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Bericht für den 4. Februar 2010 Gold & Gesellschaft: Stalinistische Verbrüderung Andrea Ypsilanti, die hessische SPD-Politikerin, die mit ihrer
Verbrüderung mit der Partei DIE LINKE einen Aufstand von Mitgliedern ihrer
eigenen Fraktion hervorgerufen hatte, ist wie Phönix aus der Asche
wiederauferstanden. Wo sie
damals ihr Tun beenden musste, beginnt sie heute von vorne. Allerdings scheint
sie erneut einen fatalen Griff in die falsche Schublade getätigt zu haben. Der
SPIEGEL berichtet heute unter dem Titel Plausch im Plüsch-Sozialismus über das Treffen
von Andrea Ypsilanti mit der bekennenden Kommunistin Sahra Wagenknecht. Die
Vertreter des äußersten Rands der beiden Links-Parteien versuchen also, eine
gemeinsame Linie zu finden. Droht uns jetzt doch die Volksfront oder eine
Zwangsvereinigung von SPD und KPD, so wie in der damaligen sowjetischen
Besatzungszone? Der
SPIEGEL: Wagenknechts
Ehemann nennt sie spaßhaft Stalinistin. Wer könnte da gerufener kommen als Ypsilanti, die vor der Hessen-Wahl im Januar 2008 die
Linken noch nach Kräften verteufelte. Da haben
wir es also: Die SPD versucht keine Annäherung an die eher gemäßigten linksradikalen
Kräfte um Lafontaine und Gysi. Nein es muss jetzt die extrem-Kommunistin
Wagenknecht sein, die nur noch durch die alten Stasi- und SED-Kader in der
Partei gehalten werden konnte. Erneut
der SPIEGEL: In
mancher Analyse sind sie sich einig. Wie gut,
dass uns in Hessen eine Wiedergeburt der stalinistischen Weltauffassung erspart
geblieben ist. Was sich
in Deutschland allerdings zur Zeit abspielt, ist eine Horrorvorstellung. Diese
Nachricht reiht sich in eine Folge von anderen Aktivitäten ein, die unser
Staatengebilde eher in Richtung DDR entwickeln lässt, als umgekehrt. Nachdem
Angela Merkel die CDU auf Linkskurs trimmt und unser Staatswesen immer mehr
sozialistische Züge zeigt, angefangen mit der Ausplünderung der arbeitenden
Klasse bis hin zu faschistoiden Machenschaften wie Hehlerei, gehen den
klassischen linken Parteien langsam die Themen aus. Der real existierende
Sozialismus steht ja bereits kurz vor der Vollendung – was will man dann
noch erreichen? Ypsilanti und Wagenknecht haben gezeigt, dass noch mehr
geht: Der Weg in den Gulag. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Der
Griechenland-Virus scheint nun auch Portugal und Spanien befallen zu haben.
Nachdem sich die griechischen 10-jährigen Staatsanleihen wieder auf 6,75
Prozent Realzinsen befestigt haben, zieht die Euro-Karawane wohl zu den
nächsten Opfern weiter. Spain, Portugal Stocks Tumble Most in 14 Months on Debt Concern titelte
Bloomberg seinen heutigen Bericht um den Zustand der Staatfinanzen in den
beiden Ländern auf der iberischen Halbinsel. Und
weiter heißt es in dem Bericht: Concern that Spain and Portugal may face similar difficulties to Greeces in narrowing budget deficits has pushed yields on the countries bonds to the highest
since at least June. The euro has lost more than 8 percent
against the dollar since November as investors speculate the European Union will have to assist Greeces economy. Schlechte
Euro-Nachrichten, die asiatische Connection mit ihrer
Dollarhebung – das ist nicht nur schlecht für den Euro und gut für den
Dollar (der natürlich gar nicht besser ist als der Euro), sondern führt
nachweislich zu einen Massaker an den Märkten der nicht-zinserzielenden
Anlagevehikel. Also ging es am Aktien-Markt, an den Rohstoff-Märkten und bei
