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Bericht für den 25. Januar 2010 Gold & Gesellschaft: Die heimlichen Reichen Beamte seien die heimlichen Reichen, behauptet der
SPIEGEL in einem Bericht vom 18. Januar. Denn die Deutschen verfügten über ein
vergessenes, gewaltiges Vermögen: 4.600 Milliarden Euro an Rentenansprüchen. Grundlage des SPIEGEL-Berichts
ist eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in
Berlin, die von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung
finanziert wurde. Der Bericht kommt zu dem bezahlten Schluss: So besitzt zwar
mehr als ein Viertel der Bevölkerung gar keine Geldvermögen, Immobilien und
Betriebsvermögen oder ist sogar verschuldet. Allerdings erwerben praktisch alle
Erwachsenen Ansprüche an die diversen Alterssicherungssysteme. Gleichzeitig
sind die Rentenansprüche in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) aufgrund
der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt – selbst
mit einem Spitzeneinkommen kann man hier nur Rentenansprüche bis zu einer
gewissen Höhe erwerben. Da haben wir es wieder: Den puren Staatsglauben der
Autoren dieser Studie. Die erwarten noch allen Ernstes, dass diese
Rentenansprüche in Zukunft geltend gemacht werden können. Zumindest die Arbeitnehmer, die Verdienste jenseits
der Beitragsbemessungs-Grenze der Rentenversicherung haben, zahlen
Rentenbeiträge nur bis zu dieser Grenze. Das DIW sieht das anscheinend als
sozial gerecht an, da diese Zahler dann auch mit ihren Rentenansprüchen gedeckelt werden. Da sollen sie ruhig weiter träumen. Auf Basis der Rentenansprüche in Höhe von 4.600
Milliarden Euro ergibt sich ein Renten-Vermögen von 67.000 Euro pro
Erwachsenen. Rechnet man das Geld- und Sachvermögen hinzu, das in etwa 88.000
Euro beträgt, dann beträgt das erweiterte Gesamtvermögen in etwa 150.000 Euro.
Da klingt nicht nach viel Geld, wenn man zugrunde legt, dass man nach
Renteneintritt noch 20 Jahre oder mehr davon leben müsste. 625 Euro beträgt der
über 20 Jahre monatlich zu entnehmende Betrag. Und hierbei ist noch nicht
einmal berücksichtigt, dass es sich bei einem Großteil des Geld- und
Sachvermögens um die selbst genutzte Immobilie handelt, die ja geldlich gesehen
im Alter nicht aufgebraucht werden kann, wie Geld- und Rentenansprüche. Mit dieser Arithmetik werden dann plötzlich die
Beamten beziehungsweise die Pensionäre zu den Reichsten in der Gesellschaft: Unter
Berücksichtigung der Alterssicherungsvermögen relativiert sich auch die
dominierende Stellung der Selbständigen in der Netto-Geld- und
Sachvermögenshierarchie. So weisen Pensionäre im Durchschnitt ein erweitertes
Nettovermögen (inklusive Pensionsanwartschaften) in Höhe von mehr als 500.000
Euro auf und damit mehr als beispielsweise Selbständige mit einem Betrieb mit
bis zu neun Mitarbeitern. Bezieher einer Gesetzlichen Rente erreichen dagegen
nicht einmal die Hälfte dieses Wertes. Im Unterschied zu den Beamten können die
Selbständigen ihr Geld jedoch in eine sichere Anlageform wie beispielsweise
Gold parken. Wie ein solcher Gold-Rentensparplan aussehen könnte, habe ich vor
einigen Wochen dargelegt. Wer beispielsweise heute 400.000 Euro in Gold parkt,
kann sich im Alter noch sicher sein, dass er eine über 20 Jahre gleichbleibend
hohe Auszahlung von 1.670 Euro monatlich erzielen kann. Und da Gold die
Eigenschaft hat, die Kaufkraft zu erhalten, kann man sich in 20, 30 oder 40
Jahren auch noch monatlich dieselbe Waren-Menge leisten, wie heute. Die Pensionen, die sich vielleicht heute auch auf
einen Wert von 400.000 Euro addieren, werden im besten Fall denselben
Nominal-Wert erzielen. Aber abhängig von der Geldentwertung werden die Pensionen
nur noch ein Bruchteil der heute errechneten Waren-Menge bezahlen können. Bei
einer angenommenen Geld-Entwertung von jährlich 5 Prozent haben 1.670 Euro nach
20 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 629 Euro, nach 30 Jahren von 386 Euro und
schließlich nach 40 Jahren von 237 Euro. Und dabei habe ich noch nicht einmal
berücksichtigt, dass die Pensionen nur ungesicherte Forderungen der Pensionäre
an den Staat sind, die aus laufenden Steuereinnahmen bezahlt werden müssen. Bei
einem durchaus die nächsten Jahre wahrscheinlichen Staatsbankrott werden wohl
ein Großteil dieser Ansprüche der dann folgenden Neuordnung der staatlichen
Finanzen zum Opfer fallen. Den vermeintlichen Reichen sollte bewusst sein,
dass ein Großteil ihres geglaubten Vermögens der Inflation und dem
Staats-Bankrott zum Opfer fallen wird. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Gold
konnte sich nach den massiven, von China ausgelösten deflationären Schockwellen
der letzten Woche heute wieder stabilisieren. Die Entwicklung wird jedoch durch
Eingriffe der EZB in den physischen Markt verlangsamt, wie wir am letzten
Freitag und auch heute beobachten konnten. Hinzu
kommt die ungewisse Zukunft von Ben Bernanke, dessen
Amtszeit am 31. Januar abläuft, wenn sie nicht vom US-Senat noch rechtzeitig
verlängert wird. Das sind
drei Argumente, warum Gold eigentlich weiter unter Druck stehen sollte. Im
heutigen asiatischen Handel konnte sich Gold wieder an die Marke von $1.100
heranarbeiten und zum Teil auch nach oben durchstoßen. Im Londoner
Vormittags-Handel bestätigte sich diese Richtung, wobei der Ausbruchsversuch
bei der Marke von $1.105 abgefangen wurde. Der A.M. Fix kam mit $1.103,50 (EUR
777,83) mit sieben Dollar höher als noch am letzten Freitag zustande. Im
Anschluss fiel Gold jedoch wieder auf die Marke von $1.100 zurück und wurde im
Vorfeld des Nachmittags-Handels vor Eröffnung der COMEX um weitere drei Dollar
gedrückt. Mit Eröffnung des Handels an der New Yorker COMEX fiel Gold bis auf
$1.095. Die folgenden Stunden schwankte das Metall um diese Marke. Auf diesem
Niveau kam auch der P.M. Fix mit $1.095,25 (EUR 774,03) zustande. Das ist ein
Zuwachs von elf Dollar im Vergleich zum P.M. Fix des vergangenen Freitags. Die
verbliebenen Handelstunden blieb es ruhig, so dass Gold bei $1.095 den Handel
an der COMEX beendete. Im folgenden Access Handel konnte sich Gold dann wieder
wenige Dollar befestigen. Der
US-Dollar war etwas leichter (USDX 78,2) und die Renditen der 10-jährigen
Treasury Notes unverändert. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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