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Bericht für den 15. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Gold-Altersvorsorge Sowohl die auf Transfer-Leistungen basierenden
Sozial-Systeme als auch die mit Geldvermögen Kapital gedeckten Renten- und
Pensions-Schemata haben denselben System-Mangel: Sie erwarten, dass sich in
Zukunft eine immer größer werdende Zahl von Beitrags-Leistenden findet wird,
welche die dann zur Zahlung anstehenden Leistungen erbringen können. Beide
Systeme sind ein Schneeball-System oder Ponzi Schema.
Die Einschläge, die beide Systeme kollabieren lassen werden, kommen immer
näher. Es ist daher an der Zeit, sich konkret Gedanken
über Alternativen zu machen. Ich möchte heute ein solches Modell als ein
selbstverwaltetes System der Altersvorsorge auf Basis von Gold vorstellen.
Wichtig ist der Punkt selbstverwaltet, weil dieses System transparent und für
jeden leicht durchschaubar ist. Dazu braucht es keine teuer bezahlten Experten
oder Konzerne, die das System im Auftrag administrieren. Außerdem bietet die
Selbstverwaltung den Vorteil, sich staatlichen Repressions-Maßnahmen in Form
von Vermögens-Abgaben oder sonstigen Enteignungs-Schemata zu entziehen. Das System ist einfach: Man ermittelt seinen
monatlichen Geldbedarf beim Eintritt in das Rentenalter auf Basis der heutigen
Preise. Um beispielsweise ein gutes und auskömmliches Leben führen zu können,
würde man EUR 3.000 pro Monat benötigen. Man hat also bei einem heutigen Gold-Preis von EUR
750 einen monatlichen Bedarf an 4 Unzen Gold. Nun berechnet man anhand der zu
erwartenden Lebensdauer seine erforderliche Ansparleistung. Bei 20 Jahren
müsste man also 960 Unzen Gold ansparen. Zu heutigen Preisen also einen Kapitalstock
von EUR 720.000 bilden. Das System der Gold-Altersvorsorge geht davon aus,
dass die Lebenshaltungs-Kosten nicht schneller steigen werden, als der
Gold-Preis. Die klassischen Renten-Schemata führen durch die durchschnittlich
höheren Lebenshaltungs-Kosten im Vergleich zu Renten-Erhöhungen stets zu einer schrittweisen Reduktion des Lebensstandards. Reicht das
Geld noch die ersten Jahre für ein gutes Leben, dann wird es nach 10 Jahren
bereits schwierig und weitere 5 Jahre kommt man mit dem Geld vorne und hinten
nicht mehr aus. Hätte man beispielsweise noch 20 Jahre bis zum
Renteneintritt, so müsste man bei einem
durchschnittlichen Anstieg der Lebenshaltungs-Kosten von 2 Prozent bereits EUR
4.458 einplanen. Nach weiteren 10 Jahren müsste der Betrag sogar EUR 5.434
betragen. Würde man diese Rechnung
bei einem eher wahrscheinlicheren Anstieg von jährlich 5 Prozent durchführen,
dann bräuchte man zum Renteneintritt bereits EUR 7.960 und nach weiteren 10
Jahren EUR 12.966. Bei einer noch schneller verlaufenden Geldentwertung um 10
Prozent jährlich wären die Beträge EUR 20.183 bzw EUR
52.348. Allen drei Szenarien liegt die konservative Annahme
zugrunde, dass der Gold-Preis zumindest mit der Rate des Anstiegs der
Lebenshaltungs-Kosten Schritt hält. Man erhält also Goldunzen-Preise von EUR
1114,50 nach 20 Jahren in dem 2 Prozent Szenario, EUR 1.990 in dem 5 Prozent
Szenario und sogar EUR 5.045,75 in dem 10 Prozent Szenario. Ich habe in dem
Modell also keinen Ausbruch des Gold-Preises durch beispielsweise den
Zusammenbruch der Goldpreis-Drückung berücksichtigt. Genauso rechnet man den Ansparplan. Man muss die
960 Unzen Gold über den Zeitraum des Arbeitslebens ansparen. Modell 1: Man
spart über einen Zeitraum von 32 Jahren jeweils 30 Unzen Gold pro Jahr an. Zu
dem heutigen Preis von EUR 750 wäre das eine monatliche Belastung von EUR
1.875. Modell 2: Man ist
schon 45 Jahre alt und löst seine Lebensversicherung auf und verkauft seine
Immobilie für insgesamt EUR 150.000. Dafür erhält man 200 Unzen Gold. Man muss
die verbliebenen 20 Jahre dann noch 760 Unzen, d.h. 38 Unzen pro Jahr ansparen.
Das entspricht bereits einer monatlichen Belastung von EUR 2.375. Ein wichtiger Punkt ist die steuerliche
Betrachtung. Bei vielen Ansparmodellen wird die Steuer erst bei Auszahlung
erhoben (Prinzip der nachgelagerten Besteuerung). Das
heißt die Beiträge während des Arbeitslebens können steuerfrei erbracht werden.
