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Bericht für den 11. März 2010 Gold & Gesellschaft: Entsolidarisierung In der Gesellschaft lässt sich
eine deutliche Tendenz zur Entsolidarisierung gegenüber Schwächeren beobachten.
Dies ist das Ergebnis des im Dezember 2009 erschienenen Bandes der Studie
Deutsche Zustände des Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer. So
beschrieb die Berliner Zeitung in ihrem Bericht unter dem Titel Hang zum
Rechtspopulismus die angebliche Entsolidarisierung durch die Eliten. Wer sind
nun diese Rechtspopulisten, welche sich die Entsolidarisierung der Gesellschaft
auf ihre Fahnen geschrieben haben. Die Antwort kann schon fast jeder erraten,
der diese Berichte regelmäßig ließt: Thilo Sarrazin, der einsame Kämpfer gegen
die verlogenen Gutmenschen nebst ihrer Political Correctness Keule, mit der jeder todgeschlagen werden soll,
der kritische Anmerkungen zu Fehlentwicklungen der Gesellschaft artikuliert.
Der Philosoph Peter Sloterdijk, der den Wegelagerer- und Raubritterstaat an den
Pranger stellt und zurecht darauf hinweist, dass der Finanzminister keinesfalls
der neue Robin Hood ist, sondern eher als ein Robbing
Hood den Mittelstand ausplündert. Und zuletzt Guido Westerwelle, der eigentlich
nur die Frage gestellt hat, warum ein Arbeitender mit niedrigen Gehalt weniger
verdient als ein nichtarbeitender Hartz-IV Empfänger. Es stellt
sich die Frage, wer nun dieser zitierte Wilhelm Heitmeyer eigentlich ist, der
aus den o.g. drei Personen Elite-Rassisten
beziehungsweise Rechtspopulisten konstruiert hat. Laut Wikipedia
handelt es sich bei Heitmeyer um einen schon in die Jahre gekommenen Professor
für Pädagogik (Jahrgang 1945) mit dem Schwerpunkt Sozialisation an der
Universität Bielefeld. Also um
einen Vertreter der 68er-Generation, der seinen Weg durch die Institutionen
erfolgreich gegangen ist. Deshalb gehören auch die klassischen
Gutmenschenthemen-Schwerpunkte wie Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und
ethnisch-kulturelle Konflikte zu den Schwerpunkten seiner Forschungsarbeit. Kein
Wunder also, wenn Heitmeyer zu dem oben dargelegten Schluss kommt: Die
Gesellschaft ist grundsätzlich an allen Fehlentwicklungen schuld. Und als
Ablasshandel für dieses frevelhafte Verhalten müssen die armen und
unterdrückten Randgruppen durch immer höhere Sozialabgaben aufgepeppelt
werden. Da es sich um schützenswerte Minderheiten handelt, deren Ausgliederung
augenblicklich in unkontrollierte Gewalt überschlagen könnte, muss die
Gesellschaft – sprich das (noch) steuerzahlende
Volk – froh darüber sein, dass man mit massiven Transferleistungen die Ruhe
im Land bewahren kann. Heitmeyers
Desintegrationsansatz fordert nämlich, dass auf sozialstruktureller Ebene die
Teilhabe an materiellen Gütern (Arbeit-, Wohnungs- und Konsummärkte) gesichert
sein muss. Das heißt nichts anderes als eine bedingungslose Alimentierung
dieser Personen durch die Gesellschaft. Aber es
geht noch weiter: Ebenfalls muss im Rahmen der Vergesellschaftung der Ausgleich
zwischen konfligierenden Interessen (Fairness,
Gerechtigkeit) sichergestellt werden. Das heißt man darf diese Gruppe in ihrem
Verhalten nicht öffentlich kritisieren. Zuletzt
muss ein Maß an Selbstverwirklichung gewährleistet werden. Dieses
dumme Geschwätz kenne ich noch aus meiner Schulzeit der 70er Jahre. Dass dafür
ein Lehrstuhl mit hochdotierter Professoren-Stelle und wissenschaftlichen
Mitarbeitern etc geschaffen wurde, ist ein Armutszeugnis. Die
Wahrheit der Entsolidarisierung der Gesellschaft liegt in Wirklichkeit in der
fortschreitenden Dekadenz unserer Gesellschaft begründet. Diese entwickelt sich
in lang laufenden Wellen ähnlich eines Konjunkturzyklus. An erster Stelle dieses
Zyklus steht der Zusammenhalt in einer Großfamilie, in der im Rahmen der
Möglichkeiten durch Arbeitsteilung die Lasten gerecht verteilt werden. Die
