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Bericht für den 28.
September 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Die bürgerliche Koalition aus CDU/CSU und FDP hat bei der
gestrigen Wahl doch noch eine Mehrheit zustande gebracht. Für mich nach den
bisherigen Meinungs-Vorhersagen eigentlich überraschend. Denn bisher haben
prognostizierte Mehrheiten für Schwarz-Gelb bei den letzten Wahlen zu einer
Propaganda-Offensive der SPD unter Gerhard Schröder geführt. Letztendlich wurde
damit die prognostizierte Mehrheit von Schwarz-Gelb wieder neutralisiert. Man
hat also diesen Popanz als Mittel dazu verwendet, um seine eigene (eigentlich frustierte) Wählerschaft zur Wahlurne zu bewegen. Diesmal ist diese Strategie schief gegangen. Die sich daraus ergebende Situation ist zwiegespalten: Auf der einen Seite scheint damit die sich die letzten Jahre
fortsetzende Annäherung der Positionen der Union an die SPD --- sprich
Sozialdemokratisierung der CDU/CSU --- beendet zu sein. Der pro-FDP
Flügel der Union (Wirtschaftsausschüsse etc) kann sicherlich gut mit den
FDP-Positionen harmonieren. Obwohl beim Thema Monetarismus müssen wohl Beide
stärker in sich gehen --- hier muss wohl die Erkenntnis reifen, dass das derzeitige
Geld-System nicht besser ist als ein staatlich verordneter 5-Jahresplan. Diese
Lehren müssen wohl viele Marktwirtschafter ziehen --- der Monetarismus ist
nichts Weiteres als staatlich verordnete Geldversorgung der Wirtschaft. Also
Sozialismus durch die (kapitalistische) Hintertür. Auf der anderen Seite war die Politik der Verfechter der
Einschränkung von Bürgerrechten zwischen CDU/CSU und SPD eher uniform. Beide
bestreiten den mündigen Bürger und wollen ihn durch schärfere Gesetze unter
ihre Kontrolle bringen. Sicherlich aus unterschiedlichen Beweggründen --- aber
im Ergebnis gleich. Die Union hat demnach eine pro-FDP
Position (alias Wirtschafts-Politik im weiteren Sinne) als auch ein kontra-FDP Position (als der Verfechter der Einschränkung
von individuellen Freiheiten). Die Union als Law-and-Order Partei
ist jedoch faktisch schon seit mehreren Jahren passe. Man schaue sich nur
einmal die Körpersprache der beiden Repräsentanten der inneren (Innenminister)
und äußeren Sicherheit (Verteidigungsminister) an: Ehrlich gesagt ein Häufchen
Elend. Auf der einen Seite wurde ein eigentlich als südwestdeutscher Liberaler
bekannter Politiker plötzlich Innenminister, auf der anderen Seite ein in einer
Herkules-Maschine nach Afghanistan ängstlich Fliegender Verteidigungsminister.
Hand aufs Herz: Repräsentieren diese beiden Individuen die Staatsmacht nach
Innen und nach Außen ? Natürlich nicht. Deshalb muss die Union hier dringend aktiv
werden. Law-and-Order Vertreter gab es in der
Vergangenheit ja bereits genug: Man denke hier an Manfred Kander
oder Manfred Wörner. Unabhängig von dem wirtschaftlichen Umfeld ist es notwendig,
Bevölkerungs-Gruppen mit den verschiedenen Themen für sich zu vereinnahmen.
