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Bericht für den 3. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Die Mauer muss weg ! Wir über- und unterschätzen häufig die
Auffassungs-Gabe unserer Mitbürger. Wir überschätzen sie, wenn wir ihnen die
allumfassende Analyse unseres Wirtschafts- und Finanzsystems abverlangen.
Gleichzeitig unterschätzen wir sie, wenn es um das Erkennen
gesellschaftspolitischer Fehlentwicklungen geht. Bei beiden Themen-Komplexen werden Mauern
errichtet, um das Volk zusammenzuhalten. Obwohl man uns weismachen will, dass
keiner die Absicht habe, eine Mauer zu errichten. Beispielsweise spricht man von einer europaweiten
Demokratie, setzt an deren Spitze aber nicht demokratisch legitimierte
Despoten, die sich mit Glühbirnen-Verboten wie Westentaschen-Diktatoren
aufführen. Oder man beschwört das globale Wachstum, baut aber
in Wirklichkeit nationale Arbeitsplätze ab und macht damit aus seinen für ihr
Schicksal selbstverantwortlichen Bürger letztlich abhängige Kostträger des
Staates. Erschwerend kommt hinzu: Wir assoziieren viele
Ereignisse mit Situationen, die gar nichts miteinander zu tun haben. Der Mensch
wird wie der Pawlowsche Hund zu unselbständigen Handeln beziehungsweise Denken
aufgrund des Eintretens bestimmter Ereignisse erzogen. Der mündige Bürger - ein konditioniertes Wesen. So assoziiert wohl ein Großteil der Bevölkerung ihr
Geld mit der Funktion eines Wertespeichers. Doch gezielte, staatlich verordnete
Inflation und jahrzehntelange Negativ-Renditen implizieren eher eine sich immer
schneller selbstentladende Batterie. Wenn man plötzlich Licht braucht, dann
bleibt nur noch Energie für ein erbärmliches Glimmen übrig. Oder man denke an unseren Sozial-Staat. Viele sehen
darin das Mittel zur Vollendung einer solidarischen Gesellschaft. In
Wirklichkeit entledigt sich die jeder-denkt-an-sich
& Konsum-über-alles Gesellschaft ihrer eigenen
Kinder und Zukunft. Die gesellschaftspolitische Mauer kann, ebenso wie
die Mauer, die Deutschland jahrzehntelang trennte, nur revolutionär eingerissen
werden. Das kann auch friedlich geschehen, wenn unser schwerbewaffneter
Gegner dies zulässt. Wir sehen derzeit schon Lücken in diesem Bollwerk,
und bestimmte Kreise haben auch schon erfolgreich einen Fluchtversuch
unternommen. Die Lücken werden mit der Zeit immer größer: Sie
zeigen sich als Risse, in dem der verlogene Metagerechtigkeits- und
Moralanspruch der Gutmenschen in Frage gestellt wird. Die revolutionäre
Speerspitze bildeten gerade Repräsentanten einer Partei, der man das am
wenigsten zugetraut hätte: Der SPD mit Thilo Sarrazin
und Heinz Buschkowsky. Auf der Gegenseite steht der eloquente, rhetorisch
immer noch unbesiegbare und mit einem CDU-Parteibuch ausgestattete Michael
Friedman. Dieser schien jedoch gestern bei Frank Plasberg
seine Abschieds-Vorstellung gegeben zu haben. Hinter seiner rhetorischen Fassade
stecke sachlich nichts, bemerkte der einzige Schweizer der Diskussions-Runde.
