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Bericht für den 15. März 2010 Gold & Gesellschaft: Bashing des
Zahlmichels Frankreich will deutschen Export
ausbremsen – so lautete der Titel der heutigen Meldung
in der WELT, mit der die französische Finanzministerin Christine Lagarde den
Deutschen ihre hohe Exportquote streitig machen will. Die Position wird einem
Zeitungsbericht zufolge von wirtschaftlich schwachen EU-Staaten unterstützt,
die demnach in der Gemeinschaft auf Einschränkungen der deutschen
Wettbewerbsvorteile drängen. Deutschland werde von einigen Akteuren
vorgeworfen, mit seinem exportorientierten Wirtschaftsmodell sein
Wirtschaftswachstum auf Kosten anderer Euro-Staaten zu erreichen, heißt es laut
Bild in einem Frühwarnbericht der Ständigen deutschen Vertretung bei der EU für
den Bundestag. Natürlich
darf man kritisieren, dass die deutsche Industrie erfolgreicher agiert als ein
Großteil der verbliebenen Industriezweige der Südländer der Euro-Zone. Aber
gerade in diesen Ländern hat man sich durch massive Lohnsteigerungen und der
Konzentration auf Bubble-Wirtschaftszweige wie dem
Immobilien-Komplex selbst aus der Riege der Exportnationen verabschiedet. Das
ist kein Versäumnis von Deutschland, sondern eben der industriefeindlichen und konsumorientierten
Politik dieser Länder. In
Wirklichkeit ist dieser Angriff jedoch eine politisch verabredete Ablenkung von
dem wirklichen Thema, um das es hier geht: Nämlich dass die deutsche Bastion
der Ablehnung eines Bailouts von Griechenland &
Co sturmreif geschossen werden soll. So kann sich die Merkel-Regierung in der
Verteidigung unserer Exportnation medienwirksam in Szene setzen, während im
Hintergrund die Rettung von Griechenland mit deutschen Steuergeldern
vorbereitet wird. Und dann wird auch noch ernsthaft von unserem Finanzminister
Schäuble darüber diskutiert, den als Transmissions-Riemen der Rettung
aufzusetzenden Europäischen Währungsfond (EWF) mit den deutschen Goldreserven
auszustatten. In einem einseitigen Gastbeitrag für die Financial Times
Deutschland (FTD) vom letzten Freitag setzt sich Schäuble für die Idee eines
EWF ein. Mit
geschwollener Brust werden dann unsere Panik-Politiker vor die Presse treten
und verkünden, dass es eine gute und schlechte Nachricht gebe: Die Angriffe auf
die deutsche Export-Industrie wurden in harten Kämpfen abgewehrt. Dafür musste
man die Griechenland-Kröte nebst EWF schlucken. Welch ein
verlogenes Pack, das diese Strategie im Hinterstübchen bereits ausgeheckt
hat. Aber wozu
brauchen wir ein solches Instrument, wenn deutsches Geld und deutsches Gold
bereits im eigentlich für solche Fälle zuständigen Internationalen Währungsfond
(IWF) steckt. Gar nicht – denn das Ziel des EWF ist es nicht, die
Zahlungsfähigkeit der betroffenen Staaten durch harte Einschnitte beim Import
und den Staatsausgaben zu gewährleisten, sondern ein weiteres
Alimentierungs-Mittel für die kranken Länder des Elitenprojektes EU zu
kreieren. Der Zweck
heiligt für diese Clique eben alle Mittel. Dieses
Ansinnen durchblickt die deutsche Bevölkerung natürlich. Auch wenn man es durch
solche Nebelkerzen, wie sie jetzt geworfen werden, davon ablenken möchte. Die
anstehende Rettung von Griechenland – und andere Länder werden ganz
sicher bald folgen – und der EWF werden ein Fass ohne Boden im
Wesentlichen zu Lasten des deutschen Volkes sein. Und eine deutsche Regierung
soll ihr Plazet dazu geben. Das wäre dann nicht mehr nur Scheckbuch-Diplomatie,
sondern grenzt schon an Hochverrat. Genauso
wird das auch gesehen. In Leserzuschriften entlädt sich schon der ganze Hass
auf die Merkel-Regierung. Da dürfen in einem Bild schon einmal Merkel und
