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Bericht für den 3.
September 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Die FTD berichtete heute über Gold: Inflationsangst treibt Gold an die 1000-Dollar-Marke
Inflation dieses Schreckgespenst lässt den Goldpreis in Richtung seines
Rekordhochs steigen. Doch es besteht große Rückschlaggefahr. Denn in Istanbul
und Mumbai wird kaum noch Schmuck verschenkt. Diese
Experten sind vollkommen ahnungslos. Woher kommt so plötzlich die Inflationsangst ? Hat sich bei ALDI plötzlich der Preis der
H-Milch verdoppelt. Oder ziehen die Preise für Neuwagen nach dem Auslaufen der
Abwrackprämie wieder an. Wollte man uns vor wenigen Wochen nicht weismachen,
dass wir zur Zeit eher eine Deflation als eine
Inflation hätten. Und
natürlich wird das sprichwörtliche Schreckgespenst in anderer Richtung bemüht:
Dass eine große Rückschlaggefahr bestände. Ja FTD, diese Rückschlaggefahr
besteht wirklich. Sie heißt aber nicht Istanbul und Mumbai,
sondern JP Morgan, HSBC und die FED. Price action makes
market commentary kommentiert Bill Murphy diese Art
der Berichterstattung, die sich rein an den Preisausschlägen der Märkte
orientiert. Die wahren Hintergründe bleiben für den Leser im Hintergrund. Die
wahren Hintergründe sind das grenzenlose Drucken von tausenden von Milliarden
Dollars durch die FED und andere Zentralbanken auf der Welt. Dieses Geld wird
über AIG, HRE und andere Halbtoten dem Finanz-System gespritzt. Die
explodierende Staatsverschuldung in den USA, Großbritannien und anderen Ländern
ist eine weitere Quelle der mehr oder weniger heimlichen Geldvermehrung. Fast
jeder zweite Dollar im US-Bundeshaushalt wird durch Aufnahme neuer Schulden
finanziert. Und wer kauft die hunderte von Milliarden Staatsanleihen auf ? Nicht der Investor; der hat selbst kein Geld mehr
dafür. Aber die FED über Programme wie QE, SOMA, POMO. Und andere Notenbanken,
die dem US-Dollar zur Hilfe eilen. Besuchen Sie die Webseite der N.Y. FED unter
www.newyorkfed.org und fordern Sie
sich den Annual Report 2008 (kostenlos) an. Hier sind
alle Maßnahmen einzeln dokumentiert. In
der Weimarer Republik hat man noch die Geld-Druckmaschine angeworfen und das
frisch gedruckte Geld ist direkt beim Verbraucher gelandet, der es sofort
ausgegeben hat. Dadurch stieg die Nachfrage nach Gütern immer schneller an und
eine galoppierende Teuerung machte sich bemerkbar. Heute agiert man im Verdeckten:
Das Geld landet nicht beim Verbraucher, sondern füllt die Stauseen der
Zombie-Banken. Die Dämme sind rissig und das erste Wasser dringt durch die
Spalten hervor. Immer mehr Investoren erkennen, dass diese Dämme brechen
werden, und die sich dann über das Land ergießende Geldmenge alles Leben
unterhalb des Stausees auslöschen wird. Wahrscheinlich bekommen wir eine
schnelle und kurze Hyperinflation. Zurück
zum Gold: Gold ist gestern Abend mit dem Überschreiten der $980er-Marke in die
Todeszone um die bislang zweimal erfolgreich verteidigte Marke von $1.000 eingetreten. Bisher
konnte Gold nur zweimal die Marke von $1.000 erreichen: Mitte
März 2008 stand Gold mehrere Tage bei über $1.000. Zu diesem Zeitpunkt
herrschte jedoch eine starke Dollar-Schwäche vor, was man an dem entsprechenden
Euro-Kurs ablesen konnte: EUR 650. Mitte
Februar 2009 dann der erneute Versuch. Gold erreichte zwar an einem Tag die