den Edelmetallen gleichzeitig und heftig bergab. Cui bono – wem nützt
es, fragt sich da der Beobachter. Nun die Position der Japaner und Chinesen ist
klar. Die wollen ihre jeweils mehrere hundert Milliarden Dollar schweren Treasury-Reserven gegen Rohstoffe und im Fall von Japan
gegen ihre Währung aufgewertet sehen. Dann kann man mit den Dollars noch
sinnvolle Produkte am Weltmarkt aufkaufen. Oder die eigene Export-Industrie hat
es im US-Markt noch leichter, ihre Produkte abzusetzen. Aber auch
das Herunterreden des Euros scheint wohl einige Nutznießer zu haben. Warum
sollte man sich ohne besonderen Anlass nun gerade Spanien vorknöpfen. Die
Partei oder die Parteien, die dieses Euro-Bashing-Spiel
betreiben, wollen wohl von ihren eigenen gravierenden Problemen ablenken. Man
wollte wohl mit dem Fall Griechenland den Deutschen ein trojanisches Bailout-Pferd unterjubeln, um den Euro endgültig zu einer
Südeuropa-(Weich)Währung abschmieren zu lassen. Die Bundesregierung hat dieses
Pferd nur mit Glück vor seinen Toren stehen lassen – weil nämlich der
Widerstand im eigenen Lande zu groß war. Die europäische Solidarität, die viele
Kommentatoren der anglo-amerikanischen Finanzpresse
von uns eingefordert hatten, hätte den Euro wohl endgültig das Genick
gebrochen. Mein
Tipp: Hier steckt das untergehende britische Finanz-Imperium dahinter. Das hat
ja schon während der Dubai-Krise die Märkte kräftig durchgeschüttelt. Zurück
zum Verhalten des gelben Metalls: Am
Vormittag sah es noch nicht nach dem später beobachteten Massaker aus. Gold
tendierte zwar im Londoner Vormittags-Handel schwach. Aber das war wohl eher
dem starken Dollar zuzurechnen. Der A.M. Fix kam mit $1.102,50 (EUR 796,26)
trotzdem um $16 niedriger als gestern um die gleiche Zeit zustande. Wer den
Euro-Preis vergleicht, der wird allerdings nur einen durchaus im täglichen
Schwankungs-Rahmen zurückgegangenen Euro-Preis feststellen. Der
Nachmittag verlief bis kurz vor dem P.M. Fix relativ ruhig. Dann sank der
Goldpreis plötzlich um $20. Auf $1.080. Der P.M. Fix kam in dieser
Größenordnung mit $1.083,25 (EUR 784,40) zustande. Jetzt steht Gold im
24-Stundenvergleich um $32 niedriger. Vielleicht
hat sich die EZB noch mit physischem Gold zum Londoner P.M. Fix über die Runden
zu retten versucht. Denn der Abfall des Gold-Preises zwischen dem Londoner A.M.
Fix und dem P.M. Fix um fast $20 kann nur mit einem Überangebot an physischem
Gold hervorgerufen worden sein. Es war
nun das schlimmste zu befürchten. Denn solche Aktionen nutzen eine Reihe von
spekulativen Shorts aus, um die Inhaber der Long-Positionen an ihre Stop Loss Marken zu treiben. Und
so ging in den letzten Stunden des Handels an der COMEX die Drückung in ein
Massaker über. Zum Schluss des Handels an der COMEX stand Gold dann bei $1.062,00
und damit $49 niedriger als noch am gestrigen COMEX-Schluss. Silber
war heute einmal wieder der Prügelknabe. Das weiße Metall hat 110 Cent und
damit fast 7 Prozent seines Wertes verloren. Auch Platin und Palladium hat es
in ähnlicher Art und Weise erwischt, nicht so schlimm wie Silber, aber stärker
als Gold. Die
Aktien-Märkte hat es auch schlimm erwischt. Der Dow konnte zum Schluss gerade
noch die Marke von 10.000 halten. Öl hat heute ebenfalls 5 Prozent verloren. Der
US-Dollar Index hat heute fast die Marke von 80 erreicht. Erst bei 79,9, d.h.
0,5 Punkte höher als gestern war Schluss. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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