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Bericht für den 5. November
2009 Gold &
Gesellschaft: Einst inkompetent jetzt kriminell Wolfgang
Münchau, Kommentator der FTD und FT, kommt die Hausse
an den Aktien- und Rohstoffmärkten inzwischen auch komisch vor: Die Hausse an den Börsen ist für viele Marktbeobachter ein
Zeichen dafür, dass die Krise nach über zwei Jahren nun endgültig vorbei sei.
Mir geht es genau andersherum. Für mich ist sie ein Zeichen dafür, dass wir dem
schlimmsten anzunehmenden Unfall ein Stück näher gerückt sind. Viele
Indizes, mit denen man die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung
prognostizieren will, werden sehr stark von der Entwicklung an den Börsen
beeinflusst. Beispielsweise der ZEW-Index, aber auch
der Ifo-Index. Beide Indizes wollen uns schon seit mehreren Monaten weismachen,
dass die Rezession so schnell zu Ende gehen wird, wie sie gekommen ist. Wolfgang
Münchau macht für jene Entwicklung die laxe
Geldpolitik der Notenbanken und den schwachen Dollar verantwortlich, der für die Spekulationsblasen an den Aktienbörsen, den
Rohstoffmärkten und bei den Renten verantwortlich sei. Es drohe die
Gefahr einer Superblase, deren Platzen womöglich
das gesamte Finanzsystem zum Einbruch zwänge. Nun
hat bereits Nouriel Roubini
vor kurzem vor einer Megablase gewarnt, die sich bedingt durch Dollar Carry-Trades neues Volumen verschafft. Auf der anderen
Seite kritisiert derselbe Roubini die von Jim Rogers
vorhergesagte Verdoppelung des Goldpreises auf $2.000 als Unsinn. Damit outet sich Roubini als ein
Anhänger der Fraktion, die die derzeitige Preisentwicklung bei Gold als
überzogen kritisiert. Jon Nadler, Gold perma-Bear von KITCO
schreibt schon seit Jahren negative Berichte über Gold. Aber der Goldpreis
steigt trotzdem. Und der Oberguru der Elliott-Wellen-Theorie Robert Prechter, der den Goldpreis während der Jahrtausendwende
--- dort stand Gold bei unter $300 --- einen Fall auf zweistellige Dollarpreise
vorhersagte, liegt heute immer noch so falsch wie damals. Wie
viel Geld haben die Investoren verloren, wenn sie auf diese pseudo-Experten
gehört hätten. Nun ist Prechter ja auch noch ein
bekennender Deflationist, und die Auslöschung
riesiger Geldmengen im letzten Herbst hätte nach seiner Theorie eigentlich Gold
genauso einbrechen lassen müssen, wie die anderen Assets.
Aber nur Gold hat sich als deflationsstabiles Investment während dieser Zeit herausgestellt.
Das liegt daran, dass Gold eben nicht mit Kreditgeld gekauft wird, wie die
anderen Investments. Und in unserem Papiergeldsystem kann nur der
Kreditgeld-Anteil der Geldmenge deflationieren. Die
monetäre Basis (M0 + quasi-M0) sowie ein Großteil der Geldmenge M1 sind
Eigenkapital-Geld, d.h. von einer Deflation nicht betroffen. Geld das man in
der Hand hat und das nicht geliehen wurde, kann keiner mehr einen wegnehmen. Vielleicht
können diese drei Herren ja einmal eine Anti-Gold Konferenz einberufen. JP
Morgan und Goldman Government Sachs wäre sicherlich interessierte Gastredner. Zurück
zum Thema Notenbank-Blasen: Münchau befürchtet, dass
ein Platzen der neuen Blase zu einer ungehemmt verlaufenden Krise führen würde:
Man würde eben nicht mehr über dieselben finanziellen Spielräume verfügen, da
die Zinsen bereits praktisch bei Null seien und die Staatsverschuldung nicht
mehr weiter für Konjunkturpakete ausgeweitet werden könne. Die
Notenbanken würden sich stets bei der Entscheidung Depression oder Blase für
die Blase entscheiden. Im Jahr 2003 kann man laut Aussage von Münchau den Notenbankern noch zu Gute halten, dass sie die
Zusammenhänge zwischen nominalen Zinsen und Wertpapierpreisen nicht verstanden
hätten. Sie wären also lediglich inkompetent gewesen. Wenn
die Notenbanker heute aber denselben Fehler wie 2003 erneut machen würden, dann
wären sie kriminell inkompetent. Wolfgang
Münchau plädiert dafür, die bisherigen
Unterstützungs-Programme der Notenbanken zügig auslaufen zu lassen. Es sei
nicht die Aufgabe einer Notenbank, insolvente Geschäftsbanken am Leben zu
erhalten. Das
ist zwar richtig, verkennt aber den wahren Grund, warum die Notenbanken so
handeln: Ein Rücknahme der Programme würde neben dem Platzen der Megablase die
insolventen Geschäftsbanken augenblicklich auslöschen. Und damit die
Realwirtschaft in Folge. Die Notenbanker mögen zwar kriminell handeln, aber
sicherlich nicht kriminell inkompetent. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Das
war kein spannender Goldtag heute. Gold schwankte den ganzen Tag um das
gestrige Schluss-Niveau von $1.090. Keine Partei hat einen Anlauf genommen, den
Gold-Preis in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Der
A.M. Fix kam mit $1.088,00 (EUR 732,66) um knapp vier Dollar als noch vor 24
Stunden zustande. Zum P.M. Fix stand Gold dann praktisch unverändert gegenüber
dem gestrigen P.M. Fix bei $1.089,00 (EUR 731,90). Gold
schloss den Handel an der COMEX mit $1.088,50. Auch
der Dollar und die Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes zeigten
sich mit 78,8 (USDX) und 3,5 Prozent
unverändert. Bullionaer Bullionaer - Dr.Neugebauer
präsentiert sich erneut mit eigenem Stand auf der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse vom 6. bis
7. November 2009 in München. Das Bullionaer-Team
erwartet Sie in der Event Arena des Olympiaparks während der kompletten zwei
Messetage in der Zeit von 9:00 bis 17:30 Uhr. Neben dem Verkauf von Edelmetallen
wird auch Herr Peter Ziemann, Goldanalyst und Verfasser der wochentäglichen Ziemanns GoldNews für
Gespräche am Stand zur Verfügung stehen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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