Hier hilft einfach nur Polarisierung, d.h. Gruppierung der Schafe. Warum ? Weil die wirtschaftliche Situation in Wirklichkeit
katastrophal ist und jeglicher Versuch der Beruhigung der Bevölkerung nicht
geglaubt wird. Ich vermute, dass die wirtschaftlichen Parameter nach dieser
Wahl nach unten zeigen werden ohne dass dies Einfluss auf die neue Regierung
haben wird. Die schlechten Daten sind für Jeden auf der Straße bereits eingepreist. Womit müssen wir die nächsten Monate rechnen: Auf der einen
Seite wird der für Deutschland schon peinlich werdende Abgang von Peer Steinbrück die Schweiz und andere Länder aus dem Blickfeld
der Politik verschwinden lassen. Auf der anderen Seite muss sich die Politik
überlegen, wie sie das Genick der staatserpressenden
Banker wie J: Ackermann ohne Risiko eines System-Kollapses brechen kann. Der
größte populistische Schachzug für die Politik wäre sicherlich, den Ackermann
genauso wie den Zumwinkel in seiner Villa öffentlichkeitswirksam verhaften zu lassen.
Geheimdienste, um hier fündig zu werden, hat die Bundesrepublik Deutschland
bereits ausreichend. Vielleicht kann man bei dieser Gelegenheit auch noch die
Vertreter des Imperiums, d.h. Goldman Sachs und JP Morgan Repräsentanten in
Deutschland neutralisieren. Dazu fehlt aber noch der richtige Law-and-Order Instinkt. Eine Jagd auf die Repräsentanten
des Beute-Kapitalismus würde zudem die Position der Partei DIE LINKE wieder
schwächen --- im Prinzip hat Oskar Lafontaine mit seiner Partei die Law-and-Order Positionen der Union vereinnahmt. Die Banker
haben zudem in den letzten Monaten soviel Verbrechen begangen, dass ein
Vorgehen gehen diese Kaste nicht nur durch die
Partei DIE LINKE gefordert werden kann. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Der
Gold-Preis war heute noch durch die Ereignisse am Donnerstag und Freitag
letzter Woche geprägt. Zu stark waren die beiden Abwärtsbewegungen, um wieder
zur Tagesordnung zurückkehren zu können. Es
herrscht im Markt außerdem Unsicherheit darüber, ob das Gold-Kartell nun wirklich
über zusätzlich 400 Tonnen physisches Gold des IWF verfügen kann oder nicht. Die
Aktionen der letzten Tage lassen darauf schließen, dass dieses Gold existiert
und von Goldman (Government) Sachs und anderen eingesetzt wird. Dementsprechend
vorsichtig verlief die heutige Entwicklung an den Märkten. Gold startete
unverändert in den Handel in Asien. Auch am Vormittag in London tat sich nicht
viel. Der A.M. Fix kam mit $990,50 (EUR 676,94) quasi unverändert zum
Schlusskurs am letzten Freitag zustande. Aber im Vergleich zum letzten A.M. Fix
musste Gold knapp $7 abgeben. Auch
am Nachmittag herrschte Vorsicht. Gold konnte zwar nach Beginn des Handels an
der COMEX die Marke von $994 erreichen. Hier war jedoch erst einmal Schluss.
Zum P.M. Fix stand Gold wieder auf $991,75 (EUR 676,59), was weiterhin einen
starken Druck am physischen Markt signalisierte. Die Käufer aus Indien sind
zwar heute wegen eines Feiertages ausgefallen, aber der Druck auf den
Gold-Preis im physischen Markt bestätigt die Position, dass doch neue 400-oz
Barren auf den Markt geworfen wurden. Also vielleicht doch IWF-Gold ? Gegen
18:00 Uhr MEZ konnte Gold mit $996 seinen Tageshöchststand erreichen, dieses
Niveau zum Ende des Handels allerdings nicht halten. Gold beendete den Handel
an der COMEX in New York mit $992,80. Die
Aktien-Märkte reagierten heute weltweit uneinheitlich. Während in Japan der
Aktienindex um über zwei Prozent einbrach, ging es in Europa mit mehr als zwei
Prozent kräftig aufwärts. Auch die US-Märkte stiegen über einen Prozent. Die
WELT AM SONNTAG warnt inzwischen die Schafe vor einer Herdenbewegung in
Richtung Aktienmärkte. Zu Recht. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold ews Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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