angewandte Hilfe innerhalb der Großfamilie ist die Keimzelle der Solidarität. Natürlich
konnten damit nicht alle Individuen abgesichert werden. Was passierte
beispielsweise, wenn man selbst keine Kinder bekommen konnte – man wurde
nach Ableistung seiner aktiven Arbeitszeit zu einem Armen der Gesellschaft. Und
das hieß damals Hunger und Obdachlosigkeit. Die staatliche Grundsicherung mit
der Bismarckschen Sozialgesetzgebung hat für diese wenigen Bedürftigen eine
Lösung geschaffen. Auch hier war Solidarität eine gemeinsame Hilfe –
diesmal innerhalb der Gesellschaft. Denn das Leid hätte ja jedem zustoßen
können. Mit dem
aufkommenden Sozialstaat nahm die Zahl der Bedürftigen immer weiter zu. Der
Staat garantierte nun einen bestimmten Lebensstandard, der über Essen und
Wohnen hinausging. In dieser Phase sahen wir bereits die ersten
Fehlentwicklungen, weil Solidarität immer mehr in der Gesellschaft als soziale
Hängematte angesehen wurde. Der
Sozialstaat hat sich inzwischen jedoch soweit ausgeweitet, dass die Zahl der
Bedürftigen sich der Zahl der Einzahler in dieses System nähert. Die
Sozialsysteme werden nun systematisch ausgenutzt. Wenn einer von Solidarität
redet, dann wissen die Einzahler in das System, dass neue Steuern und Abgaben
drohen. Der Begriff der Solidarität hat sich nun zu einer Gefahr metamorphosiert. Den für alle und jeden sorgende Staat hat
beispielsweise die SPD vor Jahren schon zu einem anstrebsamen
Ziel erklärt. Am
Schluss des Sozialstaates steht dann der Sozial-Faschismus, der von totaler
Kontrolle und Unterdrückung geprägt ist. Mit dem Erreichen dieser Phase wird
der Staat an seinem eigenen Geldhunger auseinanderbrechen. Mit dem Ende der
staatlichen Steuer- und Sozialeinzieher werden sich die bisherigen Zahler ihrer
Verpflichtungen für den Sozial-Staat im Allgemeinen und abhängigen Bürgern im
Besonderen entziehen. Solidarität ist jetzt nur noch ein Kampf um das eigene,
persönliche Überleben: Jeder denkt nur an sich. Das
werden die Phasen der Entsolidarisierung der Gesellschaft sein. Und ihre Opfer
werden die pseudo-Sozialwissenschaftler mit ihren
Lehrstühlen sein, für die die Gesellschaft keine müde
Mark mehr spendieren wird. Denn anstelle die Fehlentwicklungen und die Dekadenz
der Gesellschaft und des sie tragenden Sozialstaates zu kritisieren, dienten
sie als reiner Transmissionsriemen dieser vollkommenen Fehlentwicklung. Am Ende
dieser Entwicklung werden wir wieder dort anfangen müssen, wo unserer letzter
Sozial-Zyklus begann: Bei der Großfamilie. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die
Goldpreis-Drückung schien sich heute früh im asiatischen Handel fortzusetzen.
Erneut tendierte Gold um wenige Dollar leichter als noch am gestrigen Tag. Die
Versteigerung der 10-jährigen Treasury Notes konnte gestern zwar ohne Probleme
über die Bühne gebracht werden. Aber der erzielte Realzinssatz war höher, als
das viele Parteien erwartet haben. Heute musste nun die Versteigerung der
30-jährigen Papiere über die Bühne gebracht werden. Im
weiteren Tagesverlauf konnte sich Gold auf niedrigem Niveau stabilisieren. Zum
Londoner A.M. Fix stand das gelbe Metall bei $1.106,00 (EUR 809,72) und damit
um $19 niedriger als noch zum gestrigen A.M. Fix. In dem
beginnenden COMEX-Handel konnte sich Gold erst einmal
stabilisieren, fiel dann aber plötzlich auf knapp $1.100. Diese Marke hielt
jedoch diesem Ansturm stand und zum P.M. Fix konnte sich Gold auf $1.104,00
(EUR 809,03) stabilisieren. Im
Anschluss ging es dann wieder abwechselnd aufwärts und abwärts. Erst zum
Schluss des Handels an der COMEX konnte sich Gold wieder auf $1.107,70
stabilisieren. Im Tagesvergleich gab es praktisch keine Veränderung. Der
US-Dollar und die Renditen der Treasuries waren heute
unverändert. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
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