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Bericht für den 24. September 2010 Drückerbande in Aktion Sie denken, es läuft
derzeit gut für das Gold. Denn es wurde trotz erbitterter Gegenwehr
des Gold Kartells die Marke von $1.300 erreicht. Dann schauen Sie einmal
genauer hin: Gold notierte heute gegen 18:00 Uhr MEZ mit $1.296,10 um nominal
$3,60 höher als zum Schluss des New Yorker Access Markts am Donnerstag. Aber
schaut man auf den Euro-Goldpreis, dann steht das gelbe Metall nur noch bei
€961,87 – das ist ein Rückgang um €9,44 oder fast einen Prozent. Noch besser ist ein
prüfender Blick über die Auflistung der Bestandteile des heutigen
Goldpreis-Verlaufs. Da heißt es unter kitco.com: Gold Price Change due
to Weakening of US Dollar: +12.60. Das
heißt nichts anderes, als dass Gold heute nur wegen der Entwicklung des
US-Dollars um $12,60 hätte steigen müssen. Also müsste Gold bei $1.305,10
stehen. Die restlichen $9,00 stellen den vom Gold Kartell durch die heutige
Goldpreis-Drückung verursachten Schaden dar. Kitco
bezeichnet das als Gold Price Change due to Predominant Selling: -9.00.
Nun, die Eurogold-Investoren sahen heute sogar einen in ihrer Währung
relevanten Rückgang von $12,72. Der berechnet sich aus dem Rückgang von Euro-Gold
multipliziert mit dem Dollar/Euro-Kurs von $1,3472. Wenn ein Tagesverlust von
$13 kein Hinweis auf massive Drückungs-Bemühungen im Hintergrund sind, was denn dann? Derweil überschüttet uns
die sonst so goldignorante Systempresse mit Hurra-Artikeln über Gold und
Silber: PRICE
ACTION MAKES MARKET COMMENTARY. Dabei übersehen die Redakteure, dass
Euro-Gold mit €960 zuletzt Ende der KW32 so schwach notierte. Ende letzter
Woche (KW37) waren es noch €975, eine Woche zuvor knapp €982. Was schließen wir daraus:
Die Journaille hat überhaupt gar keinen konkreten Investment-Bezug zu Gold und
Silber. Denn wenn bei den Lohnschreiberlingen überhaupt etwas Geld am Ende des
Monats übrigbleiben sollte, dann landet dieses Geld
sicherlich nicht in Gold- und Silbermünzen. Denn jemand, der ernsthaft in
diesen Anlageklassen investiert ist, würde differenzierter über die derzeitige
Entwicklung an den Edelmetall-Märkten berichten. Bei vielen Leuten ist
Gold zwar schon hypothetisch angekommen, aber nicht praktisch. Und wo in
Wirklichkeit nichts gekauft wird, da kann sich auch keine Blase entwickeln
– höchstens als Gehirnfurz. Und so bleibt es nicht aus, dass demnächst
dieselben Gold-Optimisten der schreibenden Zunft wieder die größten Gold-Abrater sein werden, wenn es einmal wieder südwärts
gehen sollte. So konditioniert man die
Bürger, ja nicht in Gold und Silber zu investieren. Man schreibt positiv über
die Metalle in dem Wissen, dass die Investoren sowieso nicht kaufen werden. Und
geht es dann wieder einmal abwärts, dann werden diese Nicht-Investoren in ihrem
Glauben bestärkt, dass es doch besser gewesen sei, nicht zu kaufen. So geht
dann die seit dem Jahr 2005 für Euro-Inhaber merkbare Gold-Hausse spurlos
vorbei. Zur heutigen
Marktentwicklung sei zusätzlich angemerkt, dass die
Bank of Japan (BoJ) anscheinend heute erfolglos versucht hat, zu Gunsten des
US-Dollars am Devisenmarkt einzugreifen. Nach einem anfänglichen Erfolg dieser
Aktion verfiel der US-Dollar wieder auf Wert, den er vor der Intervention
hatte. Das Abhandekommen
weiterer Repräsentanten der Wirtschaftselite der Obama-Administration
war sicherlich auch nicht positiv für die weitere Entwicklung des US-Dollars.
Auch der anstehende Handels-Konflikt mit China wirkt augenscheinlich nicht
positiv für den US-Dollar. Aber trotzdem steigt der
Dow Jones Aktienindex um 200 Punkte. Das ist ein verlässliches Zeichen dafür,
dass die heutige Entwicklung rein durch Überflutung der Märkte mit Liquidität
hervorgerufen wurde. Wichtige Marktdaten im Überblick
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