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Bericht für den 10. Juni 2010 Gold & Gesellschaft: Der verschonte Steuerbürger Selbst
der Wirtschaftsrat der CDU fordert inzwischen nach den Sparvorschlägen der
schwarz-gelben Koalition ein Zeichen: Der Spitzensteuer-Satz solle angehoben
werden. Verkehrte
Welt. Gehören
denn nicht gerade die Vertreter dieser Zunft zu den Spitzenverdienern dieser
Republik, die sich mit solchen Vorschlägen selbst belasten würden? Oder schlägt
das Unionsherz nach der heftigen Kritik der Moralinsäure verbreitenden, aber
selbst betrunken Auto fahrenden evangelischen Oberschnaps-Flasche der Nation
doch stärker auf der religiösen Seite als auf der wirtschaftlichen? Natürlich
nicht – denn diese angeblichen Wirtschafts-Kapitäne der Union sind selbst
auch nicht mehr das, als was sie sich ausgeben. Vielmehr finden wir die echten
Spitzenverdiener in den Reihen der Partei DIE LINKE. Dass Oskar Lafontaine ein
Luxus-Linker ist, der über ein persönliches Millionen-Vermögen nebst
fünfstelligen monatlichen Pensions-Ansprüchen verfügt, hat sich landauf und
landab ja schon teilweise herumgesprochen. Aber auch der fränkische Nachfolger
von Lafontaine an der Spitze der Partei gehört nicht zu den Kostverächtern der
Nation. Zumindest fährt er einen PORSCHE – nicht gerade die Automarke des
Mittelständlers und des normalen Parteifunktionärs. Politiker
ist kein Beruf, mit der man sich in die Gruppe der Spitzenverdiener der Nation
hocharbeiten kann. Von den etwa 10.000 Einkommens-Millionären, die Deutschland
in etwa hat, sind auch die absoluten Top-Politiker himmelweit entfernt. Und
schaut man sich einmal die Vermögenswerte der Nachfolger-Partei der SED genauer
an, dann sind nicht die Vermögenswerte von Union & Co nach Liechtenstein
gewandert, sondern wohl eher die der Partei, die sich so kräftig für die sozial
Minderbemittelten einsetzt. Worum
geht es also bei dieser Diskussion in Wirklichkeit – um einen reinen
Zeitgewinn für Merkel, mit der sie die Diskussion über Steuererhöhungen auf den
Zeitpunkt nach der Wahl des Bundespräsidenten verschieben möchte. Denn der von
der Merkelschen Zick-Zack-Politik besonders gebeutelten FDP kann man nach einem
Verzicht auf Steuersenkungen nicht nun noch eine Politik der Steuererhöhungen
unterjubeln. Das
Düsseldorfer HANDELSBLATT berichtete heute über geheime Steuerpläne der Union
unter dem Titel Merkel
will nach der Präsidentenwahl abkassieren. Der Autor philosophiert
über die weitere Vorgehensweise: Am 30. Juni, wenn die FDP mitgeholfen hat, den
CDU-Kandidaten Christian Wulf zum neuen Bundespräsidenten zu wählen, läuft es
ab (das Haltbarkeitsdatum der Aussage: Mit uns gibt es keine
Steuererhöhungen).
Danach soll die Haushaltskonsolidierung, Teil II, beginnen. Im Zentrum stehen
diesmal nicht harte Einsparungen, sondern Steuererhöhungen. Diejenigen
Unions-Wähler, die bei der letzten Wahl aus Frust über die sozialistische
Politik der Parteivorsitzenden die FDP als Ausgleichsventil gewählt haben,
werden diesen Fehler nicht noch einmal machen. Insoweit
ist die jetzige, öffentlich bekundete Ablehnung der Angela Merkel von
Steuererhöhungen genauso verlogen wie ihre anfängliche Ablehnung von
finanziellen Hilfen an Griechenland. Zuerst lässt sie sich als eiserne
Kanzlerin feiern und knickt dann in zwei Stufen noch viel schlimmer ein, als
selbst die ärgsten Pessimisten das vermutet hätten. Wenn man
diese Regel nun analog auf das Thema Steuererhöhungen reflektiert, denn lässt
sich unsere Bundeskanzlerin derzeit als Sparkanzlerin feiern. Es steht aber zu
befürchten, dass die dann folgenden Steuererhöhungen analog zu der Euro-Krise
noch viel gravierenden ausfallen werden. Für mich
steht deshalb bereits jetzt fest: Es wird zu Steuererhöhungen kommen und diese
werden nicht die Spitzenverdiener betreffen, da dort einfach vom Volumen nichts
zu holen sein wird. Am Ende wird die arbeitende Mitte der Gesellschaft wieder
einmal die Hauptlast zu tragen lassen. Diese
Politiker-Strategie kennen wir ja schon zu Genüge: Erst einmal wird ein Popanz
gegen die Reichen aufgebaut und die Bevölkerung stimmungsmäßig gegen diese
Gruppe aufgebracht. Am Ende erhöht man die Steuern für die Allgemeinheit mit
denselben Argumenten. Da im Lande sowieso weit weniger als 50 Prozent der
Haushalte zu einer wesentlich Netto-Wertschöpfung bei den Steuer- und
Sozialeinnahmen beitragen, kann man auf diese Weise jene Gruppe besonders
effektiv scheren. Das
klingt dann im HANDELSBLATT-Artikel folgendermaßen: Steuererhöhungen
dagegen werden in aller Ruhe mit stoischer Ruhe ertragen. Noch nie gab es in
Deutschland eine Massenkundgebung, die sich gegen die Steuerpolitik des Staates
richtete.
