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Bericht für den 6.
Oktober 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld Barack Obama ist schon eine interessante
Persönlichkeit: Er ist als erster schwarzer Präsident in den Vereinigten
Staaten angetreten, den Unterdrückten und Armen Perspektiven und Hoffnung zu vermitteln.
Den Reichen nehmen und den Armen geben --- ein wahrer Robin Hood. Außerhalb
der USA hält die Obamamania an, denn für die
Sozialromantiker ist ein Schwarzer in den verhassten USA ein Leuchtturm der
Glückseligkeit. Aber während die Zustimmungs-Werte für Obama
in Europa immer noch auf dem Niveau von Wahlen der ehemaligen sozialistischen
Bruderländer liegen, beträgt die Zustimmung zu seiner Politik in den USA
vielleicht noch 50 Prozent. Was
ist passiert. Dazu muss man zurückblicken --- auf den Wahlkampf von Barack Obama. Der wurde nämlich
gerade von den verhassten Institutionen des Großkapitals kräftig mitfinanziert,
denen Obama eigentlich an ihr Portemonnaie wollte:
J.P. Morgan Chase und Goldman Sachs. Beide Institute stehen im Ruf, die
Leitwölfe der Wall Street Banken zu sein und starken Einfluss auf die Geschicke
der Notenbank FED (J.P. Morgan) bzw des Treasury
Departments (Goldman Sachs) zu haben. Laut
eigener Veröffentlichung wurde der Versicherungskonzern AIG mit bisher $120,7
Milliarden staatlicher Hilfen (FED & Treasury) vor dem Zusammenbruch
gerettet. Weitere staatliche Beihilfen in Höhe von $61,6 Mrd
sind bereits genehmigt. Macht insgesamt $182,3 Mrd. Trotzdem hat der durch Obama persönlich ausgewählte Pay Czar Kenneth Feinberg, sozusagen ein Oberaufseher über die
Vergütung für das Management von staatlich gestützten Firmen, eine Vergütung
von $10,5 Millionen für den neuen CEO von AIG genehmigt. Nun
wissen wir aus auf Druck der Öffentlichkeit erzwungenen Veröffentlichungen,
dass mehr als $10 Mrd dieser Steuergelder direkt an
Goldman Sachs geflossen sind. Dafür haben sich diese Herren Boni
im Umfang von mehreren Milliarden Dollar gegönnt. Während
sich Obama in der Öffentlichkeit als der neue Messias
feiern lässt, sackt das Kartell der Wall Street Firmen Milliarden von
Steuergeldern ein und lässt sich diese als opulente Boni
oder Manager-Vergütungen ausschütten. Obama --- in
Wahrheit ein neuer Robbing Hood. Ein Räuber und kein
Wohltäter. In
diese Kategorie passen die Nachrichten über den größten Blutsauger des
amerikanischen Volkes: Goldman Government Sachs. Nach einem Bericht der
Financial Times (FT) würde Goldman Sachs an einem Konkurs des Mittelstand-Finanzierers CIT eine Milliarde Dollar
verdienen. Während der Staat $2,3 Milliarden in die Stützung von CIT investiert
hat, würde GS eine Milliarde in seine eigene Tasche umleiten. Und auch die
restlichen $1,3 Milliarden wären wohl für den Steuerzahler verloren. Im
Übrigen hat Goldman Sachs zuletzt die Aktien des Banken-Sektors hochgestuft. Wahrscheinlich, um selbst seine Anteile zum
Höchstpreis verkaufen zu können. Und eventuell mit Leer-Verkäufen weitere
Gewinne für seine geldhungrigen Investment-Banker zu sichern. Als
Goldman Sachs im Mai letzten Jahres eine Kauf-Empfehlung für den Banken-Sektor
abgegeben hat, sind die Kurse bekanntlich implodiert. Die Schafe
stehen erneut zur Scherung aufgereiht, und Robbing
Hood Obama präsentiert sich als willfälliger
Helfer dieser selbst ernannten Finanz-Aristokratie. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Für
Bloomberg war der heutige Handelstag bei Gold einen Bericht wert: Gold is acting