Marke von $1.000, aber die beiden Preis-Punkte im physischen Londoner Handel
haben die Marke von $1.000 nicht erreichen können. Gold in Euro war mit EUR 780
besonders teuer. Es
gab also handfeste Gründe, warum die Marke von $1.000 zweimal nicht nachhaltig
gerissen werden konnte. In 2008 stand die konsolidierte Dollar-Rettung durch
die anderen Notenbanken auf dem Plan. Gold mit einem Preis von $1.000 wurde
plötzlich für den Rest der Welt durch die hervorgerufene Aufwertung des Dollar
in der lokalen Währung unattraktiv. Im
Februar 2009 hat der Anstieg von Gold in den Fremdwährungen gerechnet die
Nachfrage einbrechen lassen. Große Gold-Importländer wurden zu
Netto-Exporteuren von Scrap Gold. Heute:
Bei einem mehrere Tage anhaltenden Anstieg des Goldpreises oberhalb der Marke
$1.000 besteht die Gefahr, dass Gold schnell wieder ausverkauft sein wird. Der
höhere Preis wäre dann für die Gold nachfragenden
Investoren vielleicht noch akzeptabel. Aber dass ihnen mit der Austrocknung des
Liefermarktes die Möglichkeit entzogen wird, ihr Vermögen in sichere, anonyme
und mobile Werte umzuschichten, wiegt schwer. Sehen
Sie zu, sich jetzt noch mit Gold einzudecken. Es besteht die ernsthafte Gefahr,
dass es bald auch zu wesentlich höheren Preisen nicht mehr verfügbar sein wird.
Was hilft es jedem Einzelnen, wenn er in London noch 400oz-Barren zu $500.000
kaufen kann, wenn Gold-Münzen und kleinere Barren ausverkauft sind. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Im
asiatischen Markt musste heute früh Gold einige Dollar abgeben. Mit Beginn des
Handels in London ging es aber wieder nordwärts. Gold konnte sich schnell über
der Marke von $980 etablieren. Dass dieses Niveau auch durch die physische
Nachfrage gedeckt war, zeigt der heutige A.M. Fix, der mit $982,50 (EUR 687,30)
um knapp $28 höher als noch vor 24 Stunden zustande kam. Im
Nachmittags-Handel setzte Gold dann seine Aufwärtsentwicklung in Richtung der
Marke von $990 fort. Mit Beginn des Handels an der New Yorker COMEX wurde Gold
jedoch wieder nahe der Marke von $980 gedrückt. Diese Drückung hielt aber nicht
stand. Gold konnte sich trotzdem nicht wesentlich oberhalb der Marke von $980
etablieren. Der physische Markt in London ist noch nicht bereit, Preis nahe der
Marke von $990 zu zahlen. Wahrscheinlich ist wieder einmal ein große Menge
Zentralbank-Gold geflossen, um einen Ausbruch im physischen Markt zu
verhindern. Der P.M. Fix kam mit $983,00 (EUR 688,57) zustande. Im Vergleich
zum gestrigen P.M. Fix ein Zuwachs von $18. Nachdem
London seine Pforten geschlossen hatte, konnte Gold aber die Marke von $990
überschreiten. Zu viele Marktteilnehmer wollen jetzt die Entscheidungs-Schlacht
mit dem Gold-Kartell. Kurz vor Schluss des Handels an der COMEX stieg Gold dann
auf $997 an und ist damit nur noch $3 entfernt von der Grenze von $1.000. Dass
Gold zum wichtigen Schluss-Kurs der COMEX knapp unterhalb von $1.000
geschlossen hat, ist ein starkes Signal für die weitere Entwicklung der
nächsten Tage. Das
stark unter Druck stehende Gold-Kartell hat seinen Frust im Access Handel
abgeladen: Mit Plan C wurde der Goldpreis wieder um mehrere Dollar gedrückt. An
der Dollar-Front (inklusiv Staatsanleihen) tat sich heute nichts. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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