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Bericht für den 21.
September 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Die Wiener Zeitung DiePresse.com hat
nun auch den meiner Meinung nach zweitwichtigsten Grund, sein Vermögen in Gold
anzulegen herausgearbeitet. Ohne das natürlich so explizit auszusprechen. In
einem Beitrag am Wochenende thematisierte diese Zeitung den Einfluss der
Inflation auf das Vermögen derjenigen, die ein solches noch haben: Wer sich dieser Tage mit Menschen unterhält, die finanziell
noch einigermaßen flüssig sind, wird augenblicklich von einer beklemmenden
Stimmung erfasst. Vermögende kennen derzeit keine größere Sorge, als ihre Knete
so schnell wie möglich in sichere Häfen zu lotsen, um sie dort vor dem
rücksichtslosesten aller Räuber in Schutz zu bringen: der Inflation. Nun ist natürlich
nicht die Inflation dieser rücksichtsloseste Räuber, sondern derjenige, der die
Inflation durch die Geldmengen-Ausweitung auslöst. Unser Staat. Das wird dann auch in der folgenden
Passage offensichtlich: Idioten des Jahrzehnts.
Zudem wissen die Finanzminister, dass es politisch weit weniger riskant ist,
die Notenpresse anzuwerfen als die Mehrwertsteuern spürbar zu erhöhen oder
(Sozial-)Ausgaben zu kürzen. Weshalb die Sanierung der Budgets auf das Konto
jener gehen wird, die Geld zur Seite gelegt haben. Diese Menschen sind dann
auch die ungekrönten Vollidioten des Jahrzehnts: Nachdem ihnen der
Staat beim Aufbau ihres Vermögens die Hälfte weggesteuert hat, droht ihnen nun
die von staatlicher Hand geplante Geldentwertung den letzten Rest aufzufressen.
Zum Drüberstreuen werden sie in jeder Steuerdebatte genüsslich als
rücksichtslose Gesellen denunziert, die im Gasthaus zum Sozialen Frieden
regelmäßig die Zeche prellen. Volltreffer: Erst steuert man das
Geld den Bürgern durch hohe Einkommenssteuersätze weg, und dann wird der Rest
noch durch die Inflation entwertet. Und damit diese nützlichen Idioten nicht
etwa auf die Idee eines Steuerboykotts kommen, werden sie von den Vertretern
des sozialpolitisch-industriellen Komplexes regelmäßig als kalte Krieger in einer
Idylle des Sozialen Friedens beschimpft. Leider hat der
sozialpolitisch-industrielle Komplex auch schon alle Parteien quasi unterwandert.
Deshalb kann sich dieser so gescholtene Bürger noch nicht einmal bei Wahlen
Gehör verschaffen. Die Verteilungs-Propheten haben in allen Parteien derzeit
mächtig Überwasser. Kein Wunder bei den Geld-Ressourcen, die ihnen zur
Verfügung stehen --- 124 Milliarden Euro allein im Bundeshaushalt umfasst der
Haushalt für Arbeit und Soziales. Das sind mehr als 50 Prozent aller Ausgaben,
wenn man die Zinslasten in Höhe von 40 Milliarden Euro außer Acht lässt. 1.500
Euro für jeden Bürger, egal ob Säugling oder Greis allein als Bundesausgaben.
Hinzu kommen die Sozial-Haushalte wie Renten-, Kranken-,
Arbeitslosenversicherung sowie die Sozial-Ausgaben der Länder und Kommunen. Wagt er es trotzdem, seine Meinung
zu äußern oder Gedanken zu entwickeln, dann schlägt das Political
Correctness Schwert mit aller Wucht zu. Hiermit kann
man jeden Gegner mit einem Schlag entwaffnen. Es kommen dann sofort die
Sozial-Politiker zu Worte, die mit treudoofen Dackelaugen und betroffener
Stimme die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass man so gegen die
angeblich Schwachen und Hilflosen nicht agitieren dürfte. Im Prinzip ist Political
Correctness nichts anderes als ein von den
Sozialpolitikern verordnetes Denk- und Redeverbot gegen die Auswüchse unseres
Sozial-Staates. Der sozialpolitisch-industrielle Komplex entzieht sich so der
kritischen Durchleuchtung seiner Machenschaften. Ich bezeichne ihn deshalb als
Sozial-Diktatur. Erstens weil er mit seinem Political
Correctness Diktat der in einer Demokratie
verbrieften Meinungs- und Redefreiheit zuwider läuft. Wer seine Meinung in
Presse, Funk und Fernsehen nicht verbreiten darf, weil er gegen die Gesetze der
PC verstößt, wird de facto einer Zensur unterworfen. Zweitens unterwandern die
Verfechter des Sozialstaates in immer größerem Umfang unsere Parteien --- ob
sich die Suborganisationen nun Arbeitnehmervertreter, Sozialausschüsse oder
sonst wie nennen. Sie sind die Speerspitze der Kaste der selbst erwählten
Gerechtigkeits-Politiker. Der Pluralismus in unserer Gesellschaft, der durch
die politischen Parteien gefördert werden soll, verkommt immer mehr zum Brei einer
großen Einheitspartei. Der dritte Aspekt ist, dass der Sozialstaat immer
größere Mengen der Ressourcen unserer Gesellschaft an sich reißt. Ein System,
das mit staatlichen Zwangsmaßnahmen immer intensiver seine Bürger gängelt und
die Wirtschaft unter seine (inoffizielle) Kontrolle bringt, bezeichnet man
langläufig als Faschismus. Was ist nun der Ausweg
? Es ist wichtig, dass jeder erkennt, dass der Staat ein Räuber ist. Und
es das Recht und die Pflicht jedes einzelnen ist, sich vor Räubern zu schützen.