Verschnupft wie Daum und braungebrannt wie Bohlen; das ist alles, was noch
Bestand hat: Ein potemkinsches Dorf, und jeder konnte es mitverfolgen. Es dauerte nicht lange, da brach auch die Barriere
der Political Correctness,
mit der uns Politik, Medien und andere Eliten einreden wollen, dass die
veröffentlichte Meinung gleichzeitig auch die öffentliche Meinung sei. Dieser
Damm ist mit der Schweizer Volksabstimmung zum Minarett-Verbot geborsten. Ist
Ihnen nicht auch schon bei diversen Diskussions-Runden aufgefallen, dass der Begriff
Gutmensch zum Schimpfwort und Political Correctness zum antidemokratischen Relikt verkommen ist? Die sich ergießende Welle bedroht nun das Bollwerk
des sozial-politisch industriellen Komplexes, den Sozial-Staat. Das Thema
Finanzierung der gegen die Allgemeinheit gerichteten Parallel-Gesellschaften,
die sich derzeit wie die Schlange am Busen nähren, wird
der Auslöser dieser Bewegung sein. Das Mittel ist nicht der direkte Angriff auf
den Sozial-Staat. Denn ein Großteil der Jobs und des Einkommens der Eliten
hängt von diesem Gebilde ab. Nein, dieses Bollwerk wird von seinen
Lebens-Adern, den ungehinderten Zustrom von Steuer- und Sozialabgaben
abgeschnitten werden. Wie ein starker Baum zugrunde gehen muss, dem man über
sein fein verzweigtes Wurzelwerk seine Nährstoffe vorenthält, genauso wird man
den Sozial-Staat zu Fall bringen. Natürlich wird sich das System dann mit seiner
letzten Waffe, dem Papier-Geldsystem, zu verteidigen versuchen. Aber der Anwurf
der Gelddruck-Maschine, um den Sozial-Staat mit Placebos am Leben zu erhalten, wird ebenso scheitern. Die Bürger werden Schritt für
Schritt erkennen, welchem Betrugs-System sie die letzten Jahre und Jahrzehnte
auf den Leim gegangen sind. Der letzte Rettungsversuch der Eliten wird
gleichzeitig ihr eigener Todesstoß sein. Wie beim Mauerfall vor zwanzig Jahren wird diese
Entwicklung für Viele überraschend kommen. Zurück bleiben werden die alten Kader nebst ihrem
Unterdrückungs-Apparat. Sie werden auch nicht verstehen, warum erst ihre Mauern
und dann ihr System zugrunde gegangen sind. Wir werden ihnen keine Träne nachweinen. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Das Gold-Kartell hat heute schon einmal für die
morgige Verkündung der Arbeitslosen-Zahlen für den Monat November geübt. Nach
anfänglich neuen Rekord-Ständen oberhalb der Marke von $1.220 wurde Gold zum
Nachmittag auf bis zu $1.205 gedrückt. Die Elliott-Wellen Idioten sehen darin sicherlich
eine Bestätigung ihrer schon lange auf Erfolge wartenden Theorien.
Wahrscheinlich werden ihre Einschätzungen bei Jon Nadler
ihre Wertschätzung in einem seiner Anti-Goldberichte finden. Wann werden die es endlich kapieren: In einem
manipulierten Markt wie Gold können diese Regeln nicht gelten, weil sie
künstlich durch Eingriffe außer Kraft gesetzt werden. Natürlich wird auch das
Gold-Kartell zu seinem Vorteil versuchen, Longs in
den Markt mit steigenden Preisen zu locken, um sie dann mit einem plötzlich
herbeigeführten Abverkauf mit Verlust (und Frust) aus dem Markt zu drängen. Das
hat schließlich über 10 Jahre funktioniert. Ein Beitrag von Herrn Vartian
spricht hier von einem Goldduopol: Das Goldduopol (nicht Kartell!), das alles getan hat, um den Goldpreis seit
2001 unten zu halten, hat jetzt ein Problem: kein Gold. Das
Goldduopol besteht aus denen, die Gold hatten: Die Notenbanken und die Barricks, also QUELLMACHT. Beide haben jetzt Riesenverluste.
Dazu haben sie und hatten die bezahlte Auftragnehmer = AGENTEN
(einige Investmentbanken). Letztere manipulieren auf Auftrag den Markt für rosafarbene Mercedes Limousinen, für Gold, für Aktien, für
Hundefutter total wurscht,
falls beauftragt. Wie ein Anwalt, der
gegen Honorar macht, was der Klient will. Denen ist Gold wurscht, manche haben im
Nostro sogar was. Denen ist auch
eigentlich der Zinssatz wurscht, solange die Carry Margin positiv ist. Ob 50% Zinsen bei der FED und 53% Zinsen auf Staatsanleihen, die
man fürs FED Geld hinterlegt, oder 0,5% Zinsen
bei der FED und 3,5% Zinsen auf Staatsanleihen, die
man fürs FED Geld hinterlegt,
ist denen im Grunde im
Kernbereich des Investmentbanking
egal. Zum Schluss des Handels an der COMEX erholte sich
Gold zwar wieder auf $1.217, aber es war ja nur eine
Übung, oder? Der A.M. Fix kam heute bei $1.218,25 (EUR 805,46)
zustande und stand mit einem Tages-Gewinn von sieben Dollar noch unter dem
Einfluss des im asiatischen Marktes steigenden Gold-Preises. Der P.M. Fix wurde mit $1.208,75 (EUR 802,14)
festgestellt. Ein Tages-Verlust von vier Dollar im 24-Stundenvergleich. Zu
diesem Zeitpunkt lief gerade der Dry-Run des
Gold-Kartells. Zum Schluss des Handels an der COMEX stand dann
aber wieder ein Gewinn von fünf Dollar: $1.217,00. Der US-Dollar (USDX) tendierte heute trotz
anfänglicher Verluste unverändert. Morgen nach Verkündung der
Arbeitslosen-Zahlen um 14:30 Uhr MEZ werden wir wohl wieder einen steigenden
Dollar-Kurs sehen. Warum? Weil sich die monetäre Viererbande darauf im Vorfeld
verständigt hat. Ob sie es schaffen, den Gold-Preis zu drücken, bleibt
abzuwarten. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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