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Bericht für den 18. März 2010 Gold & Gesellschaft: Die Wahrheit über Renten Um unsere
Renten steht es nicht gut. Der FOCUS widmete in zwei Beiträgen, einen von heute
unter dem Titel Die
Wahrheit über Renten, Schulden und Steuern, den anderen vom Mittwoch
mit der Überschrift 2030 reichts nicht mehr zum Leben, dieser
Thematik. Der FOCUS
räumt zuerst mit einer allgemein verbreiteten, aber trotzdem falschen Vermutung
auf: Mein Geld
ist nicht weg. Es hat bloß ein anderer. Denn das Geld ist weg. Und es hat
auch kein anderer, so resümiert der FOCUS korrekt. Die Zahlungen für
die gesetzliche Rente landen auf dem Konto der derzeitigen Rentner. Das Geld
wird also ausgegeben und nicht angesammelt. Da bedingt durch den
demographischen Wandel immer weniger potentielle Beitragszahler nachwachsen,
wird die Belastung für die zukünftigen Zahler weiter steigen. Dabei belastet
die Rentenversicherung schon jetzt den Faktor Arbeit mit 20 Prozent, wenn man
den Arbeitgeberanteil hinzurechnet. Darüber
hinaus finanzieren die Steuerzahler bereits ein Drittel der Rentenzahlungen.
Tendenz steigend. Die
errechnete Rendite – natürlich auf Basis fiktiv niedriger
Inflationsraten, die durch diverse Wahrheitsministerien veröffentlich werden - der
gesetzlichen Rentenversicherung sinkt so immer weiter, so dass die Gefahr
besteht, dass zukünftige Generationen aus diesem Vertragssystem aussteigen
werden. Dann sind plötzlich keine Beitragszahler mehr da und der zukünftige
Rentner kann nicht mehr finanziert werden. Das
System der betrieblichen Altersvorsorge ist genauso wenig sicher. Hier werden
zwar Gelder in den Firmen angesammelt – aber deren Zusammenbruch ist
schon längst Realität und wird sich noch kräftig ausweiten. Und in
der Riester-Rente, den Lebensversicherungen etc stecken Schuldpapiere drin, die
niemals getilgt werden können. Können existierende Schulden nicht mehr durch
die Aufnahme neuer Schulden refinanziert werden, dann kollabiert auch dieses
Schneeballsystem. Was ist
hier die Alternative? Ich hatte
mich bereits vor drei Monaten mit dieser Thematik unter dem Titel Gold-Altersvorsorge
beschäftigt. Das Ergebnis war für viele Leser ernüchternd. Es scheint selbst
innerhalb der Gold Community noch Viele zu geben, die der Ansicht sind, mit
zwanzig Unzen Gold könnte man sich zur Ruhe setzen. Diese zwanzig Unzen haben
derzeit einen Wert von über EUR 16.000. Wenn diese Goldsammler dann aber ihre
gesetzlichen und privaten, sowie andere Vorsorgeverträge kapitalisieren würden,
dann kommen im mittleren Alter schon Ansprüche in Höhe von mehreren
hunderttausenden von Euros zustande. Dann wäre die Goldsparquote sogar noch
geringer als zehn Prozent. Bei einer
ordentlichen Finanzplanung muss man davon ausgehen, dass Gold ein reiner
Wertespeicher ist – das heißt die ersparte Goldmenge wird in fünf, zehn,
zwanzig oder dreißig Jahren zumindest immer noch den gleichen Warenkorb kaufen
können wie heute. Egal wie hoch nun die wirkliche Inflationsrate ausfallen
wird. Eine
Explosion des Goldpreises wegen des Zusammenbruchs der Goldpreisdrückung kann
zwar durchaus zu einer Verfünffachung des Preises führen. Das wäre dann aber
ein einmaliger Effekt, den man in eine solide Vorsorgeplanung nicht einrechnen
sollte. Ebenso den Zusammenbruch des System, obwohl der wahrscheinlich ist:
Hier wirkt Gold wie eine Versicherung. Mehr aber auch nicht. Die EUR
16.000 an erspartem Gold reichen also bei einem monatlichen Bedarf von EUR
3.000 für gute fünf Monate. Käme man mit EUR 1.500 pro Monat aus, dann für
knappe elf Monate. Auch wenn sich der Goldpreis plötzlich verdoppelt,
verdreifachen oder sogar verfünffachen würde, käme man mit diesen zwanzig Unzen
im Alter nicht sehr weit. Nun
könnte man natürlich argumentieren, dass die bestehenden Systeme ein Teil des
Lebensstandards abdecken werden. Aber hier lügt man sich in die eigene Tasche.