Auch wenn sich dieser Räuber wie der Staat selbst durch seine Gesetzgebung
legitimiert. Zweitens: Eine kleine Revolution
gegen den zur Sozial-Diktatur degenerierten Staat ist erforderlich. Das geht
nicht über die Öffentlichkeit: Durch die Political Correctness Zensur ist dieser Weg verbaut. Es geht auch
nicht durch Aufstand: Zu groß ist bereits der Kontroll- und
Überwachungs-Apparat. Sehr effektiv sein Katalog an Repressions-Maßnahmen. Aber
wie sieht es mit gezielter Unterhöhlung der Pfeiler der Sozial-Diktatur aus. Deren
Achilles-Ferse ist schließlich der stetige Zufluss von Geldern der
Leistungsträger. Zum Beispiel: Wer sein Geld in Edelmetalle umschichtet,
entzieht es dem Zugriff. Sei es durch eine bevorstehende Vermögensabgabe oder
die Inflation. Im Prinzip erhebt der Leistungsträger damit versteckt seine Stimme
gegen die Sozial-Diktatur --- eine Stimme für die an mein Geld kommt ihr nicht
ran Bewegung. Die große Revolution ist dann der
nächste Schritt. Wenn die Pfeiler der Sozial-Diktatur unterhöhlt sind und
einstürzen werden. Ein Staats-Bankrott wird der verlässliche Indikator dafür
sein. Erst wenn es zu spät ist, werden das die Parteien auch kapiert haben. Zur Zeit haben noch die Betroffenheits-Politiker und
Gutmenschen die Oberhand. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Die
Entwicklung an den Gold-Märkten am Freitag Nachmittag
hat es bereits angezeigt: Gold wird diese Woche verstärkt unter Druck stehen. Was
sind die Gründe. Zuerst ist am Dienstag und Mittwoch das Meeting des
Offenmarktausschusses (FOMC) der FED in Washington. Am Donnerstag und Freitag
treffen sich die Regierungs-Chefs der G20-Staaten zum Krisengipfel in
Pittsburgh. Eigentlich wollte man dort schärfere Regeln für die
Finanz-Industrie durchsetzen. Aber das U.S. und U.K. Bankenkartell wehrt sich
mit Händen und Füßen gegen mehr Regulierung. Man möchte so weiter machen wie
bisher. Und zu guter Letzt steht die Versteigerung von U.S. Treasury Notes &
Bonds in Wert von $197 Mrd an. Hier die Daten:
In
der Vergangenheit wäre der Gold-Preis bei einer solchen Anhäufung von wichtigen
Terminen um $100 oder mehr gedrückt worden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass
der IWF nun wirklich über 400 Tonnen seines Gold-Bestandes verkaufen wird. Auch
wenn ernsthafte Zweifel an der Existenz der über 3.000 Tonnen IWF-Goldes
bestehen, so liegt immer noch in den Tresoren der N.Y. FED in Lower Manhattan eine signifikante Menge Gold. Man kann
weiterhin öffentliche Führungen durch die Tresore der N.Y. FED buchen. Und
dabei werden reale 400oz-Goldbarren gezeigt. Ganz entwaffnet sind die
Notenbanken und Institutionen der westlichen Welt also noch nicht. Nach
Schluss des Handels an der COMEX am Freitag Nachmittag
wurde Gold im Access Handel um weitere drei Dollar auf $1.006,50 gedrückt. Das
Verhalten heute früh am asiatischen Markt war deshalb vorhersagbar: Gold wurde
in Richtung der Marke von $1.000 gedrückt und schwankte entweder leicht
oberhalb oder unterhalb dieser Marke. Im
Londoner Vormittags-Handel stieg der Druck allmählich an, wobei die
$1.000er-Marke nicht signifikant nach unten durchbrochen wurde. Der A.M. Fix
kam mit $999,25 (EUR 681,76) unterhalb der magischen Marke zustande. Im
Vergleich zum A.M. Fix vom letzten Freitag ist dies ein signifikanter Einbruch
von $15. Sind hier schon die ersten IWF-Barren im Londoner Handel aufgetaucht ? Mit
Beginn des Handels an der COMEX habe ich eine herbeigerufene massive
Preis-Drückung des Gold-Kartells erwartet: Der Vormittag war mit einem Rückgang
von $7 schon sehr erfolgreich --- also war eine weitere Drückung im Bereich von
$15 bis $20 zu erwarten. Diese blieb jedoch aus. Der P.M. Fix kam zwar mit
$997,00 (EUR 680,87) etwas niedriger als der A.M. Fix zustande. Aber der
Abstand zur $1.000er-Marke war weiterhin nur marginal. Nach
Schluss des Handels in London konnte sich Gold an der COMEX wieder oberhalb der
Marke von $1.000 stabilisieren. Der letzte Kurs kam an der COMEX mit $1.002,90
zustande. Wer
durchkreuzt permanent die Drückungs-Aktionen des Gold-Kartells
? Sind es die Chinesen, die den U.S.A. beweisen wollen, dass ein Weiter
So auf dem G20-Gipfel Ende dieser Woche auf ihren erbitterten Widerstand stoßen
wird. Oder sind weltweit Aufkäufer des Big Money unterwegs, die jede sich
bietende Gelegenheit dazu nutzen, ihre Gold-Vorräte aufzustocken. Ich
weiß es auch nicht --- aber das Gold-Kartell scheint nun zumindestens
einen ebenbürtigen Gegner gefunden zu haben. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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