Das macht die Belastung während des Arbeitslebens zwar
erträglich, belastet aber bei angenommenen hohen Verzinsungs-Raten nebst
Anstieg der Lebenshaltungs-Kosten die auszuzahlenden Renten erheblich. In dem 5
Prozent Szenario muss der monatliche Rentenbetrag ja bereits EUR 7.960
betragen, die dann in voller Höhe zu versteuern wären. Diesen Steuer-Betrag
muss man im Prinzip bei der Berechnung der Renten-Zahlung schon berücksichtigen, so dass die Brutto-Zahlung in diesem Fall wahrscheinlich
bereits jenseits von EUR 10.000 wäre. Bei der goldbasierten Altersvorsorge fallen im
Rentenfall keine Steuern an. Die Steuern müssen jedoch zum Zeitpunkt des
Erwerbs des Goldes gezahlt werden, da das Gold mit
Netto-Einkommen erworben werden muss. Bei netto EUR 1.875 pro Monat kann man
von einem Steueranteil von ca EUR 1.000 pro Monat
ausgehen, so dass vom Bruttoeinkommen ca EUR 3.000
für die Ansparleistung aufgewandt werden müssen. Das Modell basiert auf der These, dass Gold ein
Wertespeicher ist. Das heißt, eingezahlte Beträge in den Wertespeicher behalten
auch in der Zukunft die Kaufkraft zum Zeitpunkt der Einzahlung. Diese
Eigenschaft wird fälschlicherweise unserem Papier-Geldsystem nachgesagt. Hier noch einmal die wichtigsten Eigenschaften des
Modells der Altersvorsorge mit Gold: ·
Gold ist ein Wertespeicher, d.h. die Kaufkraft der
eingezahlten Beiträge bleibt auch bei späterer Auszahlung erhalten ·
Nur Kenntnisse der vier Grundrechen-Arten sind
erforderlich, d.h. keine Abzinsungs-Reihen oder Gedanken-Spiele über zukünftige
Steuersätze ·
Sicher vor staatlicher Besteuerung oder Enteignung ·
Im Notfall auch kurzfristig zugreifbar ·
Keine steuerliche Belastung der Auszahlungen ·
Selbstverwaltet, d.h. es fließen keine Mittel für
Verwaltungs- und Vertriebskosten ab Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Das heutige Geschehen an den Gold-Märkten war von
Nervosität gekennzeichnet. Die Dubai-Krise scheint mit der $10 Mrd Geldspritze von Abu Dhabi noch nach Ansicht
verschiedener Experten von Goldman (Government) Sachs nicht ausgeräumt zu sein.
Ich habe ja bereits artikuliert, dass die Wahrheit wohl eher im dreistelligen
Milliarden-Bereich zu finden sein wird, als im
einstelligen. Inzwischen haben wir mit dem Bailout
durch Abu Dhabi den zweistelligen Milliarden-Bereich erreicht. Auch die Situation in Griechenland hat sich noch
nicht entspannt. Nach Ansicht verschiedener Kommentatoren war dies der Grund
für den heutigen kräftigen Anstieg des US-Dollar Indexes (USDX) um 0,5 Punkte
auf 76,9. Solche Entwicklungen ziehen immer rein
zufälligerweise den Gold-Preis in die Tiefe. Obwohl die anfängliche Befürchtung
einer weiteren massiven Drückungsrunde sich heute nicht bewahrheiten konnte. Im Vormittags-Handel stand Gold bereits unter Druck
und zum A.M. Fix mit $1.115,00 (EUR 766,43) verlor Gold
weitere fünf Dollar im 24-Stundenvergleich. Die Abwärts-Entwicklung scheint
also doch noch nicht gebremst zu sein, wie ich gestern schon vermutete. Zum Nachmittag kam dann noch etwas mehr Druck auf, aber der P.M. Fix zeigte dann doch mit $1.122,00 (EUR
771,03) relative Stärke. Gold ist zwar im Vergleich zum gestrigen P.M. Fix um
zwei Dollar gefallen, aber wegen des gestiegenen Dollar-Kurses um vier Euro
gestiegen. Zum Schluss des Handels an der COMEX stand Gold
wieder auf demselben Stand wie schon vor 24 Stunden mit $1.122,00. Das Geschehen am Goldmarkt ist stark von der
zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der
FED in Washington geprägt. Zu diesem Event wird stets versucht, den Goldpreis
unter Kontrolle zu halten. Das gelang heute nur teilweise. Allerdings steht die
Zinsentscheidung der FED erst für den morgigen Tag um 20:15 Uhr MEZ an.
Zumindest bis dahin müssen wir uns auf anhaltenden Druck einstellen. Der US-Dollar (USDX) ist heute um 0,5 Punkte auf
76,9 gestiegen. Wohingegen die Renditen der 10-jährigen Treasuries
0,1 Prozent-Punkte auf 3,6 Prozent zugelegt haben. Der Quotient aus beiden
Werten ist um 0,4 Punkte auf 21,4 gefallen. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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