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Bericht für den 23.
Oktober 2009 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld DER
SPIEGEL hat sich jetzt auch das halbtote Bankensystem vorgenommen. Unter dem
Titel Siegeszug der Zombiebanken
berichtet Wolfgang Kaden darüber, dass Banken plötzlich wieder satte Gewinne machen
und zu riesigen Geldkonzernen heranwachsen. (Sie)
wollen das Risiko ihrer Geschäfte auf Dauer dem Steuerzahler aufbürden,
wird der Titel unterlegt. Andreas
Schmitz, Chef der Trinkaus-Bank --- Anmerkung: die
gehört der Gold-Kartell Bank HSBC --- wird mit folgenden Äußerungen zitiert: Es ist die ureigenste Pflicht eines Vorstand, selbst zu
erkennen, wenn er Gewinne einbehalten sollte. Soll heißen: Wir
schütten soviel Boni aus, wie wir wollen. Eine
Einmischung von Außen verbietet sich von selbst. Den Vogel hat ein Goldman
(Government) Sachs Vertreter in dieser Woche auf einer Konferenz abgeschossen,
wo er darauf hinwies, dass hohe Boni gut für die
Allgemeinheit seien. Klar --- die Betreiber von Luxus-Restaurants,
Edel-Bordellen und der örtliche Ferrari-Händler profitiert sicherlich davon. Aber
im Prinzip ist das Geld denjenigen gestohlen worden, die auf der anderen Seite
des Goldman Sachs Trades Geld verloren haben. Das
ist Arroganz und Zynismus in Reinkultur. Der
Staat stützt ein Gebilde aus bilanztechnisch toten Banken. Durch laxe
Bilanzierungs-Vorschriften: Höherbewertungen werden erlaubt, aber
Abschreibungen müssen nicht getätigt werden. Oder durch staatliche Garantien
für bestimmte Papiere, die die Banken sonst nicht hätten emittieren können. Die
Notenbank hilft zudem kräftig mit, in dem besonders schlechte Papiere aus den
Bilanzen der Banken in das Balance Sheet der
Zentralbanken wandern. Ich
hatte in meinem Kommentar diese Woche die Banken mit einem strahlenverseuchten
Organ verglichen, das lebensnotwendig für die Funktion des Organismus sei, sich
dessen bewusst sei und deshalb mit Boni-Exzessen
auffallend würde. Dieser Charakterisierung ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Sarkasmus
pur klingt es auch in dem SPIEGEL-Bericht: Ach so. Ureigenste Pflicht. Wir hatten ja ganz aus den Augen
verloren, was die ureigenste Pflicht der Banken ist. Ihre Institute reihenweise
in den Ruin zu führen, die Weltwirtschaft in den Abgrund eines totalen Chaos
blicken zu lassen, nicht zählbare Millionen um ihre Jobs und ihre materielle
Existenz zu bringen, staatliche Hilfe auf Jahre und Jahrzehnte mit gigantischen
Schulden zu belasten ? Es
ist gut, auch aus dem Mund der Systempresse zu erfahren, dass das, was über uns hinweg gefegt ist und immer noch wütet, eine systemische
Krise ist. Keine einfache Rezession oder isolierte Probleme des
Finanzsektors, wie man uns immer wieder beruhigend darstellen möchte. Aber
DER SPIEGEL Bericht stellt die Monopol-Stellung der Banken in Frage: Die Geldversorgung von Unternehmen und Verbrauchern ist eine
hoheitliche Aufgabe. Das hätte sich die Politik wohl früher zu
Herzen nehmen müssen, anstelle die Zombie-Banken immer
weiter wachsen zu lassen. Ein Oligopol von Unberührbaren. Aber man wollte den
Bürgern nicht die Wahrheit über ihre Spareinlagen sagen. Dass die zum größten
Teil verloren sind. Und so ist die Chance vertan worden, den hoheitlichen
Aspekt auch unter hoheitliche Kontrolle zu stellen. Der
