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Bericht für den 18.
September 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Die nächste Welle von Banken-Krisen
kommt auf uns zu. Bloomberg meldete gestern: U.K. Banks to Post
$215 Billion Losses, Moodys Says
--- U.K. Banks are less than half way through posting 240 billion pounds ($398
billion) of losses on loans and securities, a reflection of the countrys
economic weakness, according to Moodys Investors Services Ltd. British bank
are likely to record losses of at least 130 billion pounds, in addition to 110
billion pounds lost since the beginning of the credit crisis in 2007, Moodys
said in a report today. Nun hat der britische Steuerzahler
die Banken bereits mit über 1.400 Mrd Pfund gestützt
und ist der größte Anteilsnehmer der RBS (Royal Bank of Scotland)
und der Lloyds Banking Group. Too-big-to-fail hieß das Motto der ersten Welle der
Bankenkrise, mit dem alle Großbanken vom Staat und den Notenbanken gerettet
wurden. Nun soll noch einmal das gleiche Volumen an Verlusten auf die Banken
hinzukommen. Die neusten Nachrichten legen nahe,
dass nun auch der britische Staat trotz massiver Monetarisierungs-Maßnahmen
durch die Bank of England (BoE) in
Refinanzierungs-Probleme kommen wird: Too-big-to-bail --- zu groß um gerettet zu
werden wird wohl das Motto der Bankenkrise 2.0 werden. Ich hatte in meinem Bericht vom
Dienstag erläutert, mit welchen Maßnahmen die Banken gestützt werden.
Bilanzierungs-Vorschriften werden außer Kraft gesetzt, die Banken generieren
aus ihrem Anlage-Portfolio Wertpapiere, die sofort von der Notenbank beliehen
werden. Oder Bank und Notenbank tauschen sich ihre Wertpapiere untereinander
--- temporär natürlich. Aus Banken werden so Zombie-Banken, weil man die in den
Bilanzen schlummernden Verluste nicht sichtbar machen will. Ansonsten wären die
Banken bankrott. Aber die Entwicklung trifft nicht
nur die Banken in Großbritannien. Laut dem Bericht in Bloomberg sind auch die
Banken in Spanien stark betroffen. Deren Anlagen insbesondere bei Hypotheken
auf Immobilien sind 30 Prozent unter Wasser. Der Abschreibungs-Bedarf wird auf
bis zu 150 Milliarden Euro ($218 Milliarden) geschätzt. Erschreckend ist, dass die EZB einen
Großteil dieser schlechten Kredite in ihren Büchern hält. So wird auch der
Steuerzahler in Deutschland für die Kosten der Banken-Rettung in Spanien
letztendlich aufkommen müssen. Von offizieller Seite versucht man die Probleme
zu verdrängen. Statt dessen werden wir mit
Informationen wie dieser konfrontiert: Household
wealth in the U.S. increased by $2 trillion in the second quarter, bringing an
end to the biggest slump on record. Net worth for households and non-profit groups climbed to $53.1
trillion from $51.1 trillion in the first quarter, marking the first gain since
the third quarter of 2007, according to the Federal Reserves Flow of Funds
report today in Washington. So, so --- In der schwersten
Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren sollen die U.S.-Bürger nun wieder reicher
geworden sein. Ein Blick auf das Zahlenwerk verrät,
wie der Hase läuft: Die Bestände der Haushalte an Treasuries
(U.S. Staatsanleihen) sollen innerhalb eines halben Jahres von $240 Mrd auf $606 Mrd gestiegen sein.
D.h. die Haushalte sollen angeblich $366 Mrd von Obamas Staatsschulden gekauft haben. Wir wissen, dass dies
grober Unfug ist. Aber die Statistik muss zumindestens
so gut wie es geht die indirekte Monetarisierung der Staatsschulden durch die
FED verstecken. Es wird weiter gelogen, dass sich die Balken biegen. Irgendwann fällt der ganze Schwindel
auf. Dann wird der Druck so groß, dass ganze Staaten an der Rettung ihres
maroden Bankensystems zugrunde gehen werden. Too-big-to-bail
wäre dann wohl das Motto, das eine Währungs-Reform einleiten würde. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Das
Gold-Kartell hat es heute noch einmal versucht: Den zum Vormittag ansteigenden
US-Dollar haben sie verwendet, um Gold eine halbe Stunde nach Beginn des
Handels in London auf bis zu $1.007 zu drücken. Die physische Nachfrage scheint
aber immer noch stark zu sein. Zum A.M. Fix stand Gold dann bereits wieder bei
$1.014,00 (EUR 690,22). Das ist zwar ein Rückgang um knapp sieben Dollar im
Vergleich zum gestrigen A.M. Fix. Aber Gold bewegt sich noch komfortabel
oberhalb der Marke von $1.000. Ein
Leser hat mich heute darauf aufmerksam gemacht, dass heute dreifacher Hexensabbat
sei. Anscheinend haben die Banken eine Reihe von Call
Optionen mit einem Strike-Price von $1.000
abgeschlossen, die heute zur Auszahlung anstünden. Vielleicht muss die EZB aber
auch wieder wie vor einigen Monaten der Deutschen Bank mit Gold unter die Arme
greifen. Laut letztem Ausweis wurde im EZB-System eine größere Menge Gold
verkauft. Zum
Nachmittag hat sich dann Gold wieder etwas befestigen können. Man spürte aber,
dass etwas in der Luft lag. Kurz vor dem P.M. Fix lag Gold bei $1.017, brach
dann aber innerhalb weniger Minuten auf $1.008 ein. Das Gold-Kartell hat es
wieder einmal getan: Kurz vor dem P.M. Fix eine größere Menge 400oz-Barren in
den Londoner Handel eingeschleust. Dafür kam der P.M. Fix mit $1.012,00 (EUR
687,97) aber vergleichsweise stabil zustande. Im Tagesvergleich musste Gold
knapp $7 abgeben. Zum
Schluss des Handels an der COMEX wurde Gold dann dennoch auf das gewünschte
Niveau gedrückt: $1.009,20 lautete der Schlusskurs. Dafür, dass es am Vormittag
noch nach einem Angriff auf die Marke von $1.000 ausgesehen hatte, hat sich
Gold heute erstaunlich gut gehalten. Und es ist schon der zweite
Wochenschluss-Kurs oberhalb der Marke von $1.000. Bill Murphy von http://www.lemetropolecafe
hat die heutige Entwicklung
folgendermaßen kommentiert:
Early in the day I mentioned to a colleague that if
gold could close down $1 to $2, I would consider it a victory for our camp,
knowing the effort the bums would make to take down the price ahead of this
very visible world financial weekend. We have
now had two down days of minor significance in a big
picture sense. Gold managed to hold another weekly gold close above $1,000 (a
slight new high) and its number of gold closes above $1,000 has already
shattered the amount compared to the last run ups to the $1,000+ levels. Minor down day corrections in an enormous bull market move are
technically constructive.
The Gold Cartel is in serious trouble and the
reason is simple. Zeit,
das Wochenende gemütlich zu verbringen. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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