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Bericht für den 23.
September 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld DIE WELT hat gestern einen Bericht unter dem Titel Soviel Geld haben die deutschen Haushalte netto
veröffentlicht. Das eigentliche Hauptthema des Beitrages war dabei aber
nebensächlich. Aber es wurde eine zweite Frage gestellt: Wie viel Geld hat
jeder nach Abzug der Fixkosten monatlich zur freien Verfügung. Und an dieser
Stelle beginnt es interessant zu werden. Ich habe in mehreren Beiträgen Hinweise darauf gegeben, wie
man sein Vermögen durch Umschichtung in Gold und Silber vor den verschiedenen
lauernden Gefahren (Staat-Vermögensabgabe, Staat-Inflation, System-Kollaps) in
Sicherheit bringen kann. Aber das betrifft im Wesentlichen den Teil der
Bevölkerung, der in der Vergangenheit noch ein Vermögen hatte bilden können.
Das werden wohl Arbeitnehmer und Selbständige jenseits von Vierzig sein. Aber was passiert mit dem heranwachsenden Mittelstand, der
wegen der jetzt schon ungünstigen demographischen Entwicklung eigentlich noch
mehr Vermögen bilden müsste, als die Älteren. Denn was hilft der beste Tipp für
ein Investment in Gold, wenn es an dem Geld dafür fehlt. Nachstehend die Tabelle aus dem Bericht der WELT:
Und hier sind wir (wieder einmal) bei der Debatte, die ich
in den beiden letzten Berichten zu thematisieren versucht habe. Die über
Vierzigjährigen haben mit einer geschickten Umstrukturierung ihres Vermögens,
das vielleicht schon 100.000 Euro oder mehr beträgt, das Potential Millionär zu
werden. Und hiermit meine ich die Kaufkraft einer Millionen zu derzeitigen
Preisen und keine Hyperinflations-Millionäre. Hier ist dann das Revolutions-Potential gegen eine weitere
Ausplünderung des Mittelstandes begrenzt. Man zeigt dem Staat lieber den
Mittelfinger, zieht sich langsam aus dem Arbeitsleben zurück (beispielsweise
mit Abfindung oder einer Früh-Pensionierung) und lebt von seinen plötzlich im
Wert gestiegenen Ersparnissen. Aber die unter Vierzigjährigen kommen jetzt langsam in das
Alter, wo das Einkommen ein Niveau erreichen sollte, um Vermögen bilden zu
können. So war es jedenfalls in der Vergangenheit. Und hier sind wir wieder zurück
zur Statistik aus der WELT. Nur 10 Prozent der Bevölkerung hat überhaupt über
EUR 500 monatlich zur freien Verfügung. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung
hat mit weniger als EUR 100 pro Monat gar keine Möglichkeit zur
Vermögensbildung. Diese Beobachtung habe ich schon in der Vergangenheit
gemacht. Zitat aus meinem Bericht vom 9. September: Eine
zweite erschreckende Bemerkung macht der FTD-Kommentar
über den Vermögensaufbau der heranwachsenden Mittelschicht: Der jungen
Generation, auch wenn es Besserverdiener mit bis zu 80.000 EUR Jahresverdienst
seien, gelinge es kaum noch, nennenswert Vermögen aufzubauen. Zu viel Cash Burn. Es sieht so aus, dass auch die besser verdienende
heranwachsende Mittelschicht kein Geld mehr zur freien Verfügung hat, um Vermögen
aufzubauen. Vielleicht sind es die Versuchungen der heutigen
Kredit-Gesellschaft, die ein gutes Leben sofort versprechen, die die hohen
Fixkosten bedingen. Derjenige, der sich ein Auto, die Wohnungseinrichtung, den
Urlaub etc auf Kredit vorfinanziert, wird letztendlich teurer leben als jemand,
der das Geld dafür anspart. Das ist meines Erachtens aber nicht der Hauptpunkt. Vielmehr:
Der Sozialstaat frisst mit immer höheren Steuern und Sozialabgaben seine
eigenen Kinder --- die ihn eigentlich tragen sollten. Werden wir zukünftig eine vermögenslose Gesellschaft, in der
vielleicht nur noch die oberen ein Prozent und weniger der Bevölkerung in der
Lage sein wird, sich selbständig ein Vermögen zu erarbeiten --- und damit ein
gewisses Maß der Unabhängigkeit. Hier sind wir dann wieder bei denjenigen, die diesen
Aufstand gegen den etablierten Verteilungsstaat vorantreiben müssen --- der
heranwachsende Mittelstand. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Gold
konnte sich heute früh im asiatischen Markt um die Marke von $1.015 halten.
Großartige Bewegungen beim Gold waren im Vorfeld der um 20:15 Uhr MEZ heute zu
verkündigenden Entscheidung des Offenmarkt-Ausschusses der FED (FOMC) sowieso
nicht zu erwarten gewesen. Und
so dümpelte Gold auch im frühen Londoner Handel bewegungslos um die Marke von
$1.015 herum. Der A.M. Fix mit $1.014,75 (EUR 686,11) war dann auch keine
Überraschung. Mit
Beginn des Handels an der New Yorker COMEX wurde Gold stetig bis auf $1.007
gedrückt. Das war bereits ein kleiner Hinweis darauf, dass die FED etwas zu
verkündigen hat, was die Marktteilnehmer eher als Gold-positiv einstufen
würden. Der
kurz danach folgende P.M. Fix mit $1.010,25 (EUR 684,13) bestätigte diese
Einschätzung. Im Tagesvergleich musste Gold knapp vier Dollar abgeben. Anschließend
konnte sich Gold wieder bis zum Schluss des Handels an der COMEX stabilisieren.
Der letzte Kurs kam mit $1.013,10 zustande und damit lediglich einen Dollar
niedriger als zum gestrigen Schluss der COMEX. Um
20:15 Uhr MEZ wurde dann pünktlich die Entscheidung des FOMC der FED verkündet:
Zuerst
reagierten die Aktien-Märkte und Gold positiv auf diese Nachricht. Dann brach
der Dow Jones Industrial Average aber auf dem Niveau
von 9.900 Punkten plötzlich um über 100 Punkte ein. Ebenso die Entwicklung bei
Gold: Zuerst ist der Preis bis auf $1.018 wegen der fortgesetzten indirekten
Monetarisierung der MBS angestiegen. Dann fiel der Preis wieder auf unter
$1.010. Der
US-Dollar hat heute knapp über dem gestrigen Niveau geschlossen. Die Renditen
der 10-jährigen Treasuries fielen auf 3,4 Prozent.
Der Quotient aus beiden Werten stieg heute auf 22,4 (Dienstag: 21,7). Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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