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Bericht für den 21. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Willkommen im Club Die FTD hat wieder einmal ein Problem mit den
U.S.-Konjunkturdaten. Unter dem Titel Amerikanischer Datenzauber merkt der Redakteur
folgendes an: Die
US-Frühindikatoren sehen gar nicht mal so übel aus. Aber wieso sind dann die
realen Industrieaufträge auf dem Niveau von 1989? Und wieso haben die US-Firmen
den Arbeitseinsatz um ein Zehntel gesenkt? In meinen Berichten wurde schon häufiger darauf
hingewiesen, dass die Zahlen der diversen U.S.-Statistikbehörden nur einem Ziel
zu dienen scheinen: Die Psychologie der Mark-Teilnehmer anzusprechen. Denn
positive Zahlen veranlassen die Investoren, wieder optimistisch zu investieren.
Aber das ist gar nicht die Aufgabe dieser Behörden:
Sie sollen lediglich nach rein wissenschaftlichen Methoden Zahlenreihen
auswerten und daraus eine unverfälschte Statistik erstellen. Diese Zahlen dann
entsprechend zu bewerten, obliegt den Politikern, Wirtschaftsführern,
Investoren und anderen Interessierten. Wenn die Datenbasis falsch ist, dann
werden auch fehlerhafte Entscheidungen getroffen: Garbage-In
/ Garbage-Out. Was wir derzeit sehen ist, dass die
Statistik-Behörden zu einem Transmissions-Riemen der Regierenden verkommen
sind. Die Ergebnisse stehen fest und im Rahmen von Reverse Engineering werden
die Ausgangs-Parameter der Berechnungen verfälscht. Deshalb bezeichne ich diese
Behörden auch als Wahrheitsministerien im Orwellschen Sinne. Sie dienen nicht
der objektiven Front-Berichterstattung, sondern sollen nur die Heimatfront bei
der Stange halten. Interessant ist auch der Vergleich der
Arbeits-Produktivität zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. Während
in den Jahren 1991 bis 2000 die Produktivität in beiden Ländern um jeweils 20
Prozent zugenommen hat, klaffen ab dem Jahr 2000 die Zahlen immer stärker
auseinander. In den letzten neun Jahren ist die Produktivität in Deutschland um
weitere 15 Punkte gestiegen, während die U.S.A. einen Zuwachs von fast 40
Punkten zu verzeichnen hatten. Wers glaubt wird selig, merkt die FTD zutreffend
an. Deutschland hat gerade die letzten Jahre erheblich Produktivität durch
zurückhaltende Tarifabschlüsse gewinnen können. So würde man höchstens einen
gleichmäßigen Produktions-Fortschritt erwarten; ein besserer Wert für die
Vereinigten Staaten ist reines Wunsch-Denken. FTD --- Willkommen im Club derjenigen, die
Regierungs-Zahlen inzwischen grundsätzlich mistrauen. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Gold setzte heute früh in Asien seine Erholung vom
letzten Freitagnachmittag fort. Während man am Freitag nach dem Londoner P.M.
Fix Gold kurzzeitig unter die Marke von $1.100 drücken konnte,
setzte eine Gegenbewegung ein. Zum frühen Handel in Asien stand Gold heute um die
Marke von $1.115. Dieses Niveau hielt auch im Londoner Vormittags-Handel, obwohl Gold nun jetzt leicht unterhalb der Marke von
$1.115 tendierte. Der A.M. Fix kam mit $1.113,25 (EUR 776,92) um sieben Dollar
höher als noch am Freitag zustande. Der Nachmittag verlief im Vorfeld der
bevorstehenden Feiertage ruhig. Gold konnte sich mit Beginn des Handels an der
New Yorker COMEX sogar wieder oberhalb der Marke von $1.115 befestigen. Kurz vor dem Londoner P.M. Fix brach Gold jedoch
plötzlich um zehn Dollar ein. Das ist ein Hinweis, dass der Druck von Seiten
der EZB-Banken anhält. Zum P.M. Fix stand Gold dann auch wenig überraschend bei
$1.105,50 (EUR 771,24). Im Vergleich zum P.M. Fix am letzten Freitag ist der
Zuwachs auf einen Dollar geschrumpft. Diese Aktion sollte jedoch nur eine weitere massive
Angriffswelle auf den Gold-Preis einläuten. Eine halbe Stunde später wurde Gold
im reinen Derivate-Handel in New York erst einmal auf
$1.100 gedrückt und in einer zweiten Welle auf $1.090. Zum Ende des Handels an der COMEX konnte sich Gold
nur leicht wieder erholen. Der letzte Kurs kam mit $1.094,10 zustande und damit
$17 niedriger als am letzten Freitag. Der Grund für den Rückgang beim Gold letzte Woche
war nicht die Liquidation von Long-Positionen. Die Anzahl der offenen Kontrakte
an der COMEX ist nämlich nicht kräftig gesunken, was auf eine
Liquidations-Welle hingedeutet hätte. Sondern sie ist sogar noch um 475
Positionen auf nun 502.930 Kontrakte gestiegen. Das bestätigt meine These, dass
hier massive Kräfte den Markt manipulieren. Der CFTC Commitment of Traders Report (COT) zeigt keine großen Veränderungen: Die
eher spekulativ orientierten non-commercials Longs haben 2.474 Kontrakte abgebaut. Aber auch die Shorts dieser
Gruppe haben 4.153 Positionen aufgelöst. Den Differenz-Betrag haben die dem
Gold-Kartell zuzurechnenden commercials ausgeglichen;
deren Short-Positionen haben um 4.895 zugenommen. Der US-Dollar konnte sich heute um 0,3 Punkte auf
78,0 befestigen. Dafür stiegen die Renditen für die 10-jährigen Treasury Notes
stark auf 3,7 Prozent an (Freitag: 3,5 Prozent). Der Quotient aus dem USDX und
den Renditen der Treasuries näherte sich seit langem
mit 21,1 wieder der kritischen Marke von 20 (Freitag: 22,2). Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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