (Chairman der
GATA) sieht dies als
positive Entwicklung für
den Gold-Preis: " A
HUGE positive out there is the gradual dissemination of the fact the European
central banks have stopped selling gold. Think about that. They were selling
400 and 500 tonnes per year over the past decade, until this year when they cut
their sales back to about 140 tonnes. Now they are down to ZIP. The yearly
supply/demand deficit is around 1200 tonnes per year. The Gold Cartel
desperately needed that gold supply to foster their price suppression scheme.
" Das
Gold-Kartell braucht den Nachschub von den Zentralbanken, um das
Ungleichgewicht zwischen Gold-Förderung und Gold-Nachfrage auszugleichen.
Dieses Defizit betrug in den Jahren vor der Finanzkrise schon ca 500 Tonnen pro Jahr. Aber die Finanz-Krise hat den
Investment-Bedarf nach Gold explodieren lassen, so dass auch der Rückgang der
Nachfrage von Schmuck-Gold mehr als ausgeglichen werden konnte. Bill Murphy's Schätzung von 1.200 Tonnen pro Jahr erscheint mir
vor diesem Hintergrund durchaus plausibel. Wo kann dieses zusätzliche Gold
herkommen: Durch heimlichen Verkauf von Gold der EZB-Mitgliedsnotenbanken, das
zu einem grossen Teil wohl in den Kellern der New
Yorker FED lagert ? Oder durch heimlichen Verkauf der
Schätze der diversen Gold-ETFs ? Leider können wir
hier nicht hinter die Kulissen schauen, aber das Gold-Kartell muss wohl
zukünftig schwer in die Trickkiste greifen, um das fehlende Angebot ausgleichen
zu können. Einen
Vorgeschmack, was passiert, wenn nicht ausreichend physisches Gold in London
bereitgestellt wird, konnten wir ja gestern schon beobachten: Zum P.M. Fix
sprang Gold um $10 gegenüber dem vorher gehandelten Papiergold-Preis an. Der
Papiergold-Markt kann sich nicht völlig vom physischen Markt abkoppeln. Wird
das trotzdem versucht, dann wird das früher oder später zu einem Zusammenbruch
der Papiergold-Märkte führen, weil diese ihre Lieferverpflichtungen in Gold
nicht mehr erfüllen könnten. Wer
sich schon auf seine üppige Pension aus seiner privaten Rentenversicherung
freut, den muss diese Nachricht von Bloomberg beunruhigen: " Pensions' Private-Equity Cash Reduced 59%
as Profits Shrink : Major U.S. pension funds have
recouped less than half of the $53.8 billion in cash they've invested in private-equity funds started since
2000. All told, they haven't seen a paper profit in
seven years. That means less money for
the plans' retirees. " Die ganzen Pensions-Rechenmodelle mit hohen Renditen
entwickeln sich immer mehr zum Verlustgeschäft. Urspünglich
versprach Investment in "private equity"
Renditen von 10 Prozent oder mehr pro Jahr. Jetzt stellt sich heraus, dass es
in sieben Jahren überhaupt keine Rendite gibt. Noch nicht einmal die
Inflations-Rate wird ausgeglichen. Aus einer Verdoppelung des Vermögens ist
also nichts geworden. Insgesamt haben Pension-Fonds
in den U.S.A. über $1.200 Mrd in "private equity" gesteckt. Das Modell ist mit dem nun folgenden
Rückzug der Pensions-Fonds nun wohl endgültig tot. Daneben lassen die
"private equity" Firmen eine Reihe von
überschuldeten Firmen zurück, die wegen Geld-Mangel nun um ihre Existenz
kämpfen müssen. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Das
Gold-Kartell war heute unter Druck, seine Scharte vom gestrigen Tag wieder
auszuwetzen. Während gestern der Papier-Goldpreis lange unterhalb der Marke von
$935 tendierte, wurde in London zum P.M. Fix ein Preis von knapp $944
ermittelt. Innerhalb kürzester Zeit näherte sich der Papier-Goldpreis dem physischem Preis in London an. Im asiatischen Markt
heute früh schwankte Gold in einem Korridor von $942 bis $945. Auch im
Vormittags-Handel in London passierte nicht viel. Der A.M. Fix kam nicht
überraschend mit $943,50 (EUR 662,99) zustande. Der Anstieg um $9 bestätigte
die gestrige Entwicklung zum P.M. Fix. Der
Nachmittags-Handel verlief bis zum Beginn des Handels an der COMEX weiterhin
ruhig. Dann wurde Gold aber bis auf $939 gedrückt - die Revance
für gestern ? Diesmal hat das Gold-Kartell besser
aufgepasst und konnte diese Papier-Goldpreis Marke zum Londoner P.M. Fix
verteidigen: $940,50 (EUR 661,25). Der Rückgang des P.M. Fix auf
24-Stundenbasis ist mit gut $2 aber trotzdem nicht besonders gross ausgefallen. Insbesondere konnte Gold die Marke von
$940 knapp behaupten. Gold
beendete den Handel an der COMEX mit $940,30 knapp über der Marke von $940. Der
US-Dollarindex (USDX) hat sich mit 78,5 heute praktisch nicht verändert. Auch
die Renditen der 10-jährigen Treasury Bonds verharrten bei 3,5 Prozent. Der
Quotient aus beiden Werten hat sich demzufolge auch nicht verändert: 22,4
(Mittwoch: 22,4). Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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