|
Bericht für den 23. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Am Abgrund Ich schloss meinen gestrigen Gold-Bericht mit der
Aussage: Wir
werden sehen, ob uns dieses Manipulations-Muster wieder vor einem Zusammenbruch
bewahren kann. Nun deckt das Düsseldorfer Handelsblatt in seinem
Bericht vom 21. Dezember unter dem Titel Weltwirtschaft war viel dichter am Abgrund als gedacht
auf, dass die
Weltwirtschaft nach der Lehman-Pleite viel dichter vor einer zweiten Großen
Depression stand als bisher angenommen. Die Parallelen zur ersten Weltwirtschaftskrise waren weit größer,
als es zu Jahresbeginn den Anschein hatte. ... In einigen Bereichen war der
Absturz sogar schlimmer als nach 1929, merkte ein fünfköpfiges
Forscherteam des Dubliner Trinity College und der
US-Elite-Universität Berkeley in einer Studie an. Diese Aussage wird an folgenden Punkten
festgemacht: ·
Die Aktienmärkte halbierten sich in den ersten 10
Monaten nach Beginn der Talfahrt, während in der Großen Depression der Rückgang
lediglich bei 10 Prozent lag ·
Während der jetzigen Krise brach der Welthandel in
den ersten 12 Monaten um 20 Prozent ein, während der Einbruch in 1929/30 nur 10
Prozent betrug ·
Die Industrie-Produktion stürzte genauso schnell ab
wie während der Großen Depression, konnte sich zwischenzeitlich aber wieder
erholen Den üblichen Handelblatt-Seitenhieb gegen Gold
konnte sich der Autor allerdings nicht verkneifen: Auch die Entwicklung der Geldmenge war diesmal
deutlich expansiver – unter anderem, weil es der Goldstandard damals
unmöglich machte, die Wirtschaft mit Liquidität zu überschwemmen. Je früher ein
Land in den 30er-Jahren den Goldstandard aufgab, desto schneller überwand es
die Krise, stellten die Ökonomen fest. Ein Tag später offeriert dieselbe Zeitung unter dem
Titel Wenn die
Finanzwelt zusammenbricht, dass die Crash-Gurus nicht für ernst
genommen werden dürfen. Typisch Handelsblatt eben: Während alle anderen
Wirtschafts-Qualitätsmedien während der Finanz- und Wirtschaftskrise zumindest
auf die Gefahren hinwiesen, hat das Handelsblatt weiterhin nichts wahrnehmen
wollen. Wahrscheinlich sind der Chef-Redakteur und seine Lohn-Schreiberlinge
selbst hoch verschuldet und müssen um ihren Job zittern, damit die Hypotheken
weiter bezahlt werden können. Anders wäre es nicht zu erklären, warum nach einem
kritischen Artikel ein Tag später nun ein regierungsamtlicher Auftrags-Artikel
folgt. So erwähnt der Bericht denn auch die Thesen der
sogenannten Untergangs-Propheten,
um sie im nächsten Schritt von einem vollkommen unbekannten Börsenpsychologen
auf die Couch legen zu wollen. Und wieder einmal entdecken die Print-Medien im Internet den Boden, auf dem die Saat der obskuren
Börsenforen und Spukgeschichten aufzugehen scheint. Die Redakteure versuchen sich auch in geistiger
Rhetorik, um ihren Widersachern eins auswischen zu können. Hier eine Kostprobe:
Eines verbindet
die bunte Truppe der Schwarzmaler: das verhasste
Papiergeldsystem. Und der Seitenhieb gegen Gold durfte auch in dem
zweiten Bericht nicht fehlen: Gold, das ist ohnehin das Lieblingsthema der Crashgurus: Nur
wer ausreichend davon im Safe, im Keller oder sonst wo deponiert hat, muss
danach das Jüngste Gericht nicht fürchten. Tja Olaf Storbeck, Jörg Hackhausen und Christian Panster:
Wenn man sich vor lauter Schulden noch nicht einmal einige Unze Gold leisten
kann, dann kann man auch problemlos auf Gold und diejenigen, die dem
Papiergeldsystem eben nicht über den Weg trauen, schimpfen. Das Gutmenschentum der
Autoren hat mit der Aussage von Jim Rogers, dass ein Inflations-Holocaust drohe,
endgültig seinen Empörungs-Höhepunkt erreicht. Was soll diese Panikmache, bei der sich Rogers
noch dazu vollkommen im Ton vergriffen hat, fragen die
Schreiberlinge im entwaffnenden Stil des Michael Friedmans. Ich frage die Herausgeber des Handelsblatts: Wo
sind die Argumente oder wo sind zumindest die Gegenthesen in diesem Artikel.
