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Bericht für den 3. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Das Schattenbanken-System Der Internationale Währungsfond (IWF) hat sich in
einem Papier der Struktur des Schattenbanken-Systems gewidmet. Ein Element dieses Schattenbanken-Systems sind die
als Conduits oder SIVs (structured investment vehicle) bezeichneten Zweckgesellschaften, mit denen sich
die Banken außerhalb ihrer Bilanzen an Immobilien-Krediten beteiligt haben. Die
Beteiligung wurde dabei durch Ausgabe sogenannter Asset
Backed Commercial Papers (ABCPs)
gegenfinanziert. Ein Beispiel für so ein Conduit
war die irische Ormond Quay,
die von der Sächsischen Landesbank gegründet wurde. Die Eigenart dieser
Zweckgesellschaften war, dass langfristige Vermögens-Werte wie zum Beispiel
Immobilien-Hypotheken durch die Aufnahme kurzfristiger Schulden gegenfinanziert
wurden. Das Kredit Risiko für diese Konstruktion verblieb jedoch stets bei der
Bank. Solange die Bank gesund war, galten diese Conduits
als risikolose Anlage-Klasse. Deshalb erhielten die herausgegebenen
Schuld-Titel auch Top-Ratings (AAA) von S&P, Moodys und Fitch. Aufkäufer der ABCP waren Geldmarkt-Fonds und
Investment-Gesellschaften, die höchst liquide Anlageformen wiederum für ihre
Kunden benötigten. Aufgrund der Struktur der Gesellschaften wurde ein Top-Rating für alle Investments gefordert. Investoren
beispielsweise in Geldmarkt-Fonds erwarteten, dass ihr Geld quasi wie Cash
geparkt wird. Sie müssen praktisch
täglich über ihre Bestände verfügen können und die Anlageform muss so sicher
sein wie Cash. Betrachtet man die Struktur der Conduits,
dann ist das nicht gewährleistet. Da diese in langfristige Papiere investieren,
müssen sie stets ihre auf dem Commercial Paper Markt erworbenen (kurzfristigen)
Verbindlichkeiten prolongieren. Solange der Commercial Paper Markt groß und
liquide war, schien das kein Problem darzustellen. Der Commercial Paper Markt hat sich nach Zahlen des
IWF allerdings von seinem Höhepunkt am 18. Juli 2007 mit $2.200 Mrd auf knapp $1.200 Mrd im April
2009 praktisch halbiert. Der ebenfalls als kurzfristiges
Finanzierungs-Instrument verwendete Reverse Repo
Markt hat am 15. September 2008 mit $2.800 Mrd seinen
Höhepunkt erreicht und hat sich innerhalb von einem halben Jahr auf $1.800 Mrd reduziert.
Ein zweites Problem stellte die Qualität der Assets dar. Nur zum geringen Anteil handelte es sich um
Immobilien-Verbriefungen mit AAA-Rating. Und selbst
dieses Rating war geschönt, da die Bestände eine
Reihe von Hypotheken-Krediten mit Subprime-Qualität enthielten. Mit dem Zusammenbruch des Subprime-Marktes wurden
die Bestände der Conduits zunehmens
wertlos. Der Markt für verbriefte Hypotheken-Kredite (ABS) brach gleichzeitig
von $550 Mrd im Jahr 2007 auf $20 Mrd
im Jahr 2009 völlig zusammen. Fast gleichzeitig standen die Märkte für kurzfristiges
Kapital nicht mehr zur Verfügung. Die Bank musste die Verluste ausgleichen und
für eine Refinanzierung der auslaufenden Kredite der Zweckgesellschaft sorgen. Das führte im Falle der Sächsischen Landesbank zu
einer konsolidierten Rettungs-Aktion und letztlich zum Ende deren
Eigenständigkeit. Der IWF schätzt, dass das Schattenbanken-System im
Jahr 2007 einen Umfang von $10.000 Mrd angenommen
hat. Davon war mehr als die Hälfte kurzfristig, zum großen Teil über ABCP
($1.200 Mrd) und Broker-Dealer REPO ($2.500 Mrd) finanziert. Um das Banken-System zu stützen, haben die FED und
andere Notenbanken über Programme, in denen die Notenbanken als
Liquiditäts-Geber im Commercial Paper Market auftreten, das Conduit-Unwesen
künstlich am Leben erhalten. Diese Zeitbombe tickt also weiterhin neben den
Bilanzen des Bankensystems. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Kaum war mein gestriger Bericht mit den Worten Das Gold-Kartell
hat heute schon einmal für die morgige Verkündung der Arbeitslosen-Zahlen für
den Monat November geübt. Nach anfänglich neuen Rekord-Ständen oberhalb der
Marke von $1.220 wurde Gold zum Nachmittag auf bis zu $1.205 gedrückt
geschrieben, da setzte gestern die erste Drückungs-Welle im späten Access
Handel ein (Gold-Kartell Plan C). Hiermit konnte man Gold um knapp $10 auf
einen Schluss-Kurs von $1.207,50 drücken. Im frühen asiatischen Handel und im Londoner
Vormittags-Handel setzte sich die Preis-Drückung fort. Allerdings konnte die
Marke von $1.200 noch verteidigt werden. Der A.M. Fix kam mit $1.203,25 (EUR
798,87) um $15 niedriger als noch zum gestrigen A.M. Fix zustande. Bis zum Handelsbeginn an der COMEX blieb es ruhig.
