|
Bericht für den 17. März 2010 Gold & Gesellschaft: Deutschland in Jun(c)ker-Hand Unseren
Politikern steht der Schweiß auf der Stirn. Kein Wunder: Betrieben sie doch mit
dem Ankauf von illegal erworbenen Steuer-CDs
Hehlerei. Und jetzt kommt noch Hochverrat dazu, weil sie entgegen ihrem Amtseid
nicht im Interesse des deutschen Volkes handeln, sondern
die Interessen anderer Mächte zu vertreten scheinen. Die
verlogene Brot und Spiel Demokratie konnte beim Thema Steuer-CD
die blutrünstige Masse noch für ihre Zwecke instrumentalisieren. Beim Thema Griechenland-Bailout wendet sich nun das Volk gegen die
Regierenden und will dort Blut fließen sehen. Wie schnell doch aus dem Jäger
ein Gejagter werden kann. Da hilft
auch die Kleinst-Schrittepolitik der EU-Drahtzieher
nicht, mit denen man so tun möchte, als sei in Wirklichkeit nichts geschehen. Dazu
passt auch das folgende kleine Gedicht von Carl Theodor Körner (1791-1813): Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Die
Kritik der französischen Finanzministerin hat nicht – wie geplant –
der deutschen Regierung den Rücken freigehalten, sich in der Verteidigung der
deutschen Exportindustrie zu profilieren. Sondern dieser Schuss ging als
Rohrkrepierer nach hinten los: Plötzlich wurde – derzeit noch in
Internet-Foren und bei Leserzuschriften – eine Raus-aus-der-EU
Kampagne losgetreten. Da der
Staat inzwischen selbst aktiven Rechtsbruch betreibt, ist das Rechtsempfinden
des braven Michels sowieso schon schwer gestört. Deshalb wird im Internet auch
schon freizügig über den Einsatz der Bundeswehr gegen die (aus Sicht der
Kommentatoren) rechtswidrig agierende Bundesregierung
erhoben. Wolfgang Schäuble, bislang als Innenminister ein vehementer Vertreter
des wehrhaften Rechtsstaates, hat anscheinend die Seiten gewechselt und tritt
nun selbst als doppelter Rechtsbrecher – erst bei dem Ankauf der Steuer-CDs und nun bei der Griechenland-Rettung - in Erscheinung. Armes Deutschland! Dass die
deutsche Politiker-Kaste in heilloser Panik ist, kann man an der Position der
Rettungsmechanismen für bevorstehende Staatsbankrotte ablesen. Zuerst war der
IWF als eigentlich zuständige Organisation nicht gut genug, ein Euro-Land wie
Griechenland zahlungsfähig zu halten. Man wandte sich wie ein Wurm und erfand
das Gebilde des europäischen Währungsfonds. Nun bricht wegen des Vorschlags der
Nutzung des deutschen Volksgoldes ein Sturm der Entrüstung innerhalb der Bevölkerung
los. Und plötzlich möchte die Bundespopulistin höchstpersönlich eine Rettung
von Griechenland nur in Absprache mit dem IWF geregelt sehen. Es ist
auch völlig unverständlich, wie ein Regierungschef eines Kleinststaates wie
Luxemburg die deutsche Regierung immer wieder in europäischen Fragen so vor
sich her treiben kann: Kein deutsches Land in Jun(c)ker-Hand, könnte man in Abwandlung einer bekannten
sowjetischen Parole zur Bodenreform nach den Zweiten Weltkrieg dichten. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die
Aufwärtsbewegung beim Gold setzte sich heute früh im asiatischen Handel und
Londoner Vormittagshandel fort. Es wurden jeweils zwei Hochs im Bereich von
$1.133 gesehen, die aber nicht überschritten werden
konnten. Der A.M.
Fix kam mit $1.131,25 (EUR 820,76) noch nahe dieser Höchststände zustande. Im
Tagesvergleich konnte Gold damit $18 zulegen. Zum
Nachmittag hin ging es dann aber stetig bergab. Kurz vor Beginn des Handels an
der COMEX stand Gold dann bereits bei $1.127. Im Laufe des New Yorker Handels
schwankte das gelbe Metall dann um die Marke von $1.125. Der P.M. Fix mit
$1.121,75 (EUR 815,82) kam hier schon etwas deutlich niedriger zustande. Im
Tagesvergleich musste Gold drei Dollar abgeben. Zum Ende
des COMEX-Handels tat sich dann nicht mehr besonders
viel und Gold ging mit $1.124,00 um einen Dollar stärker als zum gestrigen
Handelsschluss aus dem Markt. An den
Devisenmärkten bewegte sich heute nichts. Der US-Dollar Index verharrte bei
79,7. Die 10-jährigen Treasuries tendierten mit einem
Realzinssatz von 3,6 Prozent etwas stabiler – da sich ein sinkender
Realzinssatz als einen höheren Kurs der jeweiligen Anleihen bemerkbar macht. Gestern
hat wieder einmal die zwei Prozent Regel des Goldkartells gegriffen. Deshalb
durfte das gelbe Metall auch plötzlich nicht weiter ansteigen. Am nächsten Tag
(also heute) versucht das Kartell deshalb, einen weiteren Anstieg des
Goldpreises zu verhindern. Das gelang bekanntermaßen. Der schwache P.M. Fix ist
ein Hinweis darauf, dass physisches Gold für diese Zwecke auf den Markt
geworfen wurde. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
veröffentlicht. ©
Copyright Dr. Neugebauer Handels-Consulting 2009-2010 |
||||||||||||||||||||||||||||||||