auf der Shadow-Payroll des Banken-Oligopols stehende
U.S.-Finanzminister Tim Geithner wird mit dem
entlarvenden Satz zitiert, dass es die schwächsten Stellen im System nicht mehr
gäbe. Diese Äußerungen nannte selbst der SPIEGEL-Reporter
erschreckend: Offenbar nimmt der Mann nicht wahr,
woher die neuerlichen dicken Gewinne von Investment-Banken wie Goldman Sachs
kommen: vom sogenannten Eigenhandel, von spekulativen
Geschäften der Banker auf eigene Rechnung. Ich
muss ergänzen: Natürlich auch von der starken Verflechtung von Politik und
Goldman Sachs. Denn wer die Politik beeinflusst, der kann auch im Eigenhandel
praktisch nur gewinnen. Goldman Sachs ist der ewige Mega-Insider. Und
höchstwahrscheinlich führt er seine Maßnahmen zum Teil auch im Auftrag der
Regierung aus. Da muss die Kasse doch stimmen, oder. Wir gegen die fundamentalen Probleme der Zombie-Banken nicht an, wird ein Wirtschaftsprofessor in
dem Artikel zitiert. Ein
Fazit zieht der Autor jedoch nicht. Das bleibt mir vorbehalten: Die
Banken machen jetzt so weiter, wie die berühmt gewordenen Landesbanken in
Deutschland. Mit staatlich gesichertem Geld werden immer riskantere Geschäfte
mit immer größerem Leverage durchgeführt. Dann kracht
es erneut und der Staat wird weitere Zombie-Banken verschmelzen müssen. In den
U.S.A. werden JP Morgan und Goldman Sachs übrig bleiben. In Deutschland die
Deutsche Bank. Der Staat wird über die erneuten massiven Rettungspläne trotz
Monetarisierung der Zentralbanken ebenfalls in den Abgrund gerissen. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Nächste
Woche stehen einmal wieder erhebliche Mengen von Schulden zur Versteigerung an.
Es beginnt am Montag, den 26. Oktober mit $29 Mrd für
eine 90-Tage Treasury Bill, gefolgt von einer 180-Tage Bill über $30 Mrd. Am
Dienstag folgen dann die längerfristigen Treasury Notes, beginnend mit der
2-jährigen über $44 Mrd und der 4 1/2-jährigen TIPS
(inflationsgesichert - auf Basis von Zahlen des Wahrheitsministeriums natürlich).
Am 28. Oktober folgt die 5-jährige Note mit einem Volumen von $41 Mrd. Den
Schlusspunkt für die Woche setzen die 7-jährigen Treasury Notes über $31 Mrd am Donnerstag. Insgesamt
also $182 Mrd. Natürlich wird die FED wieder über verschiedene Umwege, die man
nicht aus ihren wöchentlich veröffentlichten H.4.1 Zahlen herauslesen kann,
über $150 Mrd mit Hilfe der Gelddruckmaschine
refinanzieren. Und ebenso natürlich werden die System-Medien wie Bloomberg und
CNBC melden, wie gut diese Aktion insbesondere im Ausland nachgefragt sei. Und
natürlich wird der Goldpreis wegen der Stabilität der Staatsanleihen wieder
stark fallen. Moment einmal: Das scheint derzeit nicht mehr zu funktionieren.
Unter die Marke von $1.050 hat man den Goldpreis die letzte Zeit nicht drücken
können. Wenn es gerade unter den o.g. Voraussetzungen
wieder nicht gelingen sollte, dann ist das Gold-Kartell nur noch als
Bettvorleger geeignet. Um
16:00 Uhr MEZ scheint man gewisse Vorkehrungen getroffen zu haben. Der Dollar
stieg plötzlich. Und Gold wurde bis zum Ende des Handels von $1.061,25 (EUR
705,90) zum A.M. Fix und $1.061,75 (EUR 707,70) zum P.M. Fix auf $1.055,70 zum
Ende des Handels an der COMEX gedrückt. Mehr braucht man über den heutigen
Gold-Tag eigentlich nicht zu berichten. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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