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Bericht für den 18. November 2009 Gold & Gesellschaft: Götterdämmerung Barrack Obama ist im letzten Jahr als großer Hoffnungsträger des
amerikanischen Volkes angetreten. Nach George W. Bush und seinen praktisch
verlorenen Kriegen sehnte man sich national und international nach einem neuen
Führer. Jemanden den man zutraut, die Kriege zu beenden, die Wirtschafts-Krise
in den Griff zu bekommen und die U.S.A. aus der internationalen Isolation zu
befreien. Doch es gab selbst vor der Wahl
warnende Stimmen. Dass beispielsweise das Obama-Team
von den bekannten Wall Street Firmen mit weit höheren Spenden begünstigt wurden,
als der Kandidat der Republikaner. Auch die Entscheidung Obamas,
den ehemaligen Finanz-Minister der Clinton-Administration Larry Summers als seinen
Wirtschafts-Berater zu engagieren, schien die zukünftige Richtung der Obama-Administration
vorzuzeichenen. Waren es doch Summers und sein
Mentor Robert Rubin, die zur Clinton-Zeit die gezielte Drückung des
Gold-Preises betrieben haben, um die Zinsen für US-Treasuries
auf niedrigem Niveau zu halten. Erst damit konnten die riesigen Kredit-Blasen
zu realen Negativ-Zinsen aufgeblasen werden, die uns erst mit dem Platzen der High-Tech Bubble zu Beginn des
neuen Jahrtausends und in 2007 mit dem Platzen der Immobilien-Blase in Atem
gehalten haben. Nachdem Obama
gewählt wurde und seinen Job im Frühjahr angetreten hat, setzte er im Prinzip
die Politik seines Vorgängers Bush fort. Er pumpte weiterhin große Geld-Summen
in das marode Banken-System und verhalf damit seinen Förderern von der Wall
Street zu neuer Größe; andere würden sagen zu erneuter Arroganz. Er vergrößerte
die Staats-Verschuldung auf 50 Prozent des Budgets und weit über 10 Prozent des
Brutto-Inlandsprodukts. Viele Unternehmen wie AIG und General Motors wurden mit
zwei- oder sogar dreistelligen Milliarden-Summen gestützt. Das sind keine Nachwirkungen der
Bush-Administration, sondern selbständige Entscheidungen von Obama. Der Erfolg dieser Politik: Seine
Zustimmungs-Werte sind von einem Höhepunkt von über 90 Prozent nun auf unter 50
Prozent gefallen. BLOOMBERG berichtete heute darüber unter dem Titel Obamas Job Approval Rating
Falls Below 50% in Quinnipiac
Poll. Seine Entscheidung, die Truppen
in Afghanistan noch zu verstärken, hat ihn dabei besonders viel Sympathie
gekostet. Und auch bei der Frage, wie die Administration mit den explodierenden
Boni der vor kurzem noch vor dem Konkurs stehenden
Wall Street Banken umzugehen gewillt ist, hat ihm Zustimmung gekostet. Der
Goldman Sachs CEO hat vor Kurzem mit seinem Gott-Vergleich den Hass der
Bevölkerung auf die Banken noch verstärkt. Der Ruf des Messias ist verblasst
– es droht die Götterdämmerung. Nur im Ausland pflegt man noch
die Illusion, dass mit Obama eine neue Generation
Politiker in den Vereinigten Staaten an die Macht gekommen ist. Auch diese Illusion wird einmal wie die
verschiedenen anderen Finanz-Blasen einmal platzen. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Gold setzte heute seine Aufwärts-Bewegung weiter
fort. Im asiatischen Handel fiel Gold am heutigen Vormittag zwar wieder unter
die gestrige Schluss-Marke in New York ($1.140,60), nahm aber mit Beginn des
physischen Handels in London wieder Fahrt auf. Um 10:00 Uhr MEZ war dann
bereits die Marke von $1.145 genommen. Der A.M. Fix mit $1.146,00 (EUR 767,07) bestätigte
das Preis-Niveau im physischen Markt. Gegenüber dem gestrigen A.M. Fix konnte
Gold $14 zulegen. In Euro nähert sich der Gold-Preis ebenfalls seinem
Höchststand vom Februar an. Eine Gold-Münze (1 oz)
ist inzwischen nicht mehr unter einem Preis von EUR 800 zu erhalten. Im frühen Nachmittags-Handel näherte sich Gold dann
der Marke von $1.150. Bei $1.148 war jedoch erst einmal Schluss. Mit Beginn des
Handels an der COMEX wurde Gold dann wieder unter die Marke von $1.145 gedrückt.
Kurz vor dem P.M. Fix nahm Gold dann aber einen erneuten Anlauf auf die Marke
von $1.150. Bei $1.153 war dann aber der Höhepunkt für den heutigen Tag erreicht.
Der kurz danach folgende P.M. Fix war stark von diesem Preis-Anstieg geprägt,
wurde aber knapp unter der Marke von $1.150 mit $1.149,00 (EUR 768,61)
festgestellt. Erneut ein historischer Höchststand. Es ist schon erstaunlich, dass nach Bruch der Marke
von $1.100 Gold praktisch ohne Gegenwehr die nächste um $50 höher liegende
Marke nehmen konnte. In den letzten 1,5 Stunden kam das Gold-Kartell
dann doch noch zum Zuge. Gold wurde bis auf $1.141,00 gedrückt. Der US-Dollar
verlor heute weitere 0,3 Punkte auf 75,1. Unser Freund Jon Nadler
(KITCO) führt weiterhin alle möglichen Kronzeugen an, warum Gold nicht steigen
dürfte. Heute war der legendäre Investor Warren Buffett
an der Reihe, der kürzlich sein Geld in eine große amerikanische
Eisenbahn-Gesellschaft gesteckt hat. Sicherlich ein guter Schachzug, wenn man
bedenkt, dass 50 Prozent der Güter in den U.S.A. per Schiene transportiert
werden. Dies ist ein sicheres Zeichen, dass der Gold-Anstieg weitergehen wird. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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