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Bericht für den 2.
Oktober 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Gestern
hatte Bloomberg gemeldet, dass das ausgelaufene U.S. Cash-for-Clunkers
Programm im September augenblicklich zu einem massiven Einbruch der
Verkaufszahlen für Autos geführt hat. Am stärksten betroffen waren General
Motors (GM) mit minus 45 Prozent, Honda mit minus 20 Prozent und Toyota mit
minus 13 Prozent. Heute
berichtete die FTD über den deutschen Automarkt unter dem Titel Autohändler verkaufen nur noch die Hälfte,
dass bereits einen Monat nach Erschöpfung des Budgets für die Abwrackprämie der
Verkauf um 50 Prozent eingebrochen sei. Die großen Verlierer dabei waren die
Hersteller von kleinen und mittleren Fahrzeugen. Die
FTD führt aus: Vier Wochen nach Auslaufen der
Abwrackprämie klagen die Autohändler in Deutschland über einen Absatzeinbruch.
Die "Bild"-Zeitung berichtet unter Berufung
auf den Bundesverband freier Kfz-Händler (BVfK), dass
der Neuwagenverkauf im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat
zurückgegangen ist. Der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein
sagte dem Blatt: "Der Absatz liegt rund die Hälfte niedriger als im
August. Wir haben ein absolutes Nachfrageloch bei kleinen und preiswerten
Autos." Aus
industriepolitischer Sicht ist diese Nachricht eigentlich keine schlechte
Entwicklung. Die Bundesregierung hat nämlich mit ihrer Abwrackprämie den
Verkauf vor allem von ausländischen Kleinwagen massiv angeheizt. Asiatische
Hersteller wie Toyota haben jahrzehntelang versucht, auf dem deutschen Markt
Fuß zu fassen. Bislang waren sie aber nicht erfolgreich: Die Kunden haben sich
lieber gebrauchte Fahrzeuge von deutschen Herstellern gekauft, als asiatische
Fahrzeuge. Mit der Abwrack-Prämie hat die Bundesregierung aber den Markt für
die Asiaten geöffnet, indem die Kunden ihre gebrauchten deutschen Fahrzeuge
gegen neue subventionierte asiatische (und italienische/französische) Autos
eingetauscht haben. Dumm,
dümmer, Bundesregierung ! So etwas würde einer französischen Regierung nie
passieren: Dort bewertet man erst sehr sensitiv die industriepolitischen
Auswirkungen, bevor solche Maßnahmen wie eine Abwrackprämie ergriffen werden.
Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass unseren Politikern die entsprechende
Ausbildung in Elite-Schulen fehlt, um diese Zusammenhänge zu verstehen. Bis
auf Opel und Volkswagen haben die deutschen Hersteller nicht profitieren
können. Für die deutschen Premium-Hersteller hatte die Abwrackprämie keine
signifikanten Auswirkungen gehabt, da ein Großteil dieser Fahrzeuge sowieso als
Dienst-Leasingfahrzeuge beschafft wird. Das
ist aber eigentlich nicht das entscheidende Thema. Vielmehr sieht man an diesen
staatlichen Programmen sehr gut, dass Anschaffungen nur vorgezogen werden.
Danach bricht die Nachfrage umso radikaler ein. Im letzten Jahr hatte die
Bush-Administration noch vor der Lehman-Krise Konsum-Schecks an ihre Bürger
verteilt. Damit konnte --- mit kräftiger Unterstützung der verschiedenen
Wahrheitsministerien --- ein Einbruch der Wirtschaft erst einmal verhindert
werden. Denn am Ende des Jahres waren ja Wahlen. Und auch im Anschluss an die
Lehman-Pleite dauerte es eine Zeit, bis man dann wirklich auch Zahlen hatte,
die die Rezession in den USA bestätigt haben. Nun
sehen wir eine ähnliche Entwicklung: Der Staat hat den freien Fall der
Wirtschaft in eine Depression anscheinend erst einmal aufhalten können. Mit
Auslauf der Förderprogramme schlägt die Entwicklung jetzt allerdings doppelt
zu: Die (versteckten) Rückgänge der Depression werden noch mit den Rückgängen
aus vorgezogenen Beschaffungs-Investitionen verstärkt. Die
weitere Roadmap ist bereits vorgezeichnet: Der Staat
muss weitere Stimulus-Maßnahmen ergreifen, sich weiter verschulden und die
Notenbanken müssen noch viel mehr Geld drucken. Bloomberg
brachte bereits einige Kommentare nach Bekanntgabe der Arbeitslosen-Zahlen für
den Monat September, die genau in diese Richtung zeigen: Fed Chairman Ben S. Bernanke yesterday said economic growth may not be strong
enough to substantially
bring down unemployment, indicating
the central bank will be slow
to drain the trillions of dollars its pumped into
the economy.