Entweder die Systeme können den Lebensstandard einigermaßen sichern –
dann wäre ein Investment in Gold eigentlich gar nicht nötig – oder die
Systeme geraten mit Hyperinflation, Währungsreform oder anderen bösen
Entwicklungen so stark unter Druck, dass man vielleicht nur noch mit zehn
Prozent der erwarteten Kaufkraft rechnen kann. Dann muss Gold die verbliebenen
90 Prozent abdecken. Wie man es
auch drehen mag: Mit einem monatlichen Bedarf von EUR 3.000 (über 20 Jahre)
benötigt man ein erspartes Vermögen von EUR 720.000. Das entspricht 900 Unzen
Gold. Und auch wenn sich der Goldpreis durchschnittlich kaufpreisbereinigt
verdoppeln würde, dann sind immer noch 450 Unzen anzuhäufen. Bei einem
Bedarf von monatlich EUR 1.500 jeweils die Hälfte, d.h. 450 Unzen
beziehungsweise 225 Unzen: Gold, versteht sich. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Gold
konnte sich heute trotz des ansteigenden US-Dollars weiter stabilisieren. Dabei
erreichte Gold in Euro gerechnet fast die Marke von EUR 830. Dafür dass Gold
Ende letzter Woche die Marke von EUR 800 erreicht hatte, eine gute Performance. Von den
vier Edelmetallen konnten sich Gold und Platin bislang mit +1,4 Prozent seit
Wochenanfang verbessern. Silber performte mit +2,3 Prozent etwas besser. Den
höchsten Zuwachs hatte Palladium mit +3,2 Prozent verzeichnen können. Gold
startete den heutigen Handelstag im asiatischen Markt etwas leichter. Mit
Eröffnung des Vormittagshandels in London wurde Gold weiter gedrückt und konnte
zum Teil die Marke von $1.120 nach unten durchbrechen. Diese Marke hielt jedoch
und das gelbe Metall konnte sich wieder leicht befestigen. Der A.M.
Fix kam mit $1.122,75 (EUR 820,72) zustande. Im 24-Stundenvergleich verlor Gold
in US-Dollar gerechnet zwar knapp neun Dollar; aber in Euro gerechnet
veränderte sich der Preis nicht. Mit
Beginn des Handels an der COMEX konnte sich Gold wieder auf $1.125 befestigen.
Der P.M. Fix kam mit $1.122,75 (EUR 821,50) zustande. Im
Anschluss fiel der Goldpreis wieder zurück. Erneut wurde ein Versuch
unternommen, die Marke von $1.120 nach unten zu durchstoßen. Nachdem dieser
Angriff gescheitert ist, stieg der Goldpreis wieder an. Zum Schluss des COMEX-Handels
konnte sich Gold dann sogar wieder in den positiven Bereich drehen: $1.127,60
lautete der letzte Kurs. Der
US-Dollarindex (USDX) konnte sich heute kräftig um 0,5 Punkte auf 80,2
befestigen. Dabei verlor insbesondere der Euro 0,8 Prozent gegenüber dem
US-Dollar und trug so zu dem starken Anstieg des USDX bei. Diesmal schien der
Widerstand der deutschen Regierung gegen eine im Rahmen der EU organisierte
Rettung von Griechenland der Grund der Euro-Schwäche zu sein. Die
Renditen der 10-jährigen US-Treasury Notes sind wieder auf das Niveau von 3,7
Prozent gestiegen. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com täglich
publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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