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Bericht für den 25. November 2009 Gold & Gesellschaft: Klima-Götterdämmerung Erinnern Sie sich auch noch an
den Sommer 2003: Abends wollte das Thermometer nicht unter 30 Grad sinken,
Flüsse sind teilweise ausgetrocknet und die Ernte ist durch eine starke Dürre
zum großen Teil verdörrt. Das Bauchgefühl sagte den Menschen zu dieser Zeit:
Der Klima-Wandel ist real. Al Gore, der im Jahr 2000 knapp
gegen George W Bush unterlegene Präsidentschafts-Kandidat der Demokraten hat
sich nun einer neuen Aufgabe gewidmet. Nachdem das amerikanische Volk ihn nicht
wählen wollte, hat er sich selbst erwählt: Als globaler Klima-Retter. Die Rahmenbedingungen schienen
nicht schlecht: Globale Überschwemmungen und Dürren. Rekord-Temperaturen
überall. Und die Welt-Wirtschaft brummte mit China und anderen asiatischen
Ländern, die begannen, noch mehr Kohlendioxid zu emittieren, als die U.S.A. Wer
kennt nicht die rauchenden Schlote, die im Fernsehen gerne präsentiert werden. Obwohl man es manchmal mit der
Bericht-Erstattung doch nicht so ernst nimmt: Die monströsen Kühltürme werden
abgelichtet, die allerdings keine klimaschädlichen Gase, sondern lediglich
Wasserdampf an die Umwelt abgeben. Das Kohlendioxid entweicht derweil
unsichtbar aus einem langen und meist unscheinbaren Schornstein. Die letzten Jahre schien sich das
Klima allerdings wieder zu beruhigen. Die Sommer wurden wieder nässer und
kühler und im Winter gab es sogar wieder Schnee. Das erwartete Ende der
Winterreifen-Industrie blieb aus. Trotzdem meldeten uns die Klima-Forscher
stets neue mittlere Temperatur-Höchststände für bestimmte Jahreszeiten.
Irgendetwas schien da nicht zu stimmen. Statistiken sind ein gefährliches
Mittel der Manipulation. Gerade, wenn es nur um marginale Zahlen geht, die eine
weltweite Erwärmung oder eine weltweite Abkühlung beweisen können. Wenn man an
den vielen winzigen Stellschrauben dreht, dann kann man vielfach das Ergebnis
in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Mit der Finanz- und
Wirtschaftskrise, die im Jahr 2007 begonnen hat und im Herbst 2008 weltweit
wütete, haben die Regierenden damit begonnen, ihre Statistik-Behörden zu
Wahrheits-Ministerien umzubauen. Wirtschaft ist ja bekanntlich 50 Prozent
Psychologie und die restlichen 50 Prozent steuern der Staat und die Notenbank
eben bei, ätzte diese Woche der SPIEGEL. Al Gore und seine Klima-Retter
standen jetzt vor zwei Problemen: Nicht nur die Welt-Wirtschaft kühlte sich
merklich ab, auch das Klima schien sich die letzten 10 Jahre stabilisiert zu
haben. Hacker schienen die Rolle der ehemals
investigativen Medien wie SPIEGEL und Washington Post
übernommen zu haben, indem sie einen Manipulations-Skandal bei den
Klima-Forschern aufdeckten. Eine Reihe von E-Mails wurden von Servern
abgefangen und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die beweisen, dass es
die Klima-Forscher mit ihrer Wissenschaft doch nicht so genau zu nehmen
schienen. Damit das Ergebnis der Statistik --- die globale Klimaerwärmung ---
stimmt, wurden Eingangs-Parameter gefälscht. Anstatt den Skandal zuzugeben und
die Wissenschaftler von ihren Ämtern zu entheben, hat man sich für einen
Gegen-Angriff entschieden. Dass solche Gegen-Angriffe schnell im eigenen Morast
steckenbleiben, den man sich selbst geschaffen hat, kennen wir aus den vielen
Politik-Skandalen der letzten 50 Jahre. Und so meldete die WELT in ihrem
gestrigen Bericht unter dem Titel Klima ändert sich noch drastischer als gedacht,
dass die Voraussagen zur Erderwärmung noch zu optimistisch wären: Ein internationales
Expertenteam kommt zu dem Schluss, dass einige Aspekte des Klimawandels früher
und stärker eintreten als noch vor wenigen Jahren vermutet. Das Eis schmilzt
rasant. Die Durchschnittstemperatur steigt um sieben Grad Celsius. Man braucht sich nur die
Leser-Kommentare zu dem Bericht anzuschauen. Diese Veröffentlichung ist der Super-GAU für die angeblichen Wissenschaftler. Si tacuisses, philosophus mansisses --- hättet ihr bloß geschwiegen; jetzt nimmt euch
keiner mehr den wissenschaftlich begründeten Klimawandel ab. Was jetzt noch fehlt, ist eine
Berechnung wie viel Kohlendioxid Al Gore für sein luxuriöses Leben und seine
Flüge zu diversen Vorträgen und Konferenzen erzeugt. Und dies in Relation zu
einem Massai-Stamm in Afrika setzt, den ja Al Gore
mit seinem Programm vor den Folgen der Klima-Erwärmung retten will. Man wird
wohl feststellen, dass der ganze Stamm weniger Klimagase emittiert, als Al Gore
alleine. Aber die Götter brauchten schon
immer ihr Walhalla. Jetzt können sie ihren eigenen Untergang live verfolgen:
Die Klima-Götterdämmerung hat begonnen.
Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Beim Gold-Preis geht es weiter stetig bergauf. Ohne
Panik und Systeminstabilitäten. Die Käufer wollen das System nicht zerstören,
sondern sie wollen möglichst günstig an viel physisches Gold herankommen. Das
Gesetz von Angebot und Nachfrage scheint in Kraft zu sein. Da ein stärkerer
Bedarf nach Gold besteht, muss der Preis letztlich steigen. Und auch die Inder scheinen die Zeichen der Zeit
erkannt zu haben. Früher sind sie bei höheren Preisen in den Käufer-Streik
getreten und haben solange abgewartet, bis der Preis wieder gefallen ist. Nun
kaufen sie selbst zu Höchstpreisen. Vietnam, bislang von internationalen
Gold-Importen abgeschnitten, zahlt derzeit im eigenen Land Premium-Beträge von
$30 und mehr pro Feinunze. Obwohl die Regierung kürzlich beschlossen hat, den Gold-Import
wieder aufzunehmen. Solange diese Situation anhält, gibt es eigentlich
keinen Grund, warum Gold nicht weiter ansteigen kann. Diese Situation kann
eigentlich nur unter folgenden Voraussetzungen eintreten: ·
Der hohe Preis veranlasst eine Vielzahl von
Besitzern, sich von ihren Reichtümern zu trennen. Solchen großen Rücklauf an
sogenannten Scrap Gold hat es im Frühjahr des Jahres
gegeben, als Gold bei knapp unter $1.000 und bei über EUR 750 stand. Da wurden
viele Netto-Importeure wie Indien plötzlich zu Exporteuren von Scrap Gold. In der Folge ist der Gold-Preis wieder stark
gefallen. ·
Das Gold-Kartell findet bei den Zentral-Banken doch
noch eine größere Menge echter 400 oz Gold-Barren.
Dazu müsste man wohl Frankreich und die Schweiz als die einzigen verbliebenen
westlichen Nationen mit echtem Gold in größerer Menge unter ihrer Kontrolle
überzeugen. Da die europäischen Zentralbanken ihre Gold-Verkäufe praktisch
eingestellt haben und immer mehr darüber nachdenken, selbst Gold nachzukaufen,
eine unwahrscheinliche Annahme. ·
Die bisherigen Käufer entscheiden sich plötzlich,
ihre Käufe einzustellen. Unwahrscheinlich, weil hinter den Käufern das
sogenannte Big Money steht. Das gemeine Volk verhökert derzeit auf ebay oder bei professionellen Gold-Ankäufern seinen letzten
Gold-Schmuck und Zahn-Reserven. Man möchte ja beim Weihnachts-Einkauf sich auch
wie der Nachbar den 60 Zoll-Flachbildfernseher leisten können. Gold startete heute erneut gut in den Tag. Wieder
einmal gingen vom asiatischen Markt die wesentlichen Impulse nach oben aus.
Gerüchte, dass die indische Notenbank nun auch noch die verbliebenen 200 Tonnen
des IWF-Goldes kaufen wollen, machten die Runde. Außerdem sind Indien und vor
allen Dingen Vietnam weiter auf der Käufer-Seite zu finden. Gold konnte in der
Folge die Marke von $1.175 überwinden. Im Londoner Vormittags-Handel wurde diese Stimmung
wieder etwas getrübt, nachdem Gold sich bedenklich der Marke von $1.180
genähert hatte. Der A.M. Fix kam mit $1.176,50 (EUR 782,92) zustande. Der schwache Dollar war wohl ein ausschlaggebender
Faktor. Die Marke von 75 im US-Dollar Index wurde merklich nach unten
durchbrochen. Zum Nachmittag beschleunigte sich dann der
Goldpreis-Anstieg. Schon vor Beginn des Handels an der COMEX wurde die Marke
von $1.180 erreicht. Bis zum P.M. Fix konnte diese Marke allerdings nicht
nachhaltig überwunden werden. Der P.M. Fix mit $1.179,75 (EUR 783,11) hat dies
angezeigt. Ein Zuwachs von $17 gegenüber dem gestrigen P.M. Fix. Nachdem der Markt in London geschlossen hat, ging
das Big Money heute mit inversen Plan B gegen das
Gold-Kartell vor. Gold wird stetig über die Marke von $1.180 getrieben und erst
der Schluss des COMEX-Handels beendet bei $1.186,60
den Preis-Anstieg. Oder vielleicht auch nicht: Nun wird auch noch der inverse Plan C in Gang gesetzt --- Gold steht um 22:00 Uhr
MEZ bereits bei $1.190. Ein Fiasko für die Gold-Kartell Trader. Der US-Dollar musste heute 0,7 Punkte auf 74,3
abgeben. Konkret heißt dies, dass der Euro mit $1,514 die Marke von $1,50
genommen hat. Und das ein Schweizer Franken nun mehr als ein Dollar kostet. Eigentlich sollten die beiden nächsten Tage ruhig
verlaufen. Morgen ist Thanksgiving und der Freitag
ist üblicherweise ein Tag, an dem viele Händler im verlängerten Wochenende
sind. Aber bei der jetzigen Nähe zu der Marke von $1.200 ist nichts
ausgeschlossen. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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