|
Bericht für den 4. März 2010 Gold & Gesellschaft: Angriff der Sozi-Zombies Was haben
wir die letzten Monate eigentlich von der altehrwürdigen deutschen
Arbeiter-Partei, der SPD gehört? Eigentlich nichts. Obwohl das Links-Duo
Gabriel und Nahles nun endlich die Macht an
herausragender Position wahrnehmen kann, die es immer in internen Kungel-Runden
für sich eingefordert hatte. Man sieht
hier aber sehr gut: Wer intern gut und erfolgreich Spielchen treiben kann und
seiner ehemaligen Vorstandsspitze den Schneid abkaufen konnte, ist auf dem
offenen Schlachtfeld der Politik oft selbst völlig ungeeignet. Was zeigt
denn die Andrea Nahles im Lichte der Öffentlichkeit, welcher man den Populismus ihres alten Parteivorsitzenden
Oskar Lafontaine nachgesagt hatte? Gar nichts – ein Komplettausfall. Die
Frau ist weder medien- noch öffentlichkeitstauglich. Auch
Gabriel ist nach dem Verlust seines Umweltminister-Amts zu Zeiten der
Klima-Hysterie in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit nahe dem absoluten
Tiefpunkt gesunken. Opposition
wird derzeit eigentlich nur innerhalb der schwarz-gelben Koalition gesichtet.
Die SPD ist zu einer Klientel-Partei des sozial-politisch industriellen
Komplexes verkommen, so wie die anderen drei linken Parteien im Bundestag nebst
den Gewerkschaften. Nichts mehr mit Arbeiter-Vertretern oder Speerspitze der
arbeitenden Bevölkerung – Händchen halten für die Staatsabhängigen heißt
das neue politische Manifest. Nach der
Sponsoring-Affäre in Nordrhein-Westfalen scheint nun wieder etwas Leben in der
SPD aufzuflackern. Der SPIEGEL schreibt: Gabriel treibt die Genossen zur Jagd auf Rüttgers.
Dabei hat sich die SPD gerade einen Gegner aus fremden Reihen ausgesucht, der
vor Jahren mit seinen Parolen als großer Arbeiter-Vertreter bei den
Sozialdemokraten hätte Karriere machen können. Das ist der Preis, wenn es nur
noch einen monotonen linken Moloch in unserer Parteienlandschaft gibt. Gabriel
wittert Morgenluft, wenn er das Sponsoring mit Politikern
öffentlichkeitswirksam kritisiert. Dabei bemerkt selbst der als nicht SPD-kritisch
angesehene SPIEGEL: Doch Gabriel bewegt sich auf vermintem Gelände.
Denn auch die SPD ist bei dieser Art der Parteien-Finanzierung nicht mehr
jungfräulich: Am
Donnerstag wurde bekannt, dass die
bremisch-niedersächsische Bundestagslandesgruppe der SPD mit Parteichef Gabriel
um Sponsoren geworben hat, schreibt der SPIEGEL. Es mag
sein, dass die SPD bis zur Landtagswahl aus dieser Affäre Nutzen ziehen kann.
Eine personelle Alternative stellt diese Partei inzwischen nicht mehr dar. Wer
ernsthaft seine intellektuellen Vordenker wie Wolfgang Clement ausschließt, und
den jetzt unter Beschuss der Partei-Provinz stehenden Thilo Sarrazin aus der
Partei entfernen will zeigt, dass er nur noch eine Organisation der
Reformunwilligen und Scheintoten anstrebt. Mit Gabriel
und Nahles hat man die entsprechenden Vertreter
dieser Zombie-Gattung auf das deutsche Volk losgelassen. Außer ein bisschen
Schrecken werden die wohl aber nichts zustande bringen. Die
Chancen stehen gut, dass die eigentlichen Richtungs-Kämpfe weiterhin zwischen
Merkel und Westerwelle, zwischen der linken, östlichen und protestantischen
gegen die konservative, westliche und katholische Union ausgetragen werden. Und
dort nimmt wohl keiner diese Halbtoten noch wahr. Vielleicht
findet die SPD doch noch eine neue Spitze – derzeit sieht es aber nach
einem fortschreitenden Zerfall aus. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Wir
nähern uns dem monatlichen Ritual, das am ersten Freitag des neuen Monats immer
die Märkte überschattet: Die Arbeitslosenzahlen des
BLS für den abgelaufenen Monat. Kenner meiner Berichte wissen, dass die
Verkündung stets mit einer kräftigen Goldpreis-Drückung begleitet wird. Nur am
Ende des letzten Jahres, wo Gold fast unaufhaltsam zur
Marke von $1.200 strebte, haben wir Ausnahmen gesehen. Insoweit
sollte am morgigen Tag keiner überrascht sein, wenn
plötzlich aus heiterem Himmel wieder einmal der Goldpreis fallen sollte. Einen
kleinen Vorgeschmack auf morgen konnten wir schon heute erleben: Gold fiel zum
Nachmittag im Preis, obwohl Platin stabil blieb und
Palladium weiter kräftig ansteigen konnte. Das deutet auf eine gezielte Drückung
von Gold hin und nicht auf eine währungs- oder liquiditätsgetriebene
Breitband-Drückung aller Asset-Klassen. Natürlich
hat dabei der zum Nachmittag wieder stark ansteigende US-Dollar beigeholfen.
Das sieht man an den Euro-Preisen zu den beiden Londoner Marken: EUR 831,02
($1.136,25) zum A.M. Fix und EUR 831,75 ($1.134,50) zum
Londoner P.M. Fix, die vor dem Dollar-Anstieg ihr gestriges Niveau in etwa
gehalten haben. Nach dem
P.M. Fix setzte dann die erwartete Drückung um acht Dollar auf bis zu $1.127
ein. Aber auch hier hielt sich der Euro-Preis, bis auf einen kurzzeitigen
Einbruch. Zum
Schluss des COMEX-Handels stand Gold dann mit
$1.132,50 um $11 niedriger als gestern zur gleichen Zeit. Dafür ist der
US-Dollar Index (USDX) um 0,7 Punkte auf 80,6 gestiegen. Der gestrigen Euphorie
für die Sparpläne der Griechen ist wohl heute wieder Nüchternheit gefolgt. Die
10-jährige Staatanleihe wurde nach einem Bericht des Handelsblatts zwar nicht
für 6 Prozent platziert – aber auch nicht für 7 Prozent, wie es einige
Investoren sich gewünscht hatten. Die über 5 Milliarden Euro lautende Anleihe
war mit EUR 16 Milliarden angeblich mehrfach überzeichnet. Als Realrendite
wurde ein Wert von 6,37 Prozent genannt. Die
10-jährigen US-Treasury Notes verharrten weiterhin
unverändert bei einer Real-Rendite von 3,6 Prozent. In eigener Sache Ich bin
am Freitag und Samstag auf der Anlegermesse im Frankfurter Marriott-Hotel.
Besucher dieser Messe können mich am Stand von bullionaer
– Dr.Neugebauer in der Zeit von 10:00 bis 18:00
Uhr finden. Am Samstagvormittag um 10:00 Uhr halte ich auf der Messe einen
halbstündigen Vortrag unter dem Titel Gold & Gesellschaft – Ende des Sozialstaates und
der Kreditgesellschaft. Wenn Sie Zeit und Interesse haben, schauen
Sie einfach einmal vorbei. Aus
diesem Grunde werde ich voraussichtlich den Tagesbericht für den Freitag erst
am Sonntag erstellen und veröffentlichen können. Ich bitte um Ihr Verständnis. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2010 |
||||||||||||||||||||||||||||||||