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Bericht für den 4. November
2009 Gold & Gesellschaft: Too
big to bail BLOOMBERG
berichtete gestern unter dem Titel RBS, Lloyds Get $51 Billion in Second Bank Bailout
über eine erneute plötzliche Rettungsaktion des Staates für das angeschlagene
britische Bankensystem. Mit
insgesamt 31,3 Mrd Pfund ($51 Mrd)
werden die Royal Bank of Scotland (RBS) und die
Lloyds Banking Group nun zum zweiten Mal gerettet.
Davon gehen allein 25,5 Mrd Pfund in eine weitere
Kapitalerhöhung der RBS. In Summe sind in die RBS inzwischen 45,5 Mrd Pfund geflossen. Weltweit ist das die größte, zumindest
offiziell ausgewiesene, Rettungsaktion für eine Bank. Dabei
kann sich das Vereinigte Königreich eigentlich solche Rettungsaktionen nicht
leisten. Die Netto-Neuverschuldung beträgt über 12 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Ein Großteil der neu emittierten Staatpapiere (Gilts)
werden von der Bank of England monetarisiert.
Während die FED ihr Quantitative Easing Programm (QE)
nicht weiter ausgeweitet hat und es in diesem Jahr auslaufen lässt, hat die BoE dieses Programm vor einigen Monaten massiv ausgeweitet. Nur
die Hilfe der Schicksalsgemeinschaft FED, EZB, BoJ und BoE
verhindert durch Interventionen am Devisenmarkt, dass das britische Pfund von
den Investoren abverkauft wird. Die
Regierung sieht keine Alternative zur Rettung des maroden Bankensystems. Von
deren üppigen Einnahmen profitierte die Service-Industrie. Ein industrieller
Kern ist praktisch nicht mehr vorhanden. Die Insel versucht deshalb auf Teufel
komm raus ihre Existenz mit dem Banken-System und dem Standort London-City zu
erhalten. Die
zweite Phase der Banken-Krise ist hiermit eingeläutet. Und es ist nur eine
Frage der Zeit, welcher Staat der Insel Island beim Staatsbankrott folgen wird.
Dort waren nämlich die Banken nicht nur systemrelevant (too
big to fail), sondern
selbst für den Staat eine Nummer zu groß (too big to bail). Großbritannien
ist ein heißer Anwärter auf den zweiten Platz hinter Island. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Wer
hätte das gedacht: Letzte Woche gelang es dem Kartell noch, Gold unter die
Marke von $1.050 zu drücken. Da fühlten sich die perma-Bären
bestätigt, dass jetzt die lang ersehnte Korrektur beim Gold einsetzen würde.
Und den bei jedem Rückgang zittrig lästernden Goldjammerern
stand wieder einmal kalter Schweiß auf der Stirn. Und
plötzlich, diese Woche, trotz des Auftritts der Dreifaltigkeit aus Treasury
Versteigerung, FED-Meeting und der monatlichen Verkündung der
Arbeitslosenzahlen bricht das Metall einfach nach oben
aus. Short-Squeeze, Commercial Signal Failure oder
Bären Curry nennt man diese Situation. Im
Prinzip hat jene sich schon seit mehreren Monaten angekündigt. Wer sich an der
New Yorker COMEX seinen Gold-Kontrakt hat ausliefern lassen, der bekam trotz
eines Lagerscheins, der die Seriennummer des 100oz-Goldbarrens im Lagerhaus
spezifiziert, mit Verzögerung plötzlich einen anderen Goldbarren ausgeliefert. Die
400 Tonnen IWF-Gold sollten eigentlich eine kleine Rettungs-Armee für das arg
in Bedrängnis gerate Gold-Kartell werden. Plötzlich verschwanden 50 Prozent in
den Kellern der Indischen Zentralbank. Ob hier echte Goldbarren den Besitzer
wechseln, wird inzwischen bezweifelt. Sollten
die 400 Tonnen IWF-Gold nicht existieren, dann werden die verbleibenden 2.800
Tonnen IWF-Gold erst recht nicht existieren. Sind wie jetzt an dem Punkt, an
dem die Notenbanken mit ihrer Strategie, ihre Währung bis zum letzten
Blutstropfen Zentralbank-Gold zu verteidigen, an den Boden ihrer Lager
angekommen sind. 324.000
offene Lieferkontrakte existieren an der COMEX für den Liefermonat Dezember
2009. Im Warenhaus befindet sich nach den offiziellen Zahlen genug Gold, um
22.000 Kontrakte bedienen zu können. Das entspricht einer physischen
Golddeckung von 6,8 Prozent. Die Gold-Pyramide, die mit denselben Methoden des fractional reserve Systems
aufgebaut worden ist, wie unser Papier-Geldsystem, wird immer wackeliger. Wenn
sie kollabiert, wird es nur wenige geben, die ihren Goldbesitz in physisches
Gold ausbezahlt bekommen. Den restlichen 90 bis 95 Prozent geht es so, wie den
Investoren des Madoff-Fond. Nur
etwas, was man selbst in den Händen hält und was glänzt, kann echtes Gold sein. Gold
startete den heutigen Tag mit leicht nachgebenden Notierungen in Asien. Nach
dem rasanten Anstieg der letzten Tage wäre eine kleine Korrektur eigentlich zu
erwarten gewesen. Dass sie ausbleibt liegt einzig und allein daran, dass die
Preisfindung bei Gold eben nicht den Marktgesetzen gehorcht. Zu Beginn des
Handels in London stieg Gold dann auch schnell in Richtung der Marke von $1.090
und konnte diese leicht überschreiten. Der
A.M. Fix mit $1.091,75 (EUR 739,57) bestätigte, dass Gold für diesen Preis auch
physisch nachgefragt wird. Ein Tagesplus von $34. Es sind nicht die
Papier-Spekulanten, die den Gold-Preis nach oben treiben. Im Nachmitags-Handel konnte Gold die Marke von $1.090
verteidigen. Die Marktteilnehmer versuchten jedoch keinen weiteren Ausbruch in
Richtung der Marke von $1.100. Der P.M. Fix kam wenig überraschend mit
$1.090,00 (EUR 736,09) zustande. Auf 24-Stundenbasis ein Zugewinn von $29. In
den folgenden Handelsstunden war Abwarten angesagt, bis die FED heute Abend
nach Schluss des Handels an der COMEX ihre Zinsentscheidung verkündet. Insoweit
kam es zu keinen signifikanten Bewegungen. Zum
Schluss des Handels an der COMEX verfiel der Goldpreis wieder und beendete den
Handel mit $1.086,70. Es
ist jetzt 20:15 Uhr MEZ und die Entscheidung der FED wurde verkündet: Die
Zinsen werden bis auf weiteres auf niedrigem Niveau bleiben. Nach einem
Drückungsversuch konnte sich Gold wieder oberhalb der Marke von $1.090
befestigen. Bullionaer Bullionaer - Dr.Neugebauer
präsentiert sich erneut mit eigenem Stand auf der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse vom 6. bis
7. November 2009 in München. Das Bullionaer-Team
erwartet Sie in der Event Arena des Olympiaparks während der kompletten zwei
Messetage in der Zeit von 9:00 bis 17:30 Uhr. Neben dem Verkauf von Edelmetallen
wird auch Herr Peter Ziemann, Goldanalyst und Verfasser der wochentäglichen Ziemanns GoldNews für
Gespräche am Stand zur Verfügung stehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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