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Bericht für den 30. Dezember 2009 Gold & Gesellschaft: Gutmenschen und Political
Correctness Die bislang eher als linksliberal einzustufende
Wochenzeitung DIE ZEIT widmet sich in einem Beitrag unter dem Titel Rechthaber und
Samariter der Frage, was der Unterschied zwischen einem Gutmenschen
und einem guten Mensch sei. Der Gutmensch ist schwer erträglich, weil er sich immer auf die
moralisch unangreifbare Seite stellt, versucht sich DIE ZEIT an einer
Definition. Um dabei gleich diesen Menschenschlag zu kritisieren: Aus seiner
Unangreifbarkeit bezieht er Macht, sein äußerliches Gutsein aber verdeckt das
potentiell Schändliche des Machthabens. Da haben wir es also schwarz auf weiß: Der Gutmensch
ist nur vordergründig ein guter Mensch. Sein rechthaberisches Element soll
Andere moralisch entwaffnen, wobei er sich selbst der Kritik an seiner eigenen
Blindheit durch Unangreifbarkeit entzieht. Er bezieht seine Machtbasis dadurch,
andere zu kritisieren, ohne dabei selbst kritisiert werden zu können. Amnesty International ist ein gutes Beispiel für
eine solche Blindheit auf einem Auge: Die Militär-Diktaturen in Süd- und
Mittelamerika werden aufs heftigste kritisiert. Und mit ihnen bestimmtes,
angeblich nicht menschenrechtskonformes Vorgehen in den westlichen Demokratien.
Aber wenn es um die eher dem Westen feindlich gesinnten Staaten geht, mit
korrupten Potentaten und Massenmördern an der Spitze, dann wird geschwiegen. Iran,
China und Nordkorea werden dann gegen Kritik in Schutz genommen. Diese Machtbasis wird hinlänglich als Political Correctness bezeichnet.
Political Correctness sind
die rechthaberischen Regeln, die der Gutmensch der Gesellschaft aufzuzwängen
gedenkt. Ein Regelverstoß wird mit der moralischen Keule geahndet, seien es nun
Totschlag-Argumente oder Ressentiments. Im Zweifelsfall legt man seinen
treudoofen Dackelblick auf, um den Gegner als ein herzloses Subjekt
kaltzustellen. Gutmenschen sind immer auch Betroffenheitspolitiker. Political Correctness führt zuerst zu Redeverboten, indem Bürger, die
sich diesen Regeln nicht unterwerfen wollen, von der öffentlichen Diskussion
verbannt werden. Sei es nun im Fernsehen, im Rundfunk oder in den Print-Medien. Die Talk-Shows und diversen
Diskussions-Runden im deutschen Fernsehen sind nur deshalb so farblos, weil hier
die Gutmenschen unter sich sind. Veröffentlichte Meinung ist eine der
schlagkräftigsten Waffen des Gutmenschen. Öffentliche Meinung aber nicht: Deshalb ist das
Internet dem Gutmenschen grundsätzlich suspekt. Seine Meinungs-Bildungsbasis
wird dadurch ausgehöhlt. Deshalb fordert der Gutmensch die Kontrolle über das
Internet, die sogenannte Internet-Polizei. Dem Wesen nach ist der Gutmensch also ein
Machtmensch, dem eigentlich diese Fähigkeiten fehlen. Denn er ist eben nicht
das herrschende Alpha-Tier. Der Gutmensch ist also vom Prinzip her ein
schlechter Mensch. Er kämpft nicht mit offenem Visier, sondern im Verborgenen. Mit
ihm kann man nur schwer diskutieren, denn er zieht sich im Zweifelsfalle auf
seine moralische Überlegenheit zurück. Deshalb ist er auch schwer zu bekämpfen.