Als dann um 14:30 Uhr MEZ die Arbeitsmarkt-Zahlen für den Monat November vom
Wahrheitsministerium BLS verkündet wurden, ging es bergab. Beziehungsweise erst einmal ging es kräftig
aufwärts für den US-Dollar im Vergleich zum Euro. Warum? Ich habe es im Bericht
gestern wie folgt formuliert: Morgen nach Verkündung der Arbeitslosen-Zahlen um 14:30 Uhr
MEZ werden wir wohl wieder einen steigenden Dollar-Kurs sehen. Warum? Weil sich
die monetäre Viererbande darauf im Vorfeld verständigt hat. Es ist eigentlich egal, ob die Arbeitsmarkt-Daten
schlecht, mittel oder gut sind: Jedes mal steigt der Dollar kräftig und Gold
fällt. Dementsprechend kommentieren die ahnungslosen Schreiberlinge den
Rückgang entweder in die eine oder andere Richtung. Price Action makes Market Commentary ! Der P.M. Fix um 16:00 Uhr MEZ hielt sich trotz
dieses Großangriffs noch vergleichsweise gut mit $1.190,25 (EUR 796,95). Ein
Rückgang auf 24-Stundenbasis von $19. Das Gold-Kartell hat bis 16:00 Uhr ihren
Plan A ausgeführt. Aber wenn gestern die Aktion mit Plan C begann,
dann fehlt jetzt nur noch die Ausführung von Plan B: Der Drückung im COMEX Future-Handel. Und diese ließ nicht lange auf sich warten.
Kurz nach 16:00 Uhr wurde Gold in zwei Wellen zuerst unter die Marke von $1.180
und dann schließlich unter die Marke von $1.170 gedrückt. Verstärkt wurde diese
Aktion mit einer zweiten Welle der Dollar-Hebung, die ebenfalls kurz nach 16:00
Uhr einsetzte. Der US-Dollar Index stand zu diesem Zeitpunkt bereits mit 75,5
um 0,9 Punkte höher. Die seit Wochen steigenden Gold-Preise haben wohl
eine Reihe von Spekulanten in den Markt getrieben, die bei jedem starken
Preis-Rückgang in Panik ihre Positionen auflösen. Zusammen mit dem plötzlichen
Einbruch am letzten Freitag um $50 wegen der Dubai-Krise, sollte diese Gruppe
wohl aus den Markt herausgewaschen worden sein. Gold beendete den Handel an der COMEX mit $1.169,00
um $48 niedriger als gestern. Im Anschluss wurde erneut Plan C angewandt: Gold
fiel weiter bis auf $1.150, bevor es sich wieder auf $1.161,00 befestigte. Der USDX ist heute um astronomische 1,2 Punkte auf
75,8 gestiegen. Der Euro allein verlor heute gegenüber dem US-Dollar 1,3
Prozent, während der Yen sogar um 2,6 Prozent absackte. Die Spuren führen zu
der monetären Viererbande, bestehend aus den Notenbank-Chefs der FED, der EZB,
der BoJ und der BoE. Bullionaer Sie
wundern sich, dass der Gold-Preis am Freitag um $50 gefallen ist und
verschiedene Händler, die mit angeblich tagesaktuellen Preise inserieren, immer
noch Preise wie vor dem Einbruch verlangen: Dann schauen Sie sich die aktuellen
Preise bei bullionaer.de an. Wir geben die
reduzierten Preise auch an unsere Kunden weiter. Unsere
aktuellen Angebote sind (solange Vorrat reicht): (1) 2009
Deutschland TRIER (1/2 Unze) zu EUR 408,00 (2) als
Nikolaus-Angebot den 2009 American Eagle für EUR
825,00 Den
Goldpreis-Rückgang hat wohl auch Walter Eichelburg verschlafen. Sonst würde er
nicht die 2009 Deutschland TRIER für EUR 415,00 als Weihnachtsangebot bewerben.
Vielleicht sollen Sie hier die Weihnachtsgans sein, die ausgenommen wird. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de veröffentlicht. ©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
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