like the ultimate currency, said Chip Hanlon,
president of Delta Global Advisors
Inc. in Huntington Beach, California. Central banks are following the same monetary course and trying to
stimulate and inflate their way back to growth. Everyones concerned about the
dollar but its not like you can hate the dollar and fall in love with the euro
or the yen. Absolut. Jede Papier-Währung ist derzeitig Toiletten-Papier. Wenn
das jedoch die Runde bei Investoren machen sollte, dann sind die
Papier-Währungen verloren. Die heutige Entwicklung bei Gold ist nur ein
Vorgeplänkel von dem, was dann drohen würde. Ein Goldpreis-Anstieg von $100
oder mehr an einem Tag würde das anzeigen. Trotzdem stand heute der US-Dollar unter besonderem Druck, weil
eine Reihe von Industrie-Länder mit großen
Ölproduzenten im Persischen Golf angeblich den US-Dollar gegen einen Mix aus
anderen Währungen nebst Gold ersetzen wollen. Das wäre
dann mittelfristig das Ende des Petro-Dollars und ein
großer Schritt weg vom Dollar als Welt-Leitwährung. Die Details des heutigen Marktgeschehens lassen sich am besten
durch folgende Highlights darstellen: (1)
Der absolute Höchststand (Spot-Preis) vom 17.
März 2008, $1.032 im frühen asiatischen Handel wurde heute gebrochen (2) Mit dem
heutigen P.M. Fix von $1.038,75 wurde der Höchststand im Londoner Handel des
17. März 2008, $1.023,50 (A.M. Fix) gebrochen (3) Gold
überschritt zeitweise die Marke von $1.040 und der höchste Kurs, den ich beobachten
konnte, lag bei $1.042. Die Gold-Kartell Regel, dass Gold am Tag nicht mehr als
2 Prozent steigen darf, wurde heute gebrochen. Der maximale Kurs von Gold hätte
die Marke von $1.037,75 nicht überschreiten dürfen. Das ist aber bereits bei
dem sehr wichtigen P.M. Fix im Londoner Handel passiert. (4) Die
Europäer scheinen diesmal auch etwas von dem Goldpreis-Anstieg zu haben: EUR
704,95 zum P.M. Fix. Bis zum Euro-Höchststand am 20. Februar 2009 mit EUR
782,44 ist allerdings noch ein größerer Sprung notwendig. (5) Der COMEX-Schlusskurs mit $1.038,10 ist ein weiteres historisches
Hoch Ich möchte an dieser Stelle nicht die heutigen Marktdaten
wiederholen. Diese sind am Schluss des Berichts zu finden. Nun kriechen alle Gold-Kommentatoren wieder aus ihren Löchern und versuchen
krampfhaft Begründungen für die steigenden Preise zu finden: PRICE ACTION MAKES
MARKET COMMENTARY. Noch vor wenigen Tagen waren alle diese Herren negativ
gestimmt und haben eine ausgeprägte Korrektur bei Gold prognostiziert. Hier
einige Zitate aus dem heutigen Bericht von Bloomberg: Gold has just begun its
ascent, said John Brynjolfsson, the chief investment
officer of Armored Wolf LLC, a hedge fund in Even though the current inflation rate is low, the risk of a blowup in inflation in the future is becoming higher all
the time, said Adam Farthing,
Deutsche Bank AGs head of metals trading in Gold priced in other currencies will also rise, said Dan Greenhaus,
the chief economic strategist at Miller Tabak & Co. in Aber eine negative Nachricht gibt es heute trotzdem zu vermelden: Dennis Gartman, an economist and the editor of the
Suffolk, Virginia-based Gartman Letter, recommended that investors buy gold in other currencies. Gartman lag die letzten
Monate immer mit seinen Prognosen falsch. Aber vielleicht haben wir diesmal
Glück und das Gold-Kartell schafft es nicht mehr, Dennis Gartman
aus seinen Gold-Positionen zu vertreiben. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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