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Bericht für den 15. September 2010 Japan interveniert am Devisenmarkt Milliardär George Soros
hat sich heute zu Wort gemeldet. Reuters meldet: Billionaire financier George Soros said on Wednesday that gold prices might continue to rise after hitting
record highs this week but
it is not
a safe bet. "Gold is the only actual
bull market currently. It just made a new high yesterday. In the present circumstances that may continue,"
Soros said at a Reuters Newsmaker event. He added: "It will be very interesting
to see if there is a decline
in the next few weeks... It's
certainly not safe and it's not
going to last forever. Was sollen wir denn aus dieser Äußerung schließen?
Dass Gold ein Bullen-Markt ist, das dürfte wohl jedem halbwegs gebildeten
Beobachter schon seit einigen Jahren klar sein. Aber in Wirklichkeit geht es Soros darum, unter den Investoren-Schafen Unsicherheit zu
verbreiten. Weshalb sollte sonst der Kommentar kommen, dass ein Rückgang
wahrscheinlich sei. Und dass der weitere Anstieg nicht sicher sei und definitiv
nicht unendlich weitergehen könnte. Die Frage ist nur, ob der Bullenmarkt bei $1.300,
$5.000, $15.000 oder $50.000 enden wird. Das beantwortet Soros
natürlich nicht. Denn er gehört zu denjenigen, die möglichst unter
Ihresgleichen niedrige Umstiegspreise von Papier zu
Gold suchen. Was als ursprünglich bearischer
Kommentar zu Gold angedacht war, ist in Wirklichkeit bullisch.
Kein kluger Großinvestor würde die Investoren-Schar, die nun massenweise in ihr
Verderben rennt, davon anhalten wollen. Denn in diesem Fall wäre er daran
interessiert, dass Gold weiter kräftig steigen solle, um seine eigenen Bestände
möglichst zu Höchstständen abstoßen zu können. Der Witz des Tages ist die von der Bank of Japan
öffentlich gemachte Intervention zu Gunsten des US-Dollars an den
Devisen-Märkten. Angeblich habe die BoJ seit 2004 nicht mehr an den
Devisen-Märkten eingegriffen. Ist da jemand noch zu Hause? Die Vierbande,
bestehend aus der FED, der EZB, der Bank of England und der Bank of Japan
greift dauernd in die Märkte ein. Einmal mit Liquiditäts-Entzug in den
sogenannten Carry Trade Währungen, ein anderes Mal mit Liquiditäts-Zuführung.
Die Nachricht ist deshalb in der Schublade Notenbank-Propaganda abzulegen und
gibt keinerlei Hinweis auf die wirklichen, im Hintergrund ablaufenden Aktionen
der Notenbanken. Gold legte am heutigen Tag nach dem gestrigen
Preisanstieg um zwei Prozent eine Pause ein. Das lag zum einen an dem wieder
anziehenden US-Dollarkurs, der durch die Aktionen der
BoJ nach oben geredet wurde. Zum anderen versuchen die Drücker, einen Enthusiasmus für Gold erst gar nicht aufkommen zu
lassen. Die heutige Schwankungsbreite des gelben Metalls bewegte sich in einem
engen Korridor zwischen $1.270 an der oberen Begrenzungslinie und $1.265 nach
unten. Der A.M. Fix kam mit $1.270,40 (EUR 978,89) mit
einem 24-Stundengewinn von $17 an der oberen Begrenzungslinie zustande, der
P.M. Fix war mit $1.267,00 (EUR 974,99) dann bereits schon etwas niedriger. Auf
dem Niveau des P.M. Fixes schloss auch heute die New
Yorker COMEX mit $1.266,70. Das ist ein Tagesverlust von knapp vier Dollar.
Durchaus zu verschmerzen, denke ich. Die Weißen Edelmetalle stiegen dagegen weiter an,
wobei Platin mit einem Plus von $17 (1,07 Prozent) am besten performte, gefolgt von Silber mit
einem Anstieg um zwölf Cent (entspricht 0,6 Prozent). Palladium konnte in
ähnlicher Größenordnung wie Silber zulegen. Der US-Dollarindex legte heute 0,4 Punkte auf 81,5
zu. Die Real-Renditen der 10-jährigen Treasury Notes zeigten sich dagegen
unverändert. Wichtige Marktdaten im Überblick
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