Schäuble in einem Sarg probeliegen. Oder in einer
anderen Karikatur wird Merkel in Sträflingskleidern von den Richtern des
Bundesverfassungsgerichts das Todesurteil wegen Hochverrats zur sofortigen und
öffentlichen Vollstreckung vorgelesen. Ein Leser der WELT fordert sogar einen
Militärputsch, um so die Merkel loszuwerden, weil er bei einer Fortsetzung
dieser Politik ein Blutvergießen im Rahmen eines Bürgerkrieges erwartet. Das
deutsche Volk will einfach nicht mehr den Zahlmeister für andere Völker
spielen, wenn im eigenen Land die Infrastruktur immer schlechter wird und sich
die persönliche Lage trotz Aufschwungs-Propaganda für viele zunehmens
verschlechtert. Die Zeiten der Scheckbuch-Diplomatie der Ära Helmut Kohl sind
endgültig Geschichte. Wenn Merkel & Co das nicht einsehen wollen, dann
müssen sie ihre Konsequenzen ziehen. Ansonsten werden die Konsequenzen für sie
gezogen. Die oben angeführten Kommentare sind doch nur die erste Spitze einer
Bewegung, die sich mit der Zeit in großen Teilen der Bevölkerung entwickeln
wird. Noch ist
es Zeit, durch ein beherztes Nein den Ausverkauf deutscher Interessen durch die
gewählte Regierung zu begegnen. Wenn durch die dann drohende Pleite von
Griechenland deutsche Banken anfangen zu wackeln, dann muss man einfach zu den
bereits erprobten Methoden greifen. Damit sichert man dann zumindest deutsche
Spareinlagen und nicht den griechischen Lebensstandard auf unsere Kosten. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die
Nachrichten über den geplanten Europäischen Währungsfond (EWF), der mit Gold
seiner Mitglieder gedeckt sein soll, verunsicherten am Freitag die Märkte.
Bestimmte Marktteilnehmer befürchteten, dass die Regierungen einen Teil ihrer
Goldreserven auf dem offenen Markt verkaufen müssen, um das entsprechende Geld
für den Fond zusammenzutreiben. Dabei ist
das europäische Gold schon seit Jahren verloren – durch Swap-Geschäfte
der Bundesbank mit der FED, Verleihgeschäfte an die eigenen Banken und den
Zusammenbruch des LTCM Hedge Fonds im Jahr 1998. Die
zweite Nachricht von letzter Woche war der plötzliche Entzug von über 200
Milliarden Euro an Liquidität durch die EZB. Das hat den Dollar am Freitag
geschwächt. Wir sahen also die Situation, dass der Dollar mit dem Goldpreis (in
Dollar gerechnet) gesunken ist. Dadurch fiel Gold auf bis zu EUR 800 pro
Feinunze zurück. Heute kam
es zu einer leichten Stabilisierung: Vom Gold (in US-Dollar) und vom US-Dollar
im Vergleich zum Euro. Gold konnte aus diesem Grunde ein Teil seiner Euro-Verluste
vom Freitag wettmachen. Die
Situation wird noch undurchsichtiger mit einem drohenden Konflikt zwischen
China und den Vereinigten Staaten. China möchte seine Währung gegenüber dem
US-Dollar nicht aufwerten, um seinen Exporterfolg der letzten Monate nicht zu
gefährden. Außerdem verlangt das Land von den USA eine Zusicherung, dass die
mehrere tausend Milliarden Dollar schweren Devisenreserven sicher seien. In den
Vereinigten Staaten läuft dagegen ein förmliches Verfahren der Manipulation der
Devisenkurse durch China. Das kann in extremis zu
hohen Einfuhrzöllen für chinesische Waren führen. Ein Handelskrieg wäre wohl
die Folge. Die Lage
an den internationalen Märkten bleibt deshalb undurchsichtig. Gold
konnte sich heute früh trotz des stärker werdenden Dollars befestigen. Der A.M.
Fix kam mit $1.104,00 (EUR 804,61), der P.M. Fix mit $1.104,25 (EUR 807,50) und
der COMEX-Schlusskurs mit $1.106,30 zustande. Der
US-Dollar Index (USDX) verbesserte sich heute um 0,5 Punkte auf 80,3. Die
Real-Zinsen der 10-jährigen Treasury Notes verharrten erneut bei 3,7 Prozent. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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