Und noch schlechter zu besiegen. DIE ZEIT charakterisiert ihn folgendermaßen: Der Gutmensch
kämpft gegen das Rauchen im Namen des Gesundheitsangebots, gegen schnelle Autos
im Namen der Klimakatastrophe, gegen Steaks im Namen des Regenwaldes, gegen
höhere Bildung im Rahmen des Gleichheitsgrundsatzes, gegen erfrischende Witze
im Namen der Menschenwürde. Also alles was Spaß macht und das Leben
lebenswert, ist für den Gutmenschen verabscheuenswürdig. Während man den Alpha-Typen benötigt, um etwas
umzusetzen und zu bewegen, den Analytiker, um etwas auszutüfteln, fehlt dem
Gutmenschen seine natürliche Berechtigungs-Grundlage. Er ist Schmarotzer und
kein Macher. DIE ZEIT definiert im Gegensatz zum Gutmenschen den
guten Menschen oder Samariter in folgender Weise: Der gute Mensch handelt gut im Dienste eines
konkreten einzelnen Menschen. Ansonsten leitet er nichts daraus ab, es fällt
ihm nicht ein, anderen ein schlechtes Gewissen zu machen. Was wir in der Gesellschaft brauchen, sind gute
Menschen. Die anderen helfen, ohne bestimmte Gruppen als Sünder bloßstellen zu
wollen. So muss auch eine Sozial-Politik gestaltet sein. Der Gutmensch hat die Sozial-Politik nur instrumentalisiert,
zu seiner eigenen Machtbasis stilisiert. Ihm geht es primär nicht um das
helfen. Er möchte einen neuen Menschen-Typ schaffen. Unter seiner Kontrolle
versteht sich. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Das
Gold-Kartell nutzt weiter die praktisch handelsfreie Zeit zwischen Weihnachten
und Neujahr, um den höchstmöglichen Schaden mit geringem Aufwand zu
verursachen. Die Aktionen des gestrigen Tages gingen heute unvermindert weiter. Besonders
Silber scheint wieder einmal auf dem Tablett der Manipulatoren ganz oben zu
stehen. Gestern hatte das weiße Metall schon vierzig Cent und damit 2,3 Prozent
seines Wertes verloren. Heute kam ein Verlust von weiteren dreißig Cent hinzu.
An zwei Tagen einen kumulierten Verlust von vier Prozent zu erleiden, klingt
schon nach einer gezielten Bereinigung der Jahres-Performance dieses Edelmetalls. Zum Ende
des Jahres 2008 stand Silber nur bei $10,80. Ein Jahres-Schlusskurs von knapp
$18 hätte also einen Zuwachs von 67 Prozent bedeutet. Mit dem heutigen COMEX-Schlusskurs von $16,77 beträgt der Zuwachs dann nur
noch 55 Prozent. Vielleicht schaffen die Trader von
JP Morgan am 31. Dezember noch ihr Ziel, dass dieser Zuwachs auf 50 Prozent
sinkt. Dann wäre die Zielmarke $16,20. Die
Taktik ist klar: Man möchte die großen Investment-Fonds, welche die
Kursentwicklung auf Jahresbasis analysieren, davon abhalten, in diese beiden
Edel-Metallklassen zu investieren. Es geht hierbei schließlich um
möglicherweise zweistellige Milliardenbeträge, die aus Papiergeld in Gold oder
Silber umzuschichten wären. Bei einem Markt, bei dem in physischem Gold vielleicht
$100 Milliarden pro Jahr umgesetzt werden, würde dies wohl zu einem
Preis-Sprung führen. Von den Auswirkungen auf den wesentlichen engeren
Silber-Markt einmal ganz zu schweigen. Der
gestern im COMEX-Handel einsetzende Druck auf den
Gold-Preis wurde heute früh im Londoner Handel fortgesetzt. Der A.M. Fix kam
mit $1.092,00 (EUR 761,01) um knapp elf Dollar als noch vor 24 Stunden
zustande. Wahrscheinlich bedurfte es bei dem derzeitigen Handels-Volumen nicht
einmal der Mithilfe der Zentralbanken. Mit Beginn
des Handels an der COMEX setzte sich die Abwärtsentwicklung fort. Kurz nach
16:00 Uhr MEZ war mit $1.085 der Tagestiefstand erreicht. Der P.M. Fix mit
$1.087,50 (EUR 760,70) war wieder einmal die entscheidende Komponente in diesem
Spiel. Im Anschluss
konnte sich Gold wieder oberhalb der Marke von $1.090, konnte seinen
Tages-Höchststand bei $1.095 allerdings bis zum Ende des Handels an der COMEX
nicht verteidigen. Der letzte Kurs kam mit $1.093 und damit vier Dollar
niedriger als gestern zustande. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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