Wahrscheinlich müssen erst Finanzämter brennen und Politiker für ihre
immer derber werdenden Lug- und Betrugsverbrechen hängen, bis die fiskale Ausplünder-Politik ein Ende finden wird. Aktuelle Entwicklung an den Gold-Märkten Die europäischen Notenbanken sind derzeit
besonders aktiv, den Euro-Goldpreis wieder unter die Marke von EUR 1.000 zu drücken.
Das konnte man gestern in Ansätzen sehen – war allerdings im Gold
US-Dollarkurs nicht so offensichtlich – und wurde heute zu den beiden
Londoner Fixings fortgesetzt. Zum P.M. Fix fiel Gold auf 1.003,88 Euro
($1.217,50) und markierte damit den Tages-Tiefstand. Auch der Londoner A.M. Fix
mit 1.010,18 Euro ($1.220,00) fiel am späten Vormittag nicht viel besser aus. Wenn man einmal genauer den A.M. und den P.M.
Fix mit den gestrigen Notierungen vergleicht, dann wird man feststellen, dass
beide Fixing-Punkte um genau $15 gedrückt wurden. Was für Zufälle es doch gibt. Es sind also massiv 400oz-Barren auf den Markt
geworfen wurden. Der plötzliche Anstieg des Goldpreises auf 1.050 Euro hat wohl
einigen Zentralbankern die Gesichtszüge entgleisen lassen. Den Markt können die Europäer damit allerdings
nur mit Mühe beruhigen – nach Erreichen des Tagestiefs bei $1.215 konnte
sich das gelbe Metall wieder erholen und auf $1.225 steigen. Zum Schluss des
Handels an der COMEX setzte dann jedoch ein Schluss-Drückungsrunde ein, die
Gold bei $1.220 enden ließ. Der Euro ist heute um über ein Prozent
gegenüber dem US-Dollar angestiegen. Auslöser war wohl die Entscheidung des
Bundesverfassungs-Gerichts, die einstweilige Verfügung des
CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler gegen die Euro-Rettungsgesetze der
Bundesregierung abzuweisen. Das BVerfG begründet
seine Entscheidung damit, dass der Erlass einer einstweiligen Anordnung wohl
das Ende des Euro eingeläutet hätte. Das ist im Prinzip die gleiche Begründung,
die das BVerfG gegen den Eilantrag der vier
Professoren gegen die Griechenland-Rettungsgesetzgebung ins Feld geführt hatte. Damit haben die Richter zwar Recht. Aber man
sieht eindeutig, dass die Richter in Karlsruhe die europäische Sache unbedingt
retten wollen. Der US-Dollarindex (USDX) ist heute um 1,3
Punkte auf 87,1 gefallen. Die Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes sind
heute wieder um 0,1 Prozent-Punkte auf 3,3 Prozent gestiegen. Der von mir
ermittelte Quotient aus dem USDX und den Real-Renditen ist heute stark um 1,2
Punkte auf 26,4 gefallen. Die Aktienmärkte werden heute
liquiditätsgetrieben wieder nach oben getrieben. Die 10.000er-Marke des Dow
Jones scheint bestimmten Kräften in Politik und Finanzwirtschaft heilig zu
sein. In eigener Sache Der gestrige Kommentar musste aus widrigen
Umständen leider ausfallen. Er war schon zur Hälfte auf dem Flug von London
nach Frankfurt geschrieben, bis man sich trotz stundenlanger Warteschleifen um
Frankfurt wegen eines schweren Gewitters entschlossen hatte, beim Landeanflug plötzlich
durchzustarten und Stuttgart als Ausweichflughafen anzufliegen. Während die
Flugschafe dort auf den Weiterflug hofften, habe ich erzwungen in Stuttgart
auszusteigen. 16 weitere Passagiere haben sich mir angeschlossen. Danach war
ich allerdings nicht mehr in Stimmung, noch etwas zu Papier zu bringen. Ich bitte das zu entschuldigen. Wichtige Marktdaten im Überblick
Über Ziemanns Gold News Ziemanns
Gold News, bislang unter Walter Eichelburgs hartgeld.com
täglich publiziert, werden seit Ende August 2009 unter bullionaer.de
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