Die schreibende Presse muss sich nicht darüber wundern, wenn sie vom Internet
verdrängt wird. Dieser Bericht ist wieder einmal ein Parade-Beispiel dafür,
dass bestimmte Medien flüssiger sind als Wasser: Nämlich überflüssig. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Ich muss
wieder einmal lernen, dass ich bei der Begriffs-Wahl ab und zu daneben zu
liegen schien. So erreichte mich diese Leser-Zuschrift zum Thema Elliot
Idioten: Danke Herr Ziehmann dass Sie mich als Idioten bezeichnen. Die waren
Idioten sind Sie und der ober Popaz
Eichelburg :-P Welle C wird uns schön in den Bereich von 750$ bringen schön dass wir alle fett short sind und das schon
seit 1200 muahhhhhhhhhh Anscheinend handelt es sich bei dieser Gruppe nicht
nur um Idioten, sondern dazu noch um Legastheniker. Anders wäre es nicht zu
erklären, wie man in so wenigen Sätzen so viele Fehler einbauen kann. Ich nehme diese Kritik auf und werde die Elliot
Wellen Vertreter in Zukunft als Elliot
Wellen Legastheniker bezeichnen. Das passt auch viel besser, da
grundlegende Regeln der Wirtschaft und des Finanz-Systems von dieser Sippschaft
einfach nicht verstanden werden wollen. Zurück zum Zustand unseres Wirtschafts-Systems:
Gestern wurden uns noch positive Zahlen vom Häusermarkt in den Vereinigten
Staaten präsentiert und heute kam dann folgender Hammer. Bloomberg berichtete
unter dem Titel Sales
of U.S. New Homes Unexpectedly
Fell in November: Purchases dropped 11 percent to an annual pace of 355,000, lower than the
lowest estimate of economists surveyed by Bloomberg News, figures from the Commerce Department showed today in Washington. The median sales price decreased 1.9 percent from November 2008.
Bei dieser Zahl handelt es sich um einen elfprozentigen Rückgang im Vergleich
zum Monat Oktober. Welcher Sachbearbeiter aus den diversen
Wahrheits-Ministerien hat hier solche destruktiven Zahlen an die Öffentlichkeit
weitergegeben. Oder war das gewollt? Denn gleichzeitig konnten sich heute
wieder die lang laufenden U.S.-Staatspapiere stabilisieren. Der Einbruch dieser
Papiere die letzten Tage hatte schon die Gefahr heraufbeschworen, dass die
Staatsanleihen-Blase plötzlich platzen könnte. Und das, obwohl ein Großteil
dieser Papiere inzwischen von den nationalen Notenbanken monetarisiert
wird. Beim Gold sah es heute früh im asiatischen Handel
nach dem kräftigen Rückgang der letzten Tage nach einer leichten technischen
Erholung aus. Gold konnte wenige Dollar im Vergleich zum gestrigen New Yorker
Schlusskurs wieder gutmachen. Mit Beginn des Handels in London kam Gold jedoch
erneut unter Druck. Der A.M. Fix war mit $1.080,50 (EUR 758,30) noch einmal
wenige Dollar niedriger als der Schlusskurs im Access Handel mit $1.083,20. Im
24-Stundenvergleich musste Gold jedoch weitere $14 abgeben. Mit den o.g. Nachrichten
zogen die Kurse (beziehungsweise fielen die Real-Renditen) der 10- und
30-jährigen Treasury Notes an und der Dollar begann zu fallen. Das reduzierte
der Druck auf Gold, so dass sich das Edel-Metall zum P.M. Fix mit $1.085,25
(EUR 759,02) wieder um einen Dollar im Vergleich zum gestrigen P.M. Fix
befestigen konnte. Zum Schluss des Handels an der COMEX stieg Gold auf
bis zu $1.095 an, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Der letzte Kurs wurde
mit $1.092 um fünf Dollar höher als gestern zur gleichen Zeit festgestellt. Der US-Dollar Index (USDX) gab heute um 0,5 Punkte
auf 77,8 nach. Die Renditen der 10-jährigen Treasury Notes verblieben trotz
anfänglich nachgebender Real-Zinsen wieder auf den gestrigen Stand. Der
Quotient aus dem USDX und den Real-Renditen reduzierte sich leicht auf 20,5
(Dienstag: 20,6). Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009 |
||||||||||||||||||||||||||||||||