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Bericht für den 25. Februar 2010 Gold & Gesellschaft: Zukunft des Sozialstaates Die
Diskussion um den deutschen Sozialstaat geht weiter. Guido Westerwelle hat
heute einen weiteren Gastbeitrag für die Zeitung DIE WELT geschrieben. Wieder
versuchen die Vertreter des sozialpolitisch-industriellen Komplexes die
Öffentlichkeit von einer tiefgreifenden Diskussion über die Zukunft des
Sozial-Staates durch Werfen von Nebelkerzen abzuhalten. Der Fraktionsvize der
Partei DIE LINKE, Klaus Ernst, bezeichnete die Steuerhinterzieher und
Spekulanten als die Leistungsverweigerer in unserem Land. Klar, denn nach
Ansicht dieser Herren soll jeder freiwillig sein zum Teil hart verdientes Geld
an den Staat abgeben. Und auch
die SPD-Sozialpolitikerin Anette Kramme hat nur vordergründig
mit ihrer Argumentation Recht, mit der sie die niedrigen Einkommen von
Millionen von Arbeitnehmern bemängelt. Wenn für einen Arbeitnehmer 40 Prozent
des Bruttoeinkommens für die diversen Sozialversicherungen zu bezahlen sind
– wobei der Arbeitnehmer nur den hälftigen Anteil auf sein
Bruttoeinkommen angerechnet bekommt, dann muss man das Problem auch in der
massiven Belastung von Arbeit durch den Sozialstaat suchen. Jemand, der als
Verheirateter EUR 3.000 brutto verdient, erhält ein Nettoeinkommen von weniger
als EUR 2.000. Der Arbeitgeber zahlt aber für diesen Arbeitnehmer in
Wirklichkeit EUR 3.600. Das ist eine Gesamtbelastung durch Steuern und
Sozialabgaben von über 44 Prozent. Wenn dieser Arbeitnehmer eine
Gehaltserhöhung von EUR 100 bekommen sollte, dann bleiben ihm lediglich EUR 50
netto übrig. Der Arbeitgeber muss aber EUR 120 mehr zahlen. Die Grenzbelastung
beträgt jetzt also bereits über 58 Prozent. Es ist
also falsch, die Arbeitgeber für diese niedrigen Gehälter beziehungsweise
Gehaltszuwächse verantwortlich zu machen. Das eigentliche Problem ist der
Steuer- und Abgabenstaat. Sollte es nicht gelingen, die Belastung von Arbeit
wesentlich zu verringern, dann wird es zukünftig noch weniger Arbeitnehmer
geben, die Steuern und Sozialbeiträge zahlen. Und es werden mehr werden, die
von Netto-Zahlern zu Netto-Empfängern werden. Der Sozial-Staat sichert die
Leute zwar immer noch vor dem völligen gesellschaftlichen Abstieg ab, er
verarmt dabei aber immer mehr die Mitte der Gesellschaft. Die Steuer-Progression
tut ihr Übriges dazu, die Arbeitenden immer stärker zu verarmen. Denn wenn der o.g. Arbeitnehmer eine Teuerung von 2,5 Prozent pro Jahr
ausgleichen will, dann benötigt er monatlich EUR 50 mehr. Um das zu erzielen,
müsste der Arbeitgeber jedoch EUR 120 mehr zahlen, was einer Erhöhung seiner
Kosten um 3,3 Prozent entspräche. Deshalb wird immer mehr Arbeit vernichtet,
weil sich Einkommen und Hartz-IV Sätze immer stärker
annähern. Ein teuflischer Kreislauf. So hart
es klingen mag: Man muss den Sozial-Staat mit seinen Ausgaben auf Zweidrittel
oder sogar nur die Hälfte seines heutigen Volumens zurechtschrumpfen. Die
Grenzbelastung für einen Arbeitnehmer darf 40 Prozent nicht übersteigen und die
Gesamtbelastung der Arbeit 25 bis 30 Prozent. Das schafft Freiräume, die auch
wieder höhere Netto-Gehälter erlaubt. Aber es ermöglicht auch wieder niedrigere
Tätigkeit anzubieten, die derzeit wegen der hohen Arbeitskosten und der
vergleichsweise hohen Sozialsätze nicht mehr konkurrenzfähig anzubieten wären. Diesen
Weg wird die Politik aber nicht gehen wollen – auch Guido Westerwelle
nicht. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Was ist
denn aus der angeblichen wirtschaftlichen Erholung geworden. Bloomberg: Orders for durable goods
excluding transportation unexpectedly fell 0.6 percent, the most
since August, while a measure of bookings for business equipment
showed its biggest decrease in nine months, the
Commerce Department in Washington said. The Labor Department said new claims
for unemployment insurance rose to a three-month
high. Die
Auftragseingänge bei langlebigen Wirtschaftsgütern sind eingebrochen und die
Neuanträge auf Arbeitslosenversicherung wieder gestiegen. Toller Aufschwung. Diesmal
ging es mit der Drückung bereits im asiatischen Handel los. Aber wieder
scheiterte das Gold-Kartell an der Marke von $1.090. Im
Londoner Vormittagshandel stagnierte die Drückung, die Gold um bis zu sieben
Dollar im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs in New York gedrückt hatte. Der
A.M. Fix kam mit $1.092,75 (EUR 809,86) praktisch unverändert im Vergleich zum
A.M. Fix am Mittwoch zustande. Zum
Nachmittag konnte sich Gold langsam aber stetig befestigen. Zum P.M. Fix stand
Gold dann bei $1.094,50 (EUR 810,32). Trotzdem ein Verlust von knapp neun Euro
im Vergleich zum gestrigen noch relativ starken P.M. Fix. Erst in
den letzten zwei Stunden des Handels an der COMEX konnte sich Gold oberhalb der
Marke von $1.100 stabilisieren. Zum COMEX-Schlusskurs
mit $1.108 konnte sich Gold um $12 gegenüber dem gestrigen Schlusskurs
befestigen. Der
US-Dollar hat sich heute erneut nicht wesentlich verändert, ebenso wie die
Renditen der 10-jährigen Treasury Notes bei 3,7 Prozent verharrten. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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