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Bericht für den 9. September 2010 Das Imperium schlägt zurück Gestern habe ich geschrieben, dass nach der
Preis-Entwicklung beim Gold nun eine Entscheidung ansteht: Diese ist auch heute
gefallen – Gold gab zum COMEX-Schluss um neun
Dollar auf $1.248 nach. Aber an einer anderen Front tut sich neues Unheil
auf: Die 10-jährigen US-Treasuries sind heute nämlich
um 0,2 Prozentpunkte auf ein Realzins-Niveau von 2,8 Prozent gestiegen. Der
Quotient aus USDX und den Renditen zeigt es an: Ein Rückgang von 2,2 Punkten
auf 29,5 Punkte zeigt Stress im System an. Die Bond-Blase ist schon mächtig
geweitet – solche täglichen Preisentwicklungen, wie wir sie heute gesehen
haben, können zu schweren Verwerfungen führen. Vom System-Sprachrohr Bloomberg kommt heute
Entwarnungs-Propaganda: The U.S. trade deficit
narrowed more than forecast in July and filings for jobless benefits
plunged last week, tempering concern the worlds largest
economy is slipping back into a recession. So, so: Alles ist gut und trotzdem steigen die
Renditen der Treasuries um 0,2 Punkte am Tag. Wir
wissen ja bereits, dass sich Treasuries und der
Aktien-Markt invers zueinander verhalten. Das heißt
wenn der Aktienmarkt steigt, dann fallen die Treasuries
(beziehungsweise deren Realrenditen steigen) und umgekehrt. Bei dem heutigen
Fall der Treasuries hätte der Aktien-Markt aber um
400-500 Dow-Punkte haussieren müssen. Eine Viertelstunde vor Marktschluss waren
es aber magere 40 Punkte. Was da faul ist, werden wir demnächst in unserem
Notenbank-Theater erleben. Vielleicht war das auch der primäre Grund für die
heutige Goldpreis-Drückung: Wenn Treasuries stark
nachgeben, dann muss auch Gold gefälligst denselben Weg gehen. Im asiatischen Markt heute früh zeichnete sich
aufgrund des Kursverlaufs noch nicht der heutige Einbruch beim Gold ab. Gold
schwankte um die Marke von $1.255 – aber eher mit einer leicht positiven Tendenz.
Im Londoner Vormittags-Handel ging es dann leicht abwärts. $1.253,50 (EUR
984,91) lautete der A.M. Fix – knapp fünf Dollar weniger als gestern zur
gleichen Zeit. Zum frühen Nachmittag konnte sich das gelbe Metall
zwar wieder oberhalb der Marke von $1.255 festsetzen, aber mit Beginn des
Handels an der COMEX ging es gleich um fünf Dollar südwärts. Etwas überraschend
stark kam dann der P.M. Fix mit $1.255,00 (EUR 985,01) zustande. Nach dem P.M. Fix ging es dann aber schnell und
heftig nach unten: Innerhalb von zwei Stunden wurde Gold um $13 gedrückt. Zum COMEX-Schluss konnte sich Gold jedoch wieder um fünf Dollar
erholen und schloss bei $1.248 mit einem Tages-Minus von knapp neun Dollar. Neben Gold gab lediglich Silber signifikant nach.
Die PGM-Metalle Platin und Palladium waren zum Handelsende praktisch unverändert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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