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Bericht für den 9.September
2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Oskar
Lafontaine hat es einfach bei den Wählern. Er ist in der politischen Landschaft
der Einzige, der den sinnlosen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan kritisiert
und einen Abzug verlangt. Die anderen Parteien wollen Frieden stiften, wo Krieg
herrscht. Jede Entscheidung der Führung oder der einzelnen Soldaten, die zu
Toten auf der anderen Seite führt, mündet in einem Ermittlungsverfahren gegen
den oder die Verantwortlichen. Natürlich: Entweder man beteiligt sich am Krieg und
es gibt Tote auf der Gegenseite oder man verlässt das Land und es gibt diese
Tote eben nicht. Im Krieg haben Richter nichts zu suchen. Hier geht es darum,
möglichst viele Gegner zu töten. So einfach ist das. Das
wollen weder Union, noch SPD und die anderen Parteien kapieren. Außer der
Partei von Oskar: Die ist konsequent gegen den Einsatz. Auch
bei Manager-Vergütungen oder Abfindungs-Zahlungen, seien es nun Arcandor oder Porsche, tun sich die vier Parteien schwer.
Man spielt den Softie und lässt sich in Wirklichkeit von dem kranken System der
Banker und ihrer Hilfstruppen vereinnahmen. Auch
hier hat Lafontaine ein leichtes Spiel als Hardliner. Horst
von Buttlar hat in der FTD vom letzten Montag das
Spiel von Lafontaine & Co entlarvt. Unter der Titel Willkommen bei den Reichen ! Angeblich will die Linke nur
Millionären an den Kragen. Ihr Programm ist ein Angriff auf die Mittelschicht
rechnet er vor, dass man ab einem Jahreseinkommen von EUR 70.000 nach dem
Programm der LINKEN zu den Reichen gehört. Diese
Erkenntnis ist nicht neu. Es gibt in Deutschland lediglich 10.000 Haushalte,
die ein Jahreseinkommen von über EUR 1 Millionen erzielen. Diese Gruppe ist
schon jetzt hoch besteuert. Sie noch höher zu besteuern bringt außer einem
symbolischen Beitrag gar nichts. Im Endeffekt kommen dann sogar noch niedrigere
Steuereinnahmen zustande, weil diese Reichen ins Ausland abwandern. Das lineare
Denken der Finanz-Bürokraten kennen wir ja von der Tabak-Steuer: Man erhöht
diese kräftig und plötzlich wird ein Einkauf in Polen oder auf den Schwarzmarkt
für Viele attraktiv. Die Gesamt-Steuereinnahmen sinken. Dumm gelaufen. Lafontaine
macht es nicht anders als die Politiker der SPD und Grüne: Man argumentiert
gegen die Reichen, baut einen Popanz wie im Fall Zumwinkel auf. Und
letztendlich schröpft man gnadenlos den Mittelstand. Die Union ist auf
demselben Weg zur Hochsteuerpartei leider. Wohin
will Lafontaine ? Nun die Argumentation findet man
wieder im Bericht der FTD: 70.000 EUR Jahresverdienst
sind viel Geld. Aber ist so jemand reich ?
Ist der-
oder diejenige Single, bleiben nach Steuern und Abgaben gut 3.000 EUR netto im
Monat übrig. Mit zwei Kindern und als Alleinverdiener (Steuerklasse III) sind
es etwa 3.700 EUR. Wie gesagt, wer so viel hat, dem geht es gut. Und besser als
einem Hartz-IV-Empfänger mit zwei Kindern, der
zwischen 1.800 und 2.000 EUR bekommt.
Diese Spanne, die so riesig nicht ist,
ist für die Linke der Unterschied zwischen Armut per Gesetz (Hartz IV) und den Spitzenleuten. Reichtum
für Alle ist
nicht anderes als die Nivellierung der Einkünfte des Mittelstandes auf Hartz IV-Niveau. Die Schafe werden ihren Schlächter (trotzdem)
selbst wählen. Eine
zweite erschreckende Bemerkung macht der FTD-Kommentar
über den Vermögensaufbau der heranwachsenden Mittelschicht: Der jungen Generation, auch wenn es Besserverdiener mit bis
zu 80.000 EUR Jahresverdienst seien, gelinge es kaum noch, nennenswert Vermögen
aufzubauen. Zu viel Cash Burn. Gegen
Lafontaine helfen keine Wählerstimmen für die etablierten Parteien. Nein, man
muss Oskar an der Stelle treffen, an der er am verwundbarsten ist: Bei den
Einnahmen des Staates. Gold ist das Antidot
(Gegengift / Gegenmittel) zu Oskars Reichtum für Alle Philosophie, weil
es das Vermögen vor seinem Zugriff entzieht. Und ohne zusätzliche Staats-Knete
von Oskar wird die Karawane des sozialpolitisch-industriellen Komplexes wohl (erfolglos)
weiterziehen müssen. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Wow, was für ein Tag. Das Gold-Kartell hat heute erst Plan A, gefolgt von
Plan B und letztendlich Plan C durchgezogen. Das ganze Repertoire einer
aussterbenden Spezies. Dabei hatte es im frühen asiatischen Handel noch nicht
danach ausgesehen. Gold tendierte nämlich wieder oberhalb der Marke von $1.000. Je
näher der Start des Londoner Handel sich näherte, desto stärker verfiel Gold im
Preis: Das Gold-Kartell hat von General Custer alias
Ben Bernanke wohl wieder eine größere Menge
Zentralbank-Gold losschlagen können. So wird dann am Little Big Horn wieder einmal
eine Schlacht geschlagen, die völlig bedeutungslos ist. Die Indianer nehmen das
letzte zu Spot(t)-Preisen verkaufte physische Gold gerne auf. Der
A.M. Fix mit $995,75 (EUR 686,58) zeigt, welche Panik bei Ben und seinen
umzingelten Soldaten herrscht. Zum
Nachmittag konnte sich Gold dann wieder erholen. Kurz vor Eröffnung des Handels
an der COMEX stand Gold dann wieder wenige Dollar vor der $1.000er Marke. Mit
Beginn des Handels an der COMEX wurde die Marke von $1.000 in mehreren Wellen
erreicht, dann aber wieder herunter gerungen. Das Gold-Kartell hat wirkliche
Panik. Der P.M. Fix kam trotz des Versuchs, Zentralbank-Gold in größerem Umfang
in den Markt einzuschleusen fast auf der $1000er Marke zustande: $999,50 (EUR
685,01). Da hat wohl einer genau seine 400oz-Barren abgezählt. Bernie geht
Dir die Munition aus oder sind die Indianer einfach zu stark
? Nach
dem P.M. Fix waren die Herren wieder in ihrem Element. Papier-Gold können sie
gut verkaufen, denn hinter ihnen steht eine quasi unerschöpfliche Druckerpresse.
Plan B kam jetzt zum Tragen. Gold beendete den Handel an der COMEX auf einem
Niveau von $995,30, d.h. zwei Dollar weniger als gestern. Im
Access Handel kam dann Plan C zum Tragen. Gold wurde zum Teil unter die Marke
von $990 gedrückt und beendete den heutigen Tag in New York mit einem Kurs von
$992,40. Der
US-Dollar konnte seine anfängliche Talfahrt zwar wieder beenden, schloss aber
trotzdem 0,2 Punkte unterhalb des gestrigen Standes bei 77,0. Die Renditen der
10-jährigen Treasuries zeigten sich mit 3,5 Prozent
unverändert. Der Quotient aus dem USDX und den Renditen fiel heute leicht auf
22,0 (Dienstag: 22,1). Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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