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Bericht für den 24. Februar 2010 Gold & Gesellschaft: Handlanger der Banken-Oligopole Bloomberg
berichtete heute über geheime Dokumente der Versicherungs-Gesellschaft AIG, die
belegen, dass Goldman Sachs eine der führenden Investment-Banken war, die toxische
CDOs (collateralized-debt obligations) bei AIG mit Hilfe von CDS (credit
default swaps) versichern
ließ. Die
US-Regierung und die FED haben bislang $182 Milliarden in die Rettung von AIG
gesteckt. Zur
Erinnerung: AIG stand genauso wie Lehman Brothers im September 2008 kurz vor
dem Kollaps. Lehman hat man fallen gelassen, aber AIG wurde mit einer
zweistelligen Milliarden-Geldspritze der New York FED unter ihrem Vorsitzenden
Tim Geithner (heute US-Finanzminister) gerettet. Nun kommt
ans Tageslicht, dass Goldman Sachs, Societe Generale und andere
Investmentbanken ihre toxischen CDO-Papiere mit CDS
in Höhe von $62,1 Milliarden bei AIG haben versichern lassen. Diese Geschäfte
waren es, die AIG an den Rand der Pleite gebracht haben. Interessanterweise
haben die Banken von AIG den vollen Nennwert ihrer versicherten Papiere
erhalten, d.h. praktisch die erwähnten $62,1 Milliarden. Während AIG allerdings
einen Haircut verhandeln wollte, bestand die New York
FED auf Auszahlung der kompletten Summe. Und es
war auch die New York FED unter Tim Geithner, die
verhindern wollte, dass diese Unterlagen ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Wie
teilen sich nun diese $62,1 Milliarden auf: Goldman Sachs hat CDOs im Wert von $17,2 Milliarden bei AIG versichert.
Merrill Lynch, jetzt Bestandteil von der Bank of America, hat $13,2 Milliarden
versichert. Und auch die Deutsche Bank war mit $9,5 Milliarden dabei. Ich hatte
an dieser Stelle schon öfter vermutet, dass AIG dazu verwendet wurde, um mehr
als $100 Milliarden an nicht rückzahlbaren Steuergeldern in das marode
Bankensystem zu pumpen. Dieses Geld sollte die schlummernden Verluste aus den
abzuschreibenden Assets kompensieren. Es ging hier
primär nicht um die Bereitstellung von Liquidität – hierzu gibt es eine
Reihe von anderen Mitteln – sondern um das Verhindern eine Überschuldung
der Banken. Da der Staat den Banken keine Steuergelder schenken kann, musste
man sich eine Möglichkeit überlegen, wie man Geld getarnt als Rettungsgelder
den Banken trotzdem schenken könnte. Dazu nötigte man AIG zum Abschluss von CDS-Geschäften auf Papiere, die sich schon im Jahr 2007 als
toxisch herausgestellt hatten. Dann fordern im Herbst 2008 die Banken-Oligopole
die Auszahlung der Kreditversicherung, da die Papiere erwartungsgemäß
Ausfallraten von 70 Prozent und mehr zu verzeichnen hatten. Da die AIG diese
Zahlungen nicht leisten kann, erklärt man AIG zur systemrelevanten
Versicherung, die mit FED- und Steuer-Geldern in dreistelliger Milliardenhöhe
gerettet werden muss. Die Prämie erhalten Goldman & Co über AIG von der FED
und vom Staat ausgezahlt. AIG bleibt zwar gegenüber dem Staat im Obligo, diese
Verpflichtungen in der Zukunft wieder zu tilgen. Aber das wird nie
funktionieren, weil AIG selbst ein Zombie ist. Da AIG
aus Sicht der Banken seine Zahlungen auf Basis legaler Geschäfte getätigt
hatte, kann man den Oligopolen ihr eingenommenes Geld auch nicht wieder
wegnehmen. AIG ist
also nichts anderes als ein große Geldwaschmaschine, um sonst rückzahlbare
Gelder zu (geschäftlich getarnten) Geschenken umzudeklarieren. Das kommt jetzt
ans Tages-Licht, obwohl Bloomberg diesen letzten Denkschritt noch nicht
vollzogen hat (oder vollziehen darf?). Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Wenn der
Chef der FED vor dem US-Kongress spricht, heißt das im Allgemeinen nichts Gutes
für den Gold-Preis. Insbesondere wenn die Wirtschaft lahmt und der Arbeitsmarkt
immer noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht hat. Ben Bernanke
hat die letzten Tage versucht, etwas rhetorische Stabilität in den Dollar zu
bringen. Beispielsweise durch die Erhöhung des Diskont-Satzes. Die
Abgeordneten haben Ben heute klargemacht, dass sie nur eines von ihm erwarten:
Er soll weiter Dollars drucken und die Nullzins-Politik fortsetzen. Das ist
natürlich nicht Dollar-freundlich und deshalb musste man vor dem Auftritt des
FED-Chefs das gelbe Metall kräftig drücken. Das
zweite Ereignis heute war ein größere Versteigerungs-Aktion von Treasuries durch das US-Schatzamt. Offiziell ist das
Quantitative Easing Programm ausgelaufen. Und auch
ansonsten wollte die FED eigentlich die geldpolitischen Zügel straffen. China
zündelt derzeit mit einem groß angekündigten kleinen Abverkauf seiner
US-Staatspapiere. Auch hier musste die Investoren-Herde bei der Stange gehalten
werden. Ein weiterer Grund für manipulative Maßnahmen
gegen Gold. Gold
wurde heute zwei Mal bis an die Marke von $1.090 gedrückt. Erst nachdem diese
Aktion scheiterte, ging es beim Gold wieder etwas aufwärts. Wie die
Tage zuvor, stand Gold im asiatischen Handel noch im positiven Bereich. Kurz
nach Eröffnung des Londoner Vormittags-Handels wurde Gold dann aber um $15
gedrückt. Zum A.M. Fix konnte sich das gelbe Metall nur unwesentlich auf
$1.093,00 (EUR 806,52) stabilisieren. Das ist im Vergleich zum gestrigen A.M.
Fix ein Verlust von $19. Kurz
darauf folgte der zweite Versuch, Gold unter die Marke von $1.090 zu drücken.
Dann ging es aber im beginnenden Nachmittags-Handel wieder bergauf. Zum P.M.
Fix konnte sich Gold dann auf $1.103,00 (EUR 812,40) befestigen. Nach einem
weiteren Anlauf nach oben ging es aber wieder bergab. Die Marke von $1.100
konnte bis zum Ende des COMEX-Handels nicht
verteidigt werden. Gold beendete
den Handel mit $1.096,50 - um weitere sechs Dollar niedriger als zum gestrigen COMEX-Schluss. Der
US-Dollar notierte praktisch unverändert und auch die Renditen der 10-jährigen Treasuries blieben mit 3,7 Prozent heute unverändert. Der
Einbruch beim Gold ist diesmal nicht währungsgetrieben, wie wir es die letzten
Wochen beobachten konnten. Zum einen steigt Gold im asiatischen Handel, was
darauf hindeutet, dass diese Aktionen nicht von China initiiert wurden. Zum
anderen ist der US-Dollar unverändert und der Dow steigt, was die
Manipulations-These bei Gold zu bestätigen scheint. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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