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Bericht für den 6. November
2009 Gold &
Gesellschaft: Herzlichen Dank- GM Endlich
kapiert auch die System-Presse, was bei OPEL gespielt wird. Unter dem Titel Herzlichen Dank, GM rechnet die FTD in ihrem
gestrigen Kommentar mit dem Rumgeeiere der deutschen
Politik ab. Zitat FTD: Die deutschen
Politiker bekommen frühzeitig die Quittung präsentiert. Hoffentlich lernen sie
daraus für das nächste Mal, wie man richtig mit Amerikanern verhandelt. Wie viele Generationen von deutschen Unternehmen haben
versucht, den angeblich lukrativen U.S.-Markt zu erobern. Sei es SIEMENS mit
seinen inzwischen an NOKIA verramschten Telekomunikations-Bereich,
die vor mehr als 20 Jahren begannen, den Amerikanern die deutsche Art der Vermittlungstechnik
beizubringen. Oder die Deutsche Telekom mit dem Versuch, auf dem
amerikanischen Mobilfunkmarkt Fuß zu fassen. Wie viele dreistelligen Millionen
an McKinsey & Co sind hier an Beratungs-Geldern geflossen, die wiederum
zweistellige Milliarden an Investitions-Ruinen hinterlassen haben. Man muss es einfach einmal so klar sagen: Die Deutschen
mögen vielleicht in ihren technischen Fähigkeiten den Amerikanern voraus sein.
Ein Geschäft in dem Riesen-Markt U.S.A. kommt damit immer noch nicht
automatisch zustande. Vielmehr schaffen es die amerikanischen Geschäftspartner
stets, zu ihrem Vorteil die Deutschen auszustechen. Zu sehr wird hierzulande das strategische Element einer
Zusammenarbeit betont, so dass die ökonomischen Gesichtspunkte zum Teil völlig
aus dem Blickfeld geraten. Man ist kompromissbereit, möchte das Geschäft nicht
scheitern lassen, obgleich das Geschäftsmodell oder der Business Case bereits negativ ist. Ihre amerikanischen Counterparts
verstehen diese Schwäche nur zu gut und spielen stets mit dem Instrument des Scheiterns
der Verhandlung, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die komplette Bundesregierung nebst
Länderminister-Präsidenten haben nun endlich dieselbe
Erfahrung gemacht. Wie armselig reagiert Merkel, und welche Weicheicher sind
die sonst so wortstarken Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Hessen
eigentlich. Die Drohungen aus der Politik und von den OPEL-Betriebsräten an GM sind an Lächerlichkeit nicht zu
überbieten. Bitte liebe Politiker: Gebt zu, dass ihr hier auf ganzer Linie
verloren habt. Ein weiteres Schattenboxen, nur um an der Öffentlichkeit sein
Gesicht zu wahren, wird noch stärker schief gehen, als dass was ihr bisher
schon verbockt habt. Die Politik muss eigentlich das deutsche Insolvenzrecht
kennen. Mit dem kann man Mitarbeiter mit Minimal-Abfindung entsorgen. Und sich
der Pensions-Verpflichtungen an die Allgemeinheit über den PSV entziehen. Das
schädigt dann die anderen deutschen Unternehmen, die dann letztendlich über
ihre Beiträge an den PSV die Zeche bezahlen können. Das wissen die GM Manager
und deshalb wird die Politik hier medienwirksam erneut verlieren. Die FTD schreibt dazu: Danke GM.
Welch ein überfälliger Befreiungsschlag. Endlich was Handfestes. Endlich die
Quittung für populistische Politik. Endlich Tacheles. Ich ergänze: Gut, dass neben unseren Wirtschaftführern, ob
sie nun Ron Sommer heißen oder von Pierer bzw Klaus Kleinfeld auch die sonst um jeden klugen
Ratschlag an unsere Wirtschaftführer nicht verlegenen Politiker in die gleiche
Falle getappt sind. Führte bei den Wirtschaftsführern die Aussicht auf den
lukrativen U.S.-Markt zum Ausschalten des Gehirns, so führte bei unseren
Politikern der Populismus zu eigenartigen Gehirnwindungen. Aber deren beide
Gegner war derselbe: Der amerikanische Manager, der nur im Interesse seines eigenen
Unternehmens handelt und die Angriffspunkte seiner Gegner schnell erkennen
kann. Was wir brauchen, sind deutsche Politiker und Manager, die
auf Augenhöhe mit den Amerikanern verhandeln können. Das ist eine reine Frage
der Verhandlungs-Strategie. Zu Unterwürfigkeit und Aufsehen in Richtung U.S.A.
