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Bericht für den 26. November 2009 Gold & Gesellschaft: Gläserne Konten Dem Steuer-Bürger wird es schwer
gemacht, Freude an seinen Papier-Geldanlagen zu haben. Immer stärker breitet
sich der Steuer- und Abgabenstaat aus. Gläserne Konten sind nun eher der Normalfall.
Mit einem einzigen Klick können sich Finanz-Ämter, Sozial-Behörden und andere
staatliche Stellen ein umfassendes Bild von der Vermögens-Situation des
Steuer-Bürgers machen. Die Banken müssen kooperieren und
versteuern die Einkünfte im Auftrag des Steuer-Staates direkt an der Quelle. So
wird dem Bürger die Möglichkeit genommen, bestimmte Einkünfte zu verschleiern. Dieses Voraus-Zahlungsmodell
kennen ja bereits die Arbeiter und Angestellten. Man sieht das abgezogene Geld
erst gar nicht und kann auch so nicht auf dumme Gedanken kommen. Beispielsweise
sich die Frage stellen, warum man so viel Geld an den Staat abführen muss. Und
für welche Leistung des Staates. Einem möglichen Steuer-Boykott wird somit das
Fundament entrissen. Nun treiben es unsere Politiker
aber noch weiter. Nicht nur, dass die dunklen Mächte des sozial-politisch
industriellen Komplexes unsere Einkommens- und Vermögens-Situation vollständig
durchforsten können, gibt man nun noch fremden Mächten diese Informationen. So hat die Bundesregierung dem
Abkommen zwischen der EU und den USA zugestimmt, dass Bankdaten deutscher
Kunden an die Sicherheitsbehörden der USA weitergegeben werden können. Und das
betrifft nicht nur internationale Überweisungen, die über das SWIFT-System abgewickelt werden, sondern auch Überweisungen
innerhalb des deutschen Hoheits-Gebiets. Man muss sich fragen, ob
Deutschland unter diesen Voraussetzungen überhaupt ein souveräner Staat ist.
Unterhalten die NSA und andere US-Spionagebehörden in Deutschland
nicht schon genug Stützpunkte, um alle Arten von Telekommunikations-Verkehr in
Deutschland an der Quelle anzapfen zu können. Man muss nur mit offenen
Augen durch das Rhein-Main Gebiet gehen: Seien es nun Kuppeln am Langener Waldsee, Anlagen auf
einem ehemaligen Flughafen in Darmstadt oder ein verdächtiges Gebäude in
Eschborn. Auch der FTD scheint dies langsam
zu weit zu gehen. Unter dem Titel Liberale Umfaller prügeln die Redakteure auf die FDP ein, die
sich als ein letzter Verfechter der Bürgerrechte bei den letzten Wahlen auf
Platz 3 der Parteien vorarbeiten konnte. Die FTD schreibt: Die Kapitulation der Liberalen ist erbärmlich: Mit dem
Verzicht auf ein Veto gegen die Weitergabe von Bankdaten verraten die Liberalen
nicht nur die Bankkunden --- sondern auch ihre Wähler und die eigenen
Grundwerte. Was haben eigentlich
amerikanische Spionage-Organisationen, die als angebliche US-Terrorfahnder
getarnt, Zugriff auf die Bankdaten erlangen wollen, für ein Interesse an diesen
Daten. Nun von den USA ist schon lange bekannt, dass diese Daten rein
wirtschaftlichen Interessen dienen. Die Geheimdienste treiben hiermit eine
versteckte Konkurrenz-Beobachtung der deutschen Unternehmen, die auf Umwegen
zum Vorteil von ihren US-Counterparts verwendet wird.
Wirtschafts-Spionage nennt man das hinlänglich. Es ist nur noch eine Frage der
Zeit, bis ein US-Richter Gelder auf deutschen Konten einfrieren oder sogar
beschlagnahmen kann. Unsere Regierung würde wohl auch das wohl abnicken. Von
den Liberalen können wir uns nach diesem eklatanten Umfaller
keine Schützen-Hilfe erwarten. So treibt man unbeabsichtigt immer mehr Bürger ins Gold. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Man muss den gestrigen Tag Revue passieren lassen,
um die heutige Preis-Entwicklung beim Gold richtig bewerten zu können. Gold
stieg gestern von einem Niveau bei knapp unter $1.180 im physischen Handel auf
über $1.190 im New Yorker Access Handel. New York ist heute wegen Thanksgiving
geschlossen. Am Freitag ist der First Notice Day für
den großen Dezember-Kontrakt an der COMEX. Das heißt Short-Inhaber
dieses Kontraktes, die nicht das Risiko eingehen wollen, ihren Kontrakt auch
durch Lieferung von physischem Gold zu erfüllen, haben gestern den Stecker
gezogen. Dies hat zu einem kleinen Short Squeeze
geführt, der die Preise nach oben getrieben hat. Die offenen Positionen des Dezember-Kontrakts sind
gestern um knapp 41.000 Positionen (jeweils 100 Unzen) auf 53.829 Positionen
gefallen. Ein Großteil der Markt-Teilnehmer hat seine Positionen auf den
Februar-Kontrakt übergerollt. Dieser steht inzwischen bei 346.000 Positionen
und ist in einer Handels-Session um 62.000 Positionen gestiegen. Da im Lagerhaus der COMEX offiziell nur 21.000
hundert Unzen-Barren vorhanden sind, besteht immer
noch das Risiko, dass es zu einem Lieferengpass kommt. Dieser würde eintreten,
wenn von den Long-Inhabern der 53.829 Positionen mindestens 21.000 auf eine
physische Lieferung bestehen würden. Die nächsten Tage werden wir schlauer
sein. Heute früh tendierte Gold zwar im asiatischen Markt
noch auf dem gestrigen Schluss-Kurs von über $1.190. Aber im Londoner
Vormittags-Handel geriet das Metall zunehmends unter
Druck. Zum A.M. Fix stand Gold
dann bei $1.183,00 (EUR 784,22), was für die
Gold-Freunde wohl ein Enttäuschung darstellte. Aber im 24-Stundenvergleich
konnte Gold um knapp sieben Dollar zulegen. Der physische Markt muss die starken Anstiege der
letzten Tage erst einmal verdauen. Außerdem haben die europäischen Markt-Teilnehmer
den Feiertag in den USA dazu genutzt, den US-Dollar wieder zu heben. Schaut man
sich die Gold-Preisstatistik unter kitco.com an, dann ist der Preis-Rückgang
bei Gold lediglich auf die Stärke des Dollars zurückzuführen. Der P.M. Fix kam mit $1.182,75 (EUR 787,24)
zustande. Ein Zuwachs von drei Dollar im Vergleich zum gestrigen P.M. Fix. Doch plötzlich brach die Nachricht über einen
bevorstehenden Staats-Bankrott von Dubai über die Märkte herein. Der Londoner
Aktien-Handel musste zeitweise ausgesetzt werden. Angeblich wegen technischer
Probleme. Die wichtigsten europäischen Aktien-Indizes brachen um über 3 Prozent
ein. Das hat es seit mehr als sieben Monaten nicht mehr gegeben. Gold konnte seine anfänglichen Dollar-Verluste
wieder wettmachen und lag kurz nach 19:00 Uhr MEZ wieder bei über $1.190. Wegen
des starken Dollars näherte sich Gold bedenklich der Marke von EUR 800. Öl, Silber und Platin mussten mit Verlusten von ein
bis über zwei Prozent kämpfen. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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