I certainly dont think we can afford to withdraw the stimulus, without
it wed probably be looking at uglier numbers, Chris Low, chief economist
at FTN Financial in New York, said in a Bloomberg Television interview. What
we are looking at is the lack of small-business job creation that typically
marks the beginning of an economic recovery. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Heute
war kein guter Tag für unsere Alles-wird-wieder-gut
Propheten: Orders placed
with Und
selbst das Wahrheitsministerium ( http://www.bls.gov
) persönlich musste heute schlechte Zahlen vom Arbeitsmarkt melden: Im
September gingen weitere 263.000 Jobs verloren und die Arbeitslosen-Quote (U-3)
ist auf 9,8 Prozent gestiegen. In der weiter gefassten Abgrenzung (U-6), in der
auch Teilarbeitskräfte berücksichtigt werden, die eigentlich Vollzeit arbeiten
wollen, sowie Arbeitslose, die die Arbeitssuche inzwischen aufgegeben haben,
beträgt die Arbeitslosen-Quote inzwischen 17,0 Prozent. Bereinigt
man diese Zahlen um den BLS-Wahrheitsfaktor, dann liegt die Arbeitslosenquote
nach den Berechnungen der Zeit vor der Clinton-Administration inzwischen bei
21,4 Prozent. Und dem vom BLS gemeldeten monatlichen Verlust von 263.000 Jobs
stehen Zahlen einer Befragung der Haushalte gegenüber, nach denen 710.000 Jobs
im September verloren gegangen sind. Die
Regierungs-Organisation haben inzwischen die Gewässer der Manipulation
verlassen und lügen nur noch unverschämt. Der Leser dieser Zahlen wird nur noch
betrogen. Diejenigen, die diese Zahlen-Reihen erstellen und veröffentlichen,
sind reine Verbrecher und gehören abgeurteilt. Gut,
dass das penetrante Gold-Kartell auch nicht mehr so walten und schalten kann,
wie noch vor einigen Monaten. Gestern hatte man zwar den Gold-Preis knapp unter
die Marke von $1.000 drücken können. Aber heute früh stand er schon wieder bei
über $1.000. Lediglich
zum Londoner Vormittags-Handel gelang es diesen Herren noch einmal, Gold unter
die Marke von $1.000 zu drücken. Der A.M. Fix mit $998,00 (EUR 685,82) hat es
angezeigt: Minus acht Dollar im 24-Stundenvergleich. Mit
Beginn des Handels an der New Yorker COMEX wurden auch die Zahlen des BLS
veröffentlich ( exakt 10 Minuten nach Eröffnung des Handels ). Gold brach
augenblicklich um mehr als $10 auf fast $985 ein. Aber die Herren vom
Gold-Kartell haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Gleichzeitig verfiel der
US-Dollar dramatisch. In einer sagenhaften Gegenbewegung stieg Gold nun um mehr
als $20 auf $1.007 an. Erst dann konnte das Gold-Kartell den Preis-Anstieg
wieder bremsen. Es
half nichts: Gold beendete die Woche trotz schlechter Zahlen vom Arbeitsmarkt
mit $1.003,10 den Handel an der COMEX mit positiven Vorzeichen. Und auf einem
Kurs-Niveau, auf dem heute Abend die Trader des
Gold-Kartells Prügel erwarten dürften. Wir
streichen uns diesen Tag rot im Kalender an. Obwohl --- wir werden wohl in Zukunft
vieler solche Tage erleben dürfen. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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