besteht nach über 60 Jahren seit Ende des Zweiten Weltkrieges wirklich kein
Grund mehr. Knallharte Politiker mit dem Mandat, auch einmal ein
erstmaliges Scheitern zu riskieren, sind gefragt. Leider haben wir mit Angela
Merkel das Paradebeispiel eines Kompromiss-Politikers um jeden Preis. Das
scheint inzwischen auch auf die anderen Politiker wie Rüttgers und Koch
abgefärbt zu haben. Schade, denn die nächsten harten Verhandlungen stehen vor
uns. Vielleicht hat dieser massive Gesichtsverlust aber doch zum Umdenken
geführt. Aktuelle
Entwicklung an den Gold-Märkten Das
heutige Geschehen war geprägt von den um 14:30 Uhr MEZ veröffentlichten Daten
zum Arbeitsmarkt für den Oktober 2009. In den vergangenen Jahren wurde Gold
stets mit der Veröffentlichung der Berichte durch das Wahrheitsministerium BLS
zum Teil stark gedrückt. Erst mit der Veröffentlichung der letzten Datenreihe
im Oktober schien dieses Prinzip nicht mehr zu funktionieren. Heute
konnte Gold trotz schlechter als erwarteter Daten sogar noch um mehr als fünf
Dollar zulegen. Mit 10,2 Prozent musste die schlechteste Arbeitslosen-Quote in
der sehr eng gefassten Abgrenzung U-3 (Erläuterung siehe http://www.bls.gov) seit mehreren Jahrzehnten
verkündet werden. Und das trotz kreativer Methoden bei der Ermittlung dieses
Zahlenwerkes. Das Gold-Kartell ist derzeit in großen Schwierigkeiten. Nur noch
ein Sprung oberhalb der Marke von $1.100 konnte es heute noch verhindern. Sowohl
der A.M. Fix mit $1.095,00 (EUR 735,05) als auch der P.M. Fix mit $1.096,75
(EUR 735,68) konnten heute neue historische Höchststände erklimmen. Die
physische Nachfrage bleibt stark, und die Investoren sind trotz aller
Propaganda von interessierter Seite, dass Gold angeblich zu teuer sei, bereit
zu kaufen. Die Trader des Gold-Kartells sitzen vor
ihren Bildschirmen und melden: Houston we have a problem. Mit
einem stabilen Dollar-Kurs können auch die Europäer von dieser Kursentwicklung
partizipieren. Der Gold-Preis in Euro stieg auf knapp EUR 740. Bill Murphy kommentierte
diese Preisentwicklung in seinem gestrigen MIDAS-Bericht wie folgt:
We have made much the past many weeks about the
unseen physical tightness in the gold market
a tightness
almost unacknowledged outside the GATA camp. Recall when our STALKER source
told us how difficult it was for the Der
physische Goldhandel an der LBMA in London scheint derzeit ein Problem zu
haben, größere Mengen gekauften Goldes auch wirklich liefern zu können. Das war
der Grund, warum die Bank of England (BoE) zuerst mit
nicht-LGD konformen Barren aushelfen musste und dann
gefälschte 400oz-Barren mit Wolfram-Kern in China aufgetaucht sind, die ihren
Ursprung in den Kellern der BoE zu haben schienen. Die
Gold-Pyramide, bestehend aus riesigen Papier-Versprechen, hinter denen nur eine
kleine Menge physischen Goldes steht, scheint zu kollabieren. Wenn das Kartell nicht
genügend Gold aufbringen kann, um die Investoren wieder zu beruhigen, wird ein
Run der Investoren auf das letzte verfügbare Gold einsetzen. Ein Preis-Anstieg
von $100 und mehr pro Tag wird das anzeigen. So
ist nicht das Erreichen der Marke von $1.000, $1.100 oder $1.200 oder höher ein
Hinweis auf ein sudden death
Ereignis im Finanzsystem, sondern eine ausbrechende Panik bei den Investoren.
Erst das Einsetzen einer Herden-Bewegung wird dem System den finalen Todesstoß
versetzen. Deshalb
achten Sie auf den täglichen Anstieg des Gold-Preises: $100 pro Tag ist meines
Erachtens die kritische Grenze. Es
gibt meines Erachtens aber noch ein Rettungs-Szenario: Wenn die westlichen
Notenbanken ihre monetäre Basis (Geldmenge M0 + Einlagen des Banksystems bei
der Zentralbank) wieder an ihre Goldbestände binden würden. Für die U.S.A.
würde dies unter der Annahme der Verfügbarkeit der mehr als 8.000 Tonnen Gold eine
Neubewertung des Dollars auf $7.000 bedeuten. Die großen westlichen Notenbanken
(Deutschland, Frankreich, Italien) verfügen über eine offiziell ausgewiesene
Goldmenge von insgesamt der Größenordnung der U.S.A. Damit könnte der Euro
genauso goldgebunden werden. Mit
einem Angebot von $3.500 pro Feinunze Gold würden FED
und EZB wohl ein Großteil des privaten Goldbesitzes aufsaugen. Das Geld dafür
käme aus der Druckerpresse. Da niemand der FED, der Deutschen Bundesbank etc
nachweisen kann, dass die offiziellen Goldreserven nicht mehr in der
ausgewiesenen Größenordnung existieren, wird es schwierig werden, sich gegen
diese Macht der Notenbanken zu wehren. Im zweiten Schritt würde, so wie es Rooseveld in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts
getan hat, der Dollar gegen Gold erneut kräftig abgewertet werden. Abhängig
davon, wie viel Gold noch in den Kellern der Notenbanken existiert und wie viel
Gold vom privaten Sektor abgesaugt werden kann, würde eine Neubewertung des
Goldes wohl in Richtung $5.000 bis $10.000 stattfinden. Diese
Methode wäre viel effektiver und weniger disruptiv als
ein Gold-Verbot oder sogar eine Gold-Konfiskation. Deshalb glaube ich an diesen
vielfach verbreiteten Unsinn auch nicht. Die
Notenbanken in Asien scheinen diese Gefahr inzwischen erkannt zu haben. Da ihre
Währungs-Reserven nur einen sehr kleinen Gold-Anteil besäßen, müssten sie ihre
Währungen in noch viel größerem Umfang gegen Gold abwerten, als die westlichen
Industrie-Staaten. Würden sie diese Abwertung nicht mitmachen, so würde deren
privates Gold wohl in Dollar oder Euro abfließen. Das Bretton
Woods II System mit der Hegemonie des westlichen Geldsystems wäre wohl wieder
aufgelebt. Es
noch nicht vorbestimmt, dass das westliche System am Ende ist. Achten Sie
deshalb auf den Gold-Preis. Wichtige Marktdaten
im Überblick
Über Ziemanns
Gold News Ziemanns Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich publiziert